Leistungssteigerung

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Abgasturbolader

Diese am häufigsten anzutreffende Laderart ist eine Gasturbine. Sie ermöglicht die Leistungssteigerung von Verbrennungsmotoren ohne dem Motor mechanische Leistung zu entziehn (wie zum Beispiel ein Kompressor), denn er befindet sich im Abgastrakt und so wird eine Turbine durch die Abgase angetrieben. Die Abgase treiben ein Turbinenrad an, dies wiederrum treibt über eine Welle ein Verdichterrad an. Das Verdichterrad überimmt das Ansaugen der Frischgase und kann dem Motor so eine vorverdichtete Frischluft geben.

Ein Nachteil des Abgasturboladers ist, dass die LAdewirkung erst bei mittleren bis hohen Drehzahlen einsetzt. Außerdem kann bei diesem Lader ein Turboloch entstehen, da die Abgase dem schnellen Lastwechsel (aufgrund der Massenträgheit) nicht folgen können.

mehr dazu Abgasturbolader


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Ladedruckregelung mit verstellbarer Turbienengeometrie

Um auch bei niedrigen Motordrezahlen ein gutes Drehmoment zu erreichen wird ein hoher Ladedruck benötigt. Um dies zu erreichen, werden die Leitschauffeln auf einen kleinen eintrittsquerschnitt eingestellt. Durch die verengung wird der Abgasstrom beschleunigt und dadurch wird die Turbinendrehzahl, und dadurch der Ladedruck, erhöht.

Wenn die Motordrehzahl hoch ist, haben die Leitschaufeln einen großen Querschnitt um die hohe Abgasmenge aufnehmen zu können. Dadurch wird der optimale Ladedruck immer bereitgestellt aber nicht überschritten.

VTG01.jpg VTG03.jpg

verstärkte Strömungsgeschwindigkeit(links)und nicht verstärkte Strömungsgeschwindigkeit (rechts)

Kompressor

Der Kompressor ist ein mechanisch angetriebener Lader, er wird direkt vom Motor durch Ketten Riemen oder Zahnräder angetrieben. Er kann aber auch durch einen elektrischen Motor angetrieben werden. Zwei Läufer mit zwei bis vier Aussparungen werden durch eine Welle angetrieben und drehen sich, dadurch transportieren sie in ihren Zwischenräumen Luft. Sein vorteil ist das egal bei welcher drehzahl immer der maximaldruck bereitsteht und somit auch bei niedrigen drezahlen die volle Leistung berreitsteht, und kein sogenantes "Turboloch" entsteht. Der Nachteil ist, dass dem Motor, dadurch dass der Kommpressor direkt vom Motor angetrieben wird, Leistung entnommen wird.



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G-Lader

Der G-Lader arbeitet nach dem Verdrängungsprinzip. Schneckengänge sind in den Gehäusehälften und an beiden Seiten des Verdrängers angebracht. Diese beiden Hälften umschließen den Verdränger mit seinen Stegen. Je eine mit Exzentern versehene Haupt- und Nebenwelle ermöglichen ihm kreisende Bewegungen (Bild). Die Luft wird durch die Spiralgänge in die Mitte befördert und tritt dort aus. Aufgrund einer hohen Reibung verschleißt der G-LAder recht stark und muss somit regelmäßig ausgetauscht werden.


Bekannt sind die G-LAder fast ausschließlich ducr Volkswagen, mit dem G40 und G60. Die Zahlen stehen für die Größe des Außengehäuses, und beschreiben die Höhe und Breite.


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Ladeluftkühler

Die vom Lader vorverdichtete Luft ist auf bis zu 180°C erhitzt und kann durch einen Ladeluftkühler vor dem Eintritt in den Zylinder abgekühlt werden. Dadurch wird die Luftdichte reduziert und es wird eine größere Luftmenge im Zylinder ermöglicht, so kann dan auch mehr Kraftstoff eingespritzt werden, und die Leistung des Motors wird gesteigert.


Chip-Tuning

Beim Chiptuning wird die Motorsteuerung duch das einsetzen oder Austauschen von in der regel Wiederbeschreibaren Chips im Steuergerät geändert. Dadurch werden alle Steuerungen und regelungen die für den Motor wichtig sind geändert/optimiert. zum Beispiel wird der Ladedruck erhöht, die Zündzeitpunkte geändert, mehr kraftstoff eingespritzt usw. Es kann jedes Fahrzeug ge Chiptuned werden das über ein elektronische Motorsteuerung verfügt. Möglich sind Leistungssteigerungen von bis zu 44%. Wenn das Tunig richtig ausgeführt wird entspricht die Motorhaltbarkeit in etwa dem Serienzustand, seriöse Tuner geben eine Garantie auf Motor und Getriebe bzw. Schäden an Motor/Getriebe, die eindeutig auf das Chiptuning zurückzuführen sind. Dieser eindeutige Nachweis ist jedoch häufig sehr schwierig.

Eine weitere Form des Chiptunings ist das Eco-Tuning Das Ziel des "ÖkoTunings" ist es den Verbrauch eines Kraftfahrzeug zu senken. Hierbei wird das Steuergerät ebenfalls geändert, so das sich die Leistungsentfaltung verändert und der Kraftstoffverbrauch senkt.


Wassereinspritzung

Hierbei wird Wasser oder ein Alkohol-Wasser-Gemisch in den Ansaugtrakt bzw. hinter den Verdichter eingespritzt. dadurch das die Flüssigkeit im Verbrennungstakt verdunsted wird eine Innenkühlung erreicht, dadurch wird eine höhere Dichte erreicht und es findet eine Leistungssteigerung statt. Außerdem können die Zündwinkel "schärfer" das heißt auf früh eingestellt werden, da die kühlere Brennluft nicht so schnell zum Klopfen neigt.

Ein possitiver nebeneffekt der Wassereinspritzung ist das sie den Schadstoffausstoß, vorallem den von Stickoxiden senken kann.

Lachgaseinspritzung

Hierbei wird zusätzlich Lachgas (Distickstoffmonoxid, N2O) eingespritzt, dadurch steht mehr Sauerstoff zur verfügung und die Themperatur des Gemisches wird um ca. 40C° gesenkt. Dadurch wird die Mororleistung gesteigert. mehr dazu Lachgaseinspritzung


"Klassisches Motortuning"

Beim klassischen Tuning wird durch die veränderung einiger Bauteile eine bessere Motorleistung erreicht. Der Hubraum wird duch Aufbohren der Zylinders vergrößert. Es wird zum Beispiel die Gemischaufbereitung durch eine Renneinspritzung oder Mehrfachvergaser geändert, die Auslasskanäle und Ventile werden vergrößert und poliert, oder es wird eine andere Nockenwelle zur Verbesserung der Ventilüberschneidung eingebaut. Außerdem werden eineige bauteile wie zum Beispiel die Kurbelwelle ausgewuchtet und leichter gemacht um höhere Drezahlen zu ermöglichen. Es wird auch oft ein leichteres Schwungrad, oder leichtere Kolben eingebaut, um der Massenträgheit entgegenzuwirken.