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		<title>BS-Wiki: Wissen teilen - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Ma%C3%9Ftoleranzen&amp;diff=66869</id>
		<title>Maßtoleranzen</title>
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				<updated>2014-03-07T13:58:54Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{navi|Toleranzen|Normen}}&lt;br /&gt;
== Normen und Hintergründe von Maßtoleranzen ==&lt;br /&gt;
Fragen und Antworten zu Maßtoleranzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toleranz in der Technik; was heißt das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Toleranz bzw. &amp;quot;zulässige Abweichung&amp;quot; vom Nennmaß ist eine konstruktions- und fertigungsbedingte Maßgröße und bezeichnet die Differenz zwischen dem oberen und dem unteren Grenzmaß. Innerhalb der Toleranz darf das Istmaß eines Werkstücks bzw. Bauteils vom jeweiligen Nennmaß (Null-Linie) abweichen. Außer Fertigungstoleranzen gibt es auch Form- und Lagetoleranzen, mit deren Hilfe die fertige Gestalt eines Werkstückes im Montage- oder Funktionszusammenhang toleriert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[Bild:dinlogo.jpg|thumb]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was sind Maßtoleranzen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir mal an, jemand erteilt einer Firma einen Fertigungsauftrag für 5.000 Schrauben. Diese sollen bitte alle mit einem Kreuz-Schlitz-Kopf mit 7,5mm Durchmesser gefertigt werden. Des weiteren müssen sie genau 72,3mm lang sein und das Gewinde eine Steigung von exakt 0,6mm pro Gewindegang aufweisen. Soweit das Geforderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kurzer Ausflug in die Wirtschaft:&lt;br /&gt;
Nun muss die beauftragte Firma eine Maschine mit entsprechenden Werkzeugen bestücken oder gar eine komplett neu konstruieren. Je genauer eine [[Maschine]] oder ein Werkzeug konstruiert wird, desto mehr Zeit und Geld beansprucht dieser Vorgang. Je genauer der Fabrikationsauftrag eingehalten werden muss, desto mehr Geld muss vom Auftraggeber an den Fabrikanten gezahlt werden, da dieser ja teilweise bedeutende Planungszeitunterschiede zu kompensieren hat. Auf Deutsch: Zeit ist Geld und Qualität hat eben ihren Preis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird vom Auftraggeber ein gewisser Spielraum gelassen, welchen es einzuhalten gilt. Die MAßTOLERANZ. Sie gibt zum Beispiel für den Schraubenkopf eine Toleranz von -02mm/+01mm an. Je enger diese Toleranz, desto teurer und zeitaufwändiger die Fertigung. Bei einer solchen Menge Schrauben die in kürzester Zeit hergestellt werden müssen bleibt keine Zeit alle Schrauben zu vermessen oder zu prüfen, daher muss so genau gefertigt werden, dass Abweichungen jeglicher Art immer noch innerhalb der Maßtoleranz liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[Bild:iso-logo.jpg|thumb]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wer hat sich das mit den Normen ausgedacht und warum? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit nicht jeder Auftraggeber seine eigenen Maßtoleranzen vergibt, was unweigerlich zu Problemen untereinander (Schraube X und Mutter Y passen nicht zusammen...) führen würde. Daher hat die deutsche (später europäische / weltweite) Wirtschaft sich auf bestimmte Maßtoleranzen für bestimmte Fertigungsverfahren oder Werkstücke geeinigt. Die NORMEN. Wenn nun ein Auftraggeber diese 50000 Schrauben in Auftrag gibt, werden keine mm-Angaben mehr übermittelt sondern einfach Normen. z.B.:&lt;br /&gt;
* 1.000 Schrauben 6x2,5 M8 (Metrisches Gewinde mit Durchmesser 8mm)&lt;br /&gt;
* 5.000 Schrauben 8x75 Whitworth&lt;br /&gt;
* 2.000 Schrauben 6x3,0 Trapezgewinde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese Gewinde sind mit Normen und Toleranzen versehen. So ergeben sich Bezeichnungen wie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-M8 nach [[DIN]] (Deutsches Institut für Normung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Zertifiziert nach ISO 9001 (International Organization for Standardization)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Nach [http://www.sae.org/servlets/index SAE]...(Society of automotive Engineers/USA)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[Bild:sae_logo.jpg|thumb]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben: ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.''' Finde heraus, welche Toleranzen sich hinter folgenden Normen verbergen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a. DIN ISO 286-1 IT12 (Nennmaßbereich 10mm - 18mm)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b. DIN ISO 286-2 H11 (Nennmaßbereich 180mm - 200mm)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.''' Was sagen diese Normen noch aus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Maßtoleranz Beispiel.jpg|right]]&lt;br /&gt;
'''3.''' Welche Toleranzmaße ergeben sich für eine Welle nach der abgebildeten Norm (siehe Bild rechts)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Tabellenbuch Metall, System Einheitswelle)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[Benutzer:U4-S.S.P.|U4-S.S.P.]] 13:31, 28. Nov 2005 (CET)&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[Maßtoleranzen: Lösung]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fahrzeugtechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernfeld 2: Demontieren, Instandsetzen und Montieren von fahrzeugtechnischen Baugruppen oder Systemen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lerngebiet 12.9: Produkte wirtschaftlich fertigen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

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		<id>http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Ma%C3%9Ftoleranzen&amp;diff=66868</id>
		<title>Maßtoleranzen</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{navi|Toleranzen|Normen}}&lt;br /&gt;
== Normen und Hintergründe von Maßtoleranzen ==&lt;br /&gt;
Fragen und Antworten zu Maßtoleranzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toleranz in der Technik; was heißt das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Toleranz bzw. &amp;quot;zulässige Abweichung&amp;quot; vom Nennmaß ist eine konstruktions- und fertigungsbedingte Maßgröße und bezeichnet die Differenz zwischen dem oberen und dem unteren Grenzmaß. Innerhalb der Toleranz darf das Istmaß eines Werkstücks bzw. Bauteils vom jeweiligen Nennmaß (Null-Linie) abweichen. Außer Fertigungstoleranzen gibt es auch Form- und Lagetoleranzen, mit deren Hilfe die fertige Gestalt eines Werkstückes im Montage- oder Funktionszusammenhang toleriert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[Bild:dinlogo.jpg|thumb]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was sind Maßtoleranzen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir mal an, jemand erteilt einer Firma einen Fertigungsauftrag für 5.000 Schrauben. Diese sollen bitte alle mit einem Kreuz-Schlitz-Kopf mit 7,5mm Durchmesser gefertigt werden. Des weiteren müssen sie genau 72,3mm lang sein und das Gewinde eine Steigung von exakt 0,6mm pro Gewindegang aufweisen. Soweit das Geforderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kurzer Ausflug in die Wirtschaft:&lt;br /&gt;
Nun muss die beauftragte Firma eine Maschine mit entsprechenden Werkzeugen bestücken oder gar eine komplett neu konstruieren. Je genauer eine [[Maschine]] oder ein Werkzeug konstruiert wird, desto mehr Zeit und Geld beansprucht dieser Vorgang. Je genauer der Fabrikationsauftrag eingehalten werden muss, desto mehr Geld muss vom Auftraggeber an den Fabrikanten gezahlt werden, da dieser ja teilweise bedeutende Planungszeitunterschiede zu kompensieren hat. Auf Deutsch: Zeit ist Geld und Qualität hat eben ihren Preis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird vom Auftraggeber ein gewisser Spielraum gelassen, welchen es einzuhalten gilt. Die MAßTOLERANZ. Sie gibt zum Beispiel für den Schraubenkopf eine Toleranz von -02mm/+01mm an. Je enger diese Toleranz, desto teurer und zeitaufwändiger die Fertigung. Bei einer solchen Menge Schrauben die in kürzester Zeit hergestellt werden müssen bleibt keine Zeit alle Schrauben zu vermessen oder zu prüfen, daher muss so genau gefertigt werden, dass Abweichungen jeglicher Art immer noch innerhalb der Maßtoleranz liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[Bild:iso-logo.jpg|thumb]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wer hat sich das mit den Normen ausgedacht und warum? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit nicht jeder Auftraggeber seine eigenen Maßtoleranzen vergibt, was unweigerlich zu Problemen untereinander (Schraube X und Mutter Y passen nicht zusammen...) führen würde. Daher hat die deutsche (später europäische / weltweite) Wirtschaft sich auf bestimmte Maßtoleranzen für bestimmte Fertigungsverfahren oder Werkstücke geeinigt. Die NORMEN. Wenn nun ein Auftraggeber diese 50000 Schrauben in Auftrag gibt, werden keine mm-Angaben mehr übermittelt sondern einfach Normen. z.B.:&lt;br /&gt;
* 1.000 Schrauben 6x2,5 M8 (Metrisches Gewinde mit Durchmesser 8mm)&lt;br /&gt;
* 5.000 Schrauben 8x75 Whitworth&lt;br /&gt;
* 2.000 Schrauben 6x3,0 Trapezgewinde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese Gewinde sind mit Normen mit Toleranzen versehen. So ergeben sich Bezeichnungen wie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-M8 nach [[DIN]] (Deutsches Institut für Normung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Zertifiziert nach ISO 9001 (International Organization for Standardization)etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Nach [http://www.sae.org/servlets/index SAE]...(Society of automotive Engineers/USA)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[Bild:sae_logo.jpg|thumb]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben: ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.''' Finde heraus, welche Toleranzen sich hinter folgenden Normen verbergen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a. DIN ISO 286-1 IT12 (Nennmaßbereich 10mm - 18mm)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b. DIN ISO 286-2 H11 (Nennmaßbereich 180mm - 200mm)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.''' Was sagen diese Normen noch aus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Maßtoleranz Beispiel.jpg|right]]&lt;br /&gt;
'''3.''' Welche Toleranzmaße ergeben sich für eine Welle nach der abgebildeten Norm (siehe Bild rechts)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Tabellenbuch Metall, System Einheitswelle)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[Benutzer:U4-S.S.P.|U4-S.S.P.]] 13:31, 28. Nov 2005 (CET)&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[Maßtoleranzen: Lösung]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fahrzeugtechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernfeld 2: Demontieren, Instandsetzen und Montieren von fahrzeugtechnischen Baugruppen oder Systemen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lerngebiet 12.9: Produkte wirtschaftlich fertigen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=66213</id>
		<title>Sintern</title>
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				<updated>2013-10-25T18:04:16Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color: gray&amp;quot;&amp;gt;'''Hallo {{Currentuser}}, ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen dieser Seite...'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Heute}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Gesintertes Eisenerz.JPG|thumb|400px|Gesintertes Eisenerz]]&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Sintern gehört zu dem Fertigungsverfahren Urformen. Es dient zur Herstellung oder Veränderung von Stoffen bzw. Werkstoffen. Hierbei werden feinkörnige, keramische oder metallische Stoffe oft unter erhöhtem Druck erhitzt. Um die Gestalt (Form) des Werkstückes beizubehalten, bleiben die entstandenen Temperaturen unterhalb der Schmelztemperatur der Hauptkomponenten. In der Regel kommt es zu einer Schwindung, da es zu einer Verdichtung der Partikel des Ausgangsmaterials kommt und die Porenräume aufgefüllt werden. Aus einem fein- oder grobkörnigen, ungebrannten Rohling entsteht durch die Temperaturbehandlung des Sinterns ein festes Werkstück, das in einem vorangegangenen Prozessschritt, beispielsweise mittels [[Extrusion]], geformt wurde. Erst durch diese Temperaturbehandlung erhält das Sintererzeugnis seine endgültigen Eigenschaften, wie [[Härte]], [[Festigkeit]] oder Temperaturleitfähigkeit, die im jeweiligen Einsatz erforderlich sind.&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vorteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zusammenbringen von Ausgangsstoffen, die sich auf andere Weise nur sehr schwer oder gar nicht zu einem neuen Werkstoff verbinden lassen&lt;br /&gt;
* hohe Materialausnutzung&lt;br /&gt;
* hohe Maß- und Formgenauigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Nachteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* vereinzelt kann durch Porosität reduzierte Festigkeit entstehen&lt;br /&gt;
* höhere Kosten für Pulver und Pulvergemische&lt;br /&gt;
* Einschränkungen in der Formgebung (Hinterschneidungen, [[Gewinde]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sintervorgang ==&lt;br /&gt;
Der Sintervorgang lässt sich in drei Phasen unterteilen, die sich aber in der Praxis nicht von einander trennen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Anfangsphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anfangsphase ist die Sichtbarkeit der ursprünglichen Teilchen noch gegeben. Durch Brückenbildung und Kornwachstum entsteht zwischen den Pulverteilchen der erste Zusammenhalt. Es erfolgt eine geringe Schwindung und es kommt zur Verdichtung des Rohlings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Mittlere Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zusammenhängender Porenraum wird erschaffen und die Erkennbarkeit der einzelnen Teilchen lässt nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Spätphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätphase kommt es dann zur Festigkeit der Sinterkörper, da der Porenraum verringert und in zunehmendem Maße von außen zugänglich wird (geschlossene Poren). Es erfolgt eine vollständige Verdichtung der Pulverpartikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine sehr hohe Maßgenauigkeit erforderlich ist, erfolgt in manchen Fällen nach dem letzten Vorgang noch ein Kalibrieren des Werkstückes, da sie nicht durch reines Sintern erreicht wird, aufgrund des nicht exakt berechenbaren Volumenverlustes. Dies erfolgt, durch nochmalige Pressung des quasi fertigen Werkstückes in eine Form, unter hohem Druck. Somit ist eine hohe Maßhaltigkeit gewährleistet.&lt;br /&gt;
== Pressarten ==&lt;br /&gt;
=== ''Trockenpressen'' ===&lt;br /&gt;
Mit einem Wassergehalt des Rohstoffes weniger als 7 %, eignet sich das Trockenpressen vor allem zur Herstellung großer Stückzahlen (Serienfertigung), da die entsprechenden Formwerkzeuge sehr teuer sind. Zu den Vorteilen dieser Pressart gehören gute Reproduzierbarkeit (Wiederholbarkeit), hohe Maßgenauigkeit und ein automatischer Prozessablauf. Nachteile sind die aufwändige Pulveraufbereitung. Hinzu kommt, dass Unterschiede in der Dichte des Formteils entstehen können bzw. Lunker (Hohlräume) und Einschränkungen in der zu fertigenden Bauteilgeometrie.&lt;br /&gt;
=== ''Feuchtpressen'' ===&lt;br /&gt;
Bei diesem Pressvorgang entsteht eine geringere Festigkeit des Formteiles, aber eine gleichmäßigere Dichteverteilung als beim Trockenpressen. Somit eignet sich das Feuchtpressen auch für komplizierte Geometrien. Jedoch ist bei einem Wassergehalt des Rohstoffes von über 12 % eine Trocknung des Rohlings erforderlich.&lt;br /&gt;
=== ''Isostatisches Pressen'' ===&lt;br /&gt;
Dieses Pressen eignet sich sehr gut für kleine Teile mit gleichmäßiger Verdichtung, anspruchsvolle Prototypen und Kleinserienfertigung, da in alle Richtungen gleich großer Pressdruck herrscht.&lt;br /&gt;
=== ''Uniaxiales Pressen'' ===&lt;br /&gt;
Diese Methode wird zur Herstellung plattenförmiger Körper verwendet und hat sich zu einem großserientauglichen Verfahren entwickelt. Anders als beim isostatischen Pressen wird der Pressdruck nur in eine Richtung auf den Körper ausgeübt. Öle und Wachse als Presshilfsmittel verbessern hierbei die Verdichtbarkeit und Gleitfähigkeit des Pulvers. Bei einem zu hohen Pressdruck kann es beim Herauslösen des Rohlings zu lokalen Zugspannungen kommen, die Risse im Rohling beim Erreichen des Gleichgewichtszustandes bilden können.&lt;br /&gt;
== Erzeugnisse/Endprodukte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aluminiumschaum.jpg|thumb|150px|Aluminiumschaum]]&lt;br /&gt;
Die Sintertechnik wird in vielen Bereichen genutzt. Viele Materialien lassen sich durch Sintern verformen, obwohl sie zunächst keine Formgebung zuzulassen scheinen. Die Technik eignet sich vor allem zur Großserienfertigung metallischer Form- und Fertigteilen aus Keramik (sowohl technischer als auch mineralischer Form), pulverförmigen Metallen und [[Kunststoffe|Kunststoffen]]. Außerdem kommt sie in der Automobilindustrie (z.B. bei der Herstellung von Lagern, Bauteilen für Motoren und Getriebe), sowie in der Zahntechnik und bei der Werkzeugherstellung zum Einsatz. Darüber hinaus ist das Sintern im Bereich der Nanotechnologie zu finden. Es können auch Hohlkugelstrukturen (Metallschäume) durch Sintern metallpulverbeschichteter Styroporkügelchen hergestellt werden. Sie finden z.B. in der Akustik zur Schallabsorption (Schalldämpfung) Verwendung. Die Bereiche der Anwendungsmöglichkeiten von Sinterformteilen erweitern sich ständig durch die Entwicklung und Optimierung neuer Metallpulver.&lt;br /&gt;
== Spezialverfahren ==&lt;br /&gt;
=== ''Spark Plasma Sintering (SPS)'' ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spark Plasma Sintering (SPS).png|thumb|150px|Vorgang des SPS-Verfahrens]]&lt;br /&gt;
Unter Verwendung pulsierenden Gleichstroms im Bereich einiger Kiloampere und niedriger Spannung eignet sich das SPS-Verfahren besonders zur Kompaktierung von Materialkombinationen, die sich mit herkömmlichen Sinterverfahren nicht erreichen lassen. &lt;br /&gt;
Zunächst wird das Materialpulver in einen hohlzylinderartigen Graphittiegel gefüllt und durch zwei Graphitstempel, welche dem Tiegel angepasst sind, vorverdichtet. Nun wird der Tiegel in die SPS-Maschine eingebaut und der Sintervorgang kann unter Vakuum oder Schutzgas erfolgen. Dadurch, dass Gleichstrom durch das Pulver geleitet wird, entsteht durch den Widerstand Wärmeleistung und das Pulver heizt sich von innen auf, bis die Partikel miteinander verschmelzen. Vorteile dieses Verfahrens sind kurze Prozesszeiten im Bereich unter 30 Minuten, sowie der Einsatz in der Nanotechnologie und diese dann auf makroskopischer Skala zu übertragen. Dies eröffnet neue Möglichkeiten in der Material- und Energietechnik.&lt;br /&gt;
===  ''Selektives Lasersintern (SLS)'' ===&lt;br /&gt;
[[Datei:3D Drucker.jpg|left|thumb|150px|3D Drucker]]&lt;br /&gt;
Das Lasersintern, das zum 3D-Druck-Verfahren gehört, ermöglicht eine sehr freie Formgebung für das Werkstück, da der pulverförmige Ausgangsstoff in Schichten aufgetragen wird, das sogenannte &amp;quot; Slicen &amp;quot; mittels vorliegender CAD-Daten des Bauteils. Durch die Laserstrahlen können dreidimensionale Geometrien erzeugt werden, die sogar Hinterschneidungen am Formteil zulassen. Aufgrund des hohen maschinellen Aufwandes entstehen Prozesszeiten die von Stunden bishin zu Tagen (Abhängig von der Genauigkeitsanforderung) reichen. Das Verfahren eignet sich für kleine Stückzahlen komplizierter Teile und Prototypen. Als Laser kommen zum Einsatz CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Laser, Nd:YAG-Laser oder ein Faserlaser.&lt;br /&gt;
[[Datei:Selektives Lasersintern (SLS).jpg|thumb|200px|Vorgang des SLS-Verfahrens]]&lt;br /&gt;
Beim Vorgang wird das Pulver vollflächig in einer Dicke von 0,001 bis 0,02 mm auf eine Bauplattform mit Hilfe einer Rakel (Abstreichholz) aufgetragen. Durch Ansteuern des Laserstrahls werden die Pulverschichten schrittweise in vertikaler Richtung, anhand der Konturen des Bauteils, in das Pulverbett gesintert. Die Pulverzufuhr erfolgt dadurch, dass eine Pulverplattform angehoben wird. Zum Schluss wird die Bauplattform leicht abgesenkt und eine neue Schicht aufgetragen bis der entsprechende Rohling entsteht.&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Schatt, W.: ''Sintervorgänge - Grundlagen'' (VDI Verlag, Düsseldorf 1992)&lt;br /&gt;
* Exner, H.E.: ''Grundlagen von Sintervorgängen'' (Bornträger, Berlin/Stuttgart 1978)&lt;br /&gt;
* Schatt, W.; Wieters, K.-P.; Kieback, B.: ''Pulvermetallurgie'' (Springer Verlag, Berlin/Heidelberg 2007)&lt;br /&gt;
* Fischer, U.; Gomeringer R.; u.a.: ''Tabellenbuch Metall'' 45. Auflage (Verlag Europa Lehrmittel, Haan-Gruiten 2011)&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://www.ikts.fraunhofer.de/de/forschungsfelder/sinterncharakterisierung/waermebehandlung/sintern.html&lt;br /&gt;
* http://www.hs-pforzheim.de/De-de/Technik/Maschinenbau/laborbereiche/fertigungstechnik/verfahren_fertigung/Seiten/Beschreibung_Sintern.aspx&lt;br /&gt;
* http://www.ifam.fraunhofer.de/de/Dresden/technologien/Formgebung/spark_plasma_sinteranlage.html&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* http://www.sintern.org/&lt;br /&gt;
* http://de.wikipedia.org/wiki/Sintern&lt;br /&gt;
* http://www.substech.com/dokuwiki/doku.php?id=spark_plasma_sintering&lt;br /&gt;
* Eigenkenntnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--Marc Schröder 20:04, 19. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Fertigungstechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=66210</id>
		<title>Sintern</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=66210"/>
				<updated>2013-10-25T14:35:50Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color: gray&amp;quot;&amp;gt;'''Hallo {{Currentuser}}, ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen dieser Seite...'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Gesintertes Eisenerz.JPG|thumb|400px|Gesintertes Eisenerz]]&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Sintern gehört zu dem Fertigungsverfahren Urformen. Es dient zur Herstellung oder Veränderung von Stoffen bzw. Werkstoffen. Hierbei werden feinkörnige, keramische oder metallische Stoffe oft unter erhöhtem Druck erhitzt. Um die Gestalt (Form) des Werkstückes beizubehalten, bleiben die entstandenen Temperaturen unterhalb der Schmelztemperatur der Hauptkomponenten. In der Regel kommt es zu einer Schwindung, da es zu einer Verdichtung der Partikel des Ausgangsmaterials kommt und die Porenräume aufgefüllt werden. Aus einem fein- oder grobkörnigen, ungebrannten Rohling entsteht durch die Temperaturbehandlung des Sinterns ein festes Werkstück, das in einem vorangegangenen Prozessschritt, beispielsweise mittels [[Extrusion]], geformt wurde. Erst durch diese Temperaturbehandlung erhält das Sintererzeugnis seine endgültigen Eigenschaften, wie [[Härte]], [[Festigkeit]] oder Temperaturleitfähigkeit, die im jeweiligen Einsatz erforderlich sind.&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vorteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zusammenbringen von Ausgangsstoffen, die sich auf andere Weise nur sehr schwer oder gar nicht zu einem neuen Werkstoff verbinden lassen&lt;br /&gt;
* hohe Materialausnutzung&lt;br /&gt;
* hohe Maß- und Formgenauigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Nachteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* vereinzelt kann durch Porosität reduzierte Festigkeit entstehen&lt;br /&gt;
* höhere Kosten für Pulver und Pulvergemische&lt;br /&gt;
* Einschränkungen in der Formgebung (Hinterschneidungen, [[Gewinde]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sintervorgang ==&lt;br /&gt;
Der Sintervorgang lässt sich in drei Phasen unterteilen, die sich aber in der Praxis nicht von einander trennen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Anfangsphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anfangsphase ist die Sichtbarkeit der ursprünglichen Teilchen noch gegeben. Durch Brückenbildung und Kornwachstum entsteht zwischen den Pulverteilchen der erste Zusammenhalt. Es erfolgt eine geringe Schwindung und es kommt zur Verdichtung des Rohlings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Mittlere Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zusammenhängender Porenraum wird erschaffen und die Erkennbarkeit der einzelnen Teilchen lässt nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Spätphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätphase kommt es dann zur Festigkeit der Sinterkörper, da der Porenraum verringert und in zunehmendem Maße von außen zugänglich wird (geschlossene Poren). Es erfolgt eine vollständige Verdichtung der Pulverpartikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine sehr hohe Maßgenauigkeit erforderlich ist, erfolgt in manchen Fällen nach dem letzten Vorgang noch ein Kalibrieren des Werkstückes, da sie nicht durch reines Sintern erreicht wird, aufgrund des nicht exakt berechenbaren Volumenverlustes. Dies erfolgt, durch nochmalige Pressung des quasi fertigen Werkstückes in eine Form, unter hohem Druck. Somit ist eine hohe Maßhaltigkeit gewährleistet.&lt;br /&gt;
== Pressarten ==&lt;br /&gt;
=== ''Trockenpressen'' ===&lt;br /&gt;
Mit einem Wassergehalt des Rohstoffes weniger als 7 %, eignet sich das Trockenpressen vor allem zur Herstellung großer Stückzahlen (Serienfertigung), da die entsprechenden Formwerkzeuge sehr teuer sind. Zu den Vorteilen dieser Pressart gehören gute Reproduzierbarkeit (Wiederholbarkeit), hohe Maßgenauigkeit und ein automatischer Prozessablauf. Nachteile sind die aufwändige Pulveraufbereitung. Hinzu kommt, dass Unterschiede in der Dichte des Formteils entstehen können bzw. Lunker (Hohlräume) und Einschränkungen in der zu fertigenden Bauteilgeometrie.&lt;br /&gt;
=== ''Feuchtpressen'' ===&lt;br /&gt;
Bei diesem Pressvorgang entsteht eine geringere Festigkeit des Formteiles, aber eine gleichmäßigere Dichteverteilung als beim Trockenpressen. Somit eignet sich das Feuchtpressen auch für komplizierte Geometrien. Jedoch ist bei einem Wassergehalt des Rohstoffes von über 12 % eine Trocknung des Rohlings erforderlich.&lt;br /&gt;
=== ''Isostatisches Pressen'' ===&lt;br /&gt;
Dieses Pressen eignet sich sehr gut für kleine Teile mit gleichmäßiger Verdichtung, anspruchsvolle Prototypen und Kleinserienfertigung, da in alle Richtungen gleich großer Pressdruck herrscht.&lt;br /&gt;
=== ''Uniaxiales Pressen'' ===&lt;br /&gt;
Diese Methode wird zur Herstellung plattenförmiger Körper verwendet und hat sich zu einem großserientauglichen Verfahren entwickelt. Anders als beim isostatischen Pressen wird der Pressdruck nur in eine Richtung auf den Körper ausgeübt. Öle und Wachse als Presshilfsmittel verbessern hierbei die Verdichtbarkeit und Gleitfähigkeit des Pulvers. Bei einem zu hohen Pressdruck kann es beim Herauslösen des Rohlings zu lokalen Zugspannungen kommen, die Risse im Rohling beim Erreichen des Gleichgewichtszustandes bilden können.&lt;br /&gt;
== Erzeugnisse/Endprodukte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aluminiumschaum.jpg|thumb|150px|Aluminiumschaum]]&lt;br /&gt;
Die Sintertechnik wird in vielen Bereichen genutzt. Viele Materialien lassen sich durch Sintern verformen, obwohl sie zunächst keine Formgebung zuzulassen scheinen. Die Technik eignet sich vor allem zur Großserienfertigung metallischer Form- und Fertigteilen aus Keramik (sowohl technischer als auch mineralischer Form), pulverförmigen Metallen und [[Kunststoffe|Kunststoffen]]. Außerdem kommt sie in der Automobilindustrie (z.B. bei der Herstellung von Lagern, Bauteilen für Motoren und Getriebe), sowie in der Zahntechnik und bei der Werkzeugherstellung zum Einsatz. Darüber hinaus ist das Sintern im Bereich der Nanotechnologie zu finden. Es können auch Hohlkugelstrukturen (Metallschäume) durch Sintern metallpulverbeschichteter Styroporkügelchen hergestellt werden. Sie finden z.B. in der Akustik zur Schallabsorption (Schalldämpfung) Verwendung. Die Bereiche der Anwendungsmöglichkeiten von Sinterformteilen erweitern sich ständig durch die Entwicklung und Optimierung neuer Metallpulver.&lt;br /&gt;
== Spezialverfahren ==&lt;br /&gt;
=== ''Spark Plasma Sintering (SPS)'' ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spark Plasma Sintering (SPS).png|thumb|150px|Vorgang des SPS-Verfahrens]]&lt;br /&gt;
Unter Verwendung pulsierenden Gleichstroms im Bereich einiger Kiloampere und niedriger Spannung eignet sich das SPS-Verfahren besonders zur Kompaktierung von Materialkombinationen, die sich mit herkömmlichen Sinterverfahren nicht erreichen lassen. &lt;br /&gt;
Zunächst wird das Materialpulver in einen hohlzylinderartigen Graphittiegel gefüllt und durch zwei Graphitstempel, welche dem Tiegel angepasst sind, vorverdichtet. Nun wird der Tiegel in die SPS-Maschine eingebaut und der Sintervorgang kann unter Vakuum oder Schutzgas erfolgen. Dadurch, dass Gleichstrom durch das Pulver geleitet wird, entsteht durch den Widerstand Wärmeleistung und das Pulver heizt sich von innen auf, bis die Partikel miteinander verschmelzen. Vorteile dieses Verfahrens sind kurze Prozesszeiten im Bereich unter 30 Minuten, sowie der Einsatz in der Nanotechnologie und diese dann auf makroskopischer Skala zu übertragen. Dies eröffnet neue Möglichkeiten in der Material- und Energietechnik.&lt;br /&gt;
===  ''Selektives Lasersintern (SLS)'' ===&lt;br /&gt;
[[Datei:3D Drucker.jpg|left|thumb|150px|3D Drucker]]&lt;br /&gt;
Das Lasersintern, das zum 3D-Druck-Verfahren gehört, ermöglicht eine sehr freie Formgebung für das Werkstück, da der pulverförmige Ausgangsstoff in Schichten aufgetragen wird, das sogenannte &amp;quot; Slicen &amp;quot; mittels vorliegender CAD-Daten des Bauteils. Durch die Laserstrahlen können dreidimensionale Geometrien erzeugt werden, die sogar Hinterschneidungen am Formteil zulassen. Aufgrund des hohen maschinellen Aufwandes entstehen Prozesszeiten die von Stunden bishin zu Tagen (Abhängig von der Genauigkeitsanforderung) reichen. Das Verfahren eignet sich für kleine Stückzahlen komplizierter Teile und Prototypen. Als Laser kommen zum Einsatz CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Laser, Nd:YAG-Laser oder ein Faserlaser.&lt;br /&gt;
[[Datei:Selektives Lasersintern (SLS).jpg|thumb|200px|Vorgang des SLS-Verfahrens]]&lt;br /&gt;
Beim Vorgang wird das Pulver vollflächig in einer Dicke von 0,001 bis 0,02 mm auf eine Bauplattform mit Hilfe einer Rakel (Abstreichholz) aufgetragen. Durch Ansteuern des Laserstrahls werden die Pulverschichten schrittweise in vertikaler Richtung, anhand der Konturen des Bauteils, in das Pulverbett gesintert. Die Pulverzufuhr erfolgt dadurch, dass eine Pulverplattform angehoben wird. Zum Schluss wird die Bauplattform leicht abgesenkt und eine neue Schicht aufgetragen bis der entsprechende Rohling entsteht.&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Schatt, W.: ''Sintervorgänge - Grundlagen'' (VDI Verlag, Düsseldorf 1992)&lt;br /&gt;
* Exner, H.E.: ''Grundlagen von Sintervorgängen'' (Bornträger, Berlin/Stuttgart 1978)&lt;br /&gt;
* Schatt, W.; Wieters, K.-P.; Kieback, B.: ''Pulvermetallurgie'' (Springer Verlag, Berlin/Heidelberg 2007)&lt;br /&gt;
* Fischer, U.; Gomeringer R.; u.a.: ''Tabellenbuch Metall'' 45. Auflage (Verlag Europa Lehrmittel, Haan-Gruiten 2011)&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://www.ikts.fraunhofer.de/de/forschungsfelder/sinterncharakterisierung/waermebehandlung/sintern.html&lt;br /&gt;
* http://www.hs-pforzheim.de/De-de/Technik/Maschinenbau/laborbereiche/fertigungstechnik/verfahren_fertigung/Seiten/Beschreibung_Sintern.aspx&lt;br /&gt;
* http://www.ifam.fraunhofer.de/de/Dresden/technologien/Formgebung/spark_plasma_sinteranlage.html&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* http://www.sintern.org/&lt;br /&gt;
* http://de.wikipedia.org/wiki/Sintern&lt;br /&gt;
* http://www.substech.com/dokuwiki/doku.php?id=spark_plasma_sintering&lt;br /&gt;
* Eigenkenntnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--Marc Schröder 20:04, 19. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Fertigungstechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Schutzgasschwei%C3%9Fen&amp;diff=66209</id>
		<title>Schutzgasschweißen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Schutzgasschwei%C3%9Fen&amp;diff=66209"/>
				<updated>2013-10-25T14:24:37Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Kontrolliert von Niels                            &lt;br /&gt;
Die Vorteile vom Schutzgasschweißen sind, dass man sehr schnell schweißen kann. Der Aufbau und der Schweißvorgang: Der Lichtbogen brennt zwischen der abschmelzenden Drahtelektrode und dem Werkstück. Die Drahtelektrode ist auf einer Drahtspule aufgewickelt und wird mit dem Drahtvorschubmotor durch einen biegsamen Schlauch im Schlauchpaket, dem Schweißbrenner zugeführt. In dem Schlauch befindet sich der Schweißdraht, das Schutzgas (Co2) und der + Pol. Den - Pol schließt man an das Werkstück an und dann kann es losgehen.&lt;br /&gt;
Um auf dem Metall schweißen zu können, muss das Werkstück von Schmutz oder Lackresten befreit werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://www.sk-hameln.de/sc06.jpg&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Fertigungstechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=66109</id>
		<title>Sintern</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=66109"/>
				<updated>2013-10-23T16:13:27Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Gesintertes Eisenerz.JPG|thumb|400px|Gesintertes Eisenerz]]&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Sintern gehört zu dem Fertigungsverfahren Urformen. Es dient zur Herstellung oder Veränderung von Stoffen bzw. Werkstoffen. Hierbei werden feinkörnige, keramische oder metallische Stoffe oft unter erhöhtem Druck erhitzt. Um die Gestalt (Form) des Werkstückes beizubehalten, bleiben die entstandenen Temperaturen unterhalb der Schmelztemperatur der Hauptkomponenten. In der Regel kommt es zu einer Schwindung, da es zu einer Verdichtung der Partikel des Ausgangsmaterials kommt und die Porenräume aufgefüllt werden. Aus einem fein- oder grobkörnigen, ungebrannten Rohling entsteht durch die Temperaturbehandlung des Sinterns ein festes Werkstück, das in einem vorangegangenen Prozessschritt, beispielsweise mittels [[Extrusion]], geformt wurde. Erst durch diese Temperaturbehandlung erhält das Sintererzeugnis seine endgültigen Eigenschaften, wie [[Härte]], [[Festigkeit]] oder Temperaturleitfähigkeit, die im jeweiligen Einsatz erforderlich sind.&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vorteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zusammenbringen von Ausgangsstoffen, die sich auf andere Weise nur sehr schwer oder gar nicht zu einem neuen Werkstoff verbinden lassen&lt;br /&gt;
* hohe Materialausnutzung&lt;br /&gt;
* hohe Maß- und Formgenauigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Nachteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* vereinzelt kann durch Porosität reduzierte Festigkeit entstehen&lt;br /&gt;
* höhere Kosten für Pulver und Pulvergemische&lt;br /&gt;
* Einschränkungen in der Formgebung (Hinterschneidungen, [[Gewinde]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sintervorgang ==&lt;br /&gt;
Der Sintervorgang lässt sich in drei Phasen unterteilen, die sich aber in der Praxis nicht von einander trennen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Anfangsphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anfangsphase ist die Sichtbarkeit der ursprünglichen Teilchen noch gegeben. Durch Brückenbildung und Kornwachstum entsteht zwischen den Pulverteilchen der erste Zusammenhalt. Es erfolgt eine geringe Schwindung und es kommt zur Verdichtung des Rohlings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Mittlere Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zusammenhängender Porenraum wird erschaffen und die Erkennbarkeit der einzelnen Teilchen lässt nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Spätphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätphase kommt es dann zur Festigkeit der Sinterkörper, da der Porenraum verringert und in zunehmendem Maße von außen zugänglich wird (geschlossene Poren). Es erfolgt eine vollständige Verdichtung der Pulverpartikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine sehr hohe Maßgenauigkeit erforderlich ist, erfolgt in manchen Fällen nach dem letzten Vorgang noch ein Kalibrieren des Werkstückes, da sie nicht durch reines Sintern erreicht wird, aufgrund des nicht exakt berechenbaren Volumenverlustes. Dies erfolgt, durch nochmalige Pressung des quasi fertigen Werkstückes in eine Form, unter hohem Druck. Somit ist eine hohe Maßhaltigkeit gewährleistet.&lt;br /&gt;
== Pressarten ==&lt;br /&gt;
=== ''Trockenpressen'' ===&lt;br /&gt;
Mit einem Wassergehalt des Rohstoffes weniger als 7 %, eignet sich das Trockenpressen vor allem zur Herstellung großer Stückzahlen (Serienfertigung), da die entsprechenden Formwerkzeuge sehr teuer sind. Zu den Vorteilen dieser Pressart gehören gute Reproduzierbarkeit (Wiederholbarkeit), hohe Maßgenauigkeit und ein automatischer Prozessablauf. Nachteile sind die aufwändige Pulveraufbereitung. Hinzu kommt, dass Unterschiede in der Dichte des Formteils entstehen können bzw. Lunker (Hohlräume) und Einschränkungen in der zu fertigenden Bauteilgeometrie.&lt;br /&gt;
=== ''Feuchtpressen'' ===&lt;br /&gt;
Bei diesem Pressvorgang entsteht eine geringere Festigkeit des Formteiles, aber eine gleichmäßigere Dichteverteilung als beim Trockenpressen. Somit eignet sich das Feuchtpressen auch für komplizierte Geometrien. Jedoch ist bei einem Wassergehalt des Rohstoffes von über 12 % eine Trocknung des Rohlings erforderlich.&lt;br /&gt;
=== ''Isostatisches Pressen'' ===&lt;br /&gt;
Dieses Pressen eignet sich sehr gut für kleine Teile mit gleichmäßiger Verdichtung, anspruchsvolle Prototypen und Kleinserienfertigung, da in alle Richtungen gleich großer Pressdruck herrscht.&lt;br /&gt;
=== ''Uniaxiales Pressen'' ===&lt;br /&gt;
Diese Methode wird zur Herstellung plattenförmiger Körper verwendet und hat sich zu einem großserientauglichen Verfahren entwickelt. Anders als beim isostatischen Pressen wird der Pressdruck nur in eine Richtung auf den Körper ausgeübt. Öle und Wachse als Presshilfsmittel verbessern hierbei die Verdichtbarkeit und Gleitfähigkeit des Pulvers. Bei einem zu hohen Pressdruck kann es beim Herauslösen des Rohlings zu lokalen Zugspannungen kommen, die Risse im Rohling beim Erreichen des Gleichgewichtszustandes bilden können.&lt;br /&gt;
== Erzeugnisse/Endprodukte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aluminiumschaum.jpg|thumb|150px|Aluminiumschaum]]&lt;br /&gt;
Die Sintertechnik wird in vielen Bereichen genutzt. Viele Materialien lassen sich durch Sintern verformen, obwohl sie zunächst keine Formgebung zuzulassen scheinen. Die Technik eignet sich vor allem zur Großserienfertigung metallischer Form- und Fertigteilen aus Keramik (sowohl technischer als auch mineralischer Form), pulverförmigen Metallen und [[Kunststoffe|Kunststoffen]]. Außerdem kommt sie in der Automobilindustrie (z.B. bei der Herstellung von Lagern, Bauteilen für Motoren und Getriebe), sowie in der Zahntechnik und bei der Werkzeugherstellung zum Einsatz. Darüber hinaus ist das Sintern im Bereich der Nanotechnologie zu finden. Es können auch Hohlkugelstrukturen (Metallschäume) durch Sintern metallpulverbeschichteter Styroporkügelchen hergestellt werden. Sie finden z.B. in der Akustik zur Schallabsorption (Schalldämpfung) Verwendung. Die Bereiche der Anwendungsmöglichkeiten von Sinterformteilen erweitern sich ständig durch die Entwicklung und Optimierung neuer Metallpulver.&lt;br /&gt;
== Spezialverfahren ==&lt;br /&gt;
=== ''Spark Plasma Sintering (SPS)'' ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spark Plasma Sintering (SPS).png|thumb|150px|Vorgang des SPS-Verfahrens]]&lt;br /&gt;
Unter Verwendung pulsierenden Gleichstroms im Bereich einiger Kiloampere und niedriger Spannung eignet sich das SPS-Verfahren besonders zur Kompaktierung von Materialkombinationen, die sich mit herkömmlichen Sinterverfahren nicht erreichen lassen. &lt;br /&gt;
Zunächst wird das Materialpulver in einen hohlzylinderartigen Graphittiegel gefüllt und durch zwei Graphitstempel, welche dem Tiegel angepasst sind, vorverdichtet. Nun wird der Tiegel in die SPS-Maschine eingebaut und der Sintervorgang kann unter Vakuum oder Schutzgas erfolgen. Dadurch, dass Gleichstrom durch das Pulver geleitet wird, entsteht durch den Widerstand Wärmeleistung und das Pulver heizt sich von innen auf, bis die Partikel miteinander verschmelzen. Vorteile dieses Verfahrens sind kurze Prozesszeiten im Bereich unter 30 Minuten, sowie der Einsatz in der Nanotechnologie und diese dann auf makroskopischer Skala zu übertragen. Dies eröffnet neue Möglichkeiten in der Material- und Energietechnik.&lt;br /&gt;
===  ''Selektives Lasersintern (SLS)'' ===&lt;br /&gt;
[[Datei:3D Drucker.jpg|left|thumb|150px|3D Drucker]]&lt;br /&gt;
Das Lasersintern, das zum 3D-Druck-Verfahren gehört, ermöglicht eine sehr freie Formgebung für das Werkstück, da der pulverförmige Ausgangsstoff in Schichten aufgetragen wird, das sogenannte &amp;quot; Slicen &amp;quot; mittels vorliegender CAD-Daten des Bauteils. Durch die Laserstrahlen können dreidimensionale Geometrien erzeugt werden, die sogar Hinterschneidungen am Formteil zulassen. Aufgrund des hohen maschinellen Aufwandes entstehen Prozesszeiten die von Stunden bishin zu Tagen (Abhängig von der Genauigkeitsanforderung) reichen. Das Verfahren eignet sich für kleine Stückzahlen komplizierter Teile und Prototypen. Als Laser kommen zum Einsatz CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Laser, Nd:YAG-Laser oder ein Faserlaser.&lt;br /&gt;
[[Datei:Selektives Lasersintern (SLS).jpg|thumb|200px|Vorgang des SLS-Verfahrens]]&lt;br /&gt;
Beim Vorgang wird das Pulver vollflächig in einer Dicke von 0,001 bis 0,02 mm auf eine Bauplattform mit Hilfe einer Rakel (Abstreichholz) aufgetragen. Durch Ansteuern des Laserstrahls werden die Pulverschichten schrittweise in vertikaler Richtung, anhand der Konturen des Bauteils, in das Pulverbett gesintert. Die Pulverzufuhr erfolgt dadurch, dass eine Pulverplattform angehoben wird. Zum Schluss wird die Bauplattform leicht abgesenkt und eine neue Schicht aufgetragen bis der entsprechende Rohling entsteht.&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Schatt, W.: ''Sintervorgänge - Grundlagen'' (VDI Verlag, Düsseldorf 1992)&lt;br /&gt;
* Exner, H.E.: ''Grundlagen von Sintervorgängen'' (Bornträger, Berlin/Stuttgart 1978)&lt;br /&gt;
* Schatt, W.; Wieters, K.-P.; Kieback, B.: ''Pulvermetallurgie'' (Springer Verlag, Berlin/Heidelberg 2007)&lt;br /&gt;
* Fischer, U.; Gomeringer R.; u.a.: ''Tabellenbuch Metall'' 45. Auflage (Verlag Europa Lehrmittel, Haan-Gruiten 2011)&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://www.ikts.fraunhofer.de/de/forschungsfelder/sinterncharakterisierung/waermebehandlung/sintern.html&lt;br /&gt;
* http://www.hs-pforzheim.de/De-de/Technik/Maschinenbau/laborbereiche/fertigungstechnik/verfahren_fertigung/Seiten/Beschreibung_Sintern.aspx&lt;br /&gt;
* http://www.ifam.fraunhofer.de/de/Dresden/technologien/Formgebung/spark_plasma_sinteranlage.html&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* http://www.sintern.org/&lt;br /&gt;
* http://de.wikipedia.org/wiki/Sintern&lt;br /&gt;
* http://www.substech.com/dokuwiki/doku.php?id=spark_plasma_sintering&lt;br /&gt;
* Eigenkenntnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--Marc Schröder 20:04, 19. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Fertigungstechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=65958</id>
		<title>Sintern</title>
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				<updated>2013-10-20T15:14:06Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Gesintertes Eisenerz.JPG|thumb|400px|Gesintertes Eisenerz]]&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Sintern gehört zu dem Fertigungsverfahren Urformen. Es dient zur Herstellung oder Veränderung von Stoffen bzw. Werkstoffen. Hierbei werden feinkörnige, keramische oder metallische Stoffe oft unter erhöhtem Druck erhitzt. Um die Gestalt (Form) des Werkstückes beizubehalten, bleiben die entstandenen Temperaturen unterhalb der Schmelztemperatur der Hauptkomponenten. In der Regel kommt es zu einer Schwindung, da es zu einer Verdichtung der Partikel des Ausgangsmaterials kommt und die Porenräume aufgefüllt werden. Aus einem fein- oder grobkörnigen, ungebrannten Rohling entsteht durch die Temperaturbehandlung des Sinterns ein festes Werkstück, das in einem vorangegangenen Prozessschritt, beispielsweise mittels [[Extrusion]], geformt wurde. Erst durch diese Temperaturbehandlung erhält das Sintererzeugnis seine endgültigen Eigenschaften, wie [[Härte]], [[Festigkeit]] oder Temperaturleitfähigkeit, die im jeweiligen Einsatz erforderlich sind.&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vorteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zusammenbringen von Ausgangsstoffen, die sich auf andere Weise nur sehr schwer oder gar nicht zu einem neuen Werkstoff verbinden lassen&lt;br /&gt;
* hohe Materialausnutzung&lt;br /&gt;
* hohe Maß- und Formgenauigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Nachteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* vereinzelt kann durch Porosität reduzierte Festigkeit entstehen&lt;br /&gt;
* höhere Kosten für Pulver und Pulvergemische&lt;br /&gt;
* Einschränkungen in der Formgebung (Hinterschneidungen, [[Gewinde]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sintervorgang ==&lt;br /&gt;
Der Sintervorgang lässt sich in drei Phasen unterteilen, die sich aber in der Praxis nicht von einander trennen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Anfangsphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anfangsphase ist die Sichtbarkeit der ursprünglichen Teilchen noch gegeben. Durch Brückenbildung und Kornwachstum entsteht zwischen den Pulverteilchen der erste Zusammenhalt. Es erfolgt eine geringe Schwindung und es kommt zur Verdichtung des Rohlings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Mittlere Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zusammenhängender Porenraum wird erschaffen und die Erkennbarkeit der einzelnen Teilchen lässt nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Spätphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätphase kommt es dann zur Festigkeit der Sinterkörper, da der Porenraum verringert und in zunehmendem Maße von außen zugänglich wird (geschlossene Poren). Es erfolgt eine vollständige Verdichtung der Pulverpartikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine sehr hohe Maßgenauigkeit erforderlich ist, erfolgt in manchen Fällen nach dem letzten Vorgang noch ein Kalibrieren des Werkstückes, da sie nicht durch reines Sintern erreicht wird, aufgrund des nicht exakt berechenbaren Volumenverlustes. Dies erfolgt, durch nochmalige Pressung des quasi fertigen Werkstückes in eine Form, unter hohem Druck. Somit ist eine hohe Maßhaltigkeit gewährleistet.&lt;br /&gt;
== Pressarten ==&lt;br /&gt;
=== ''Trockenpressen'' ===&lt;br /&gt;
Mit einem Wassergehalt des Rohstoffes weniger als 7 %, eignet sich das Trockenpressen vor allem zur Herstellung großer Stückzahlen (Serienfertigung), da die entsprechenden Formwerkzeuge sehr teuer sind. Zu den Vorteilen dieser Pressart gehören gute Reproduzierbarkeit (Wiederholbarkeit), hohe Maßgenauigkeit und ein automatischer Prozessablauf. Nachteile sind die aufwändige Pulveraufbereitung. Hinzu kommt, dass Unterschiede in der Dichte des Formteils entstehen können bzw. Lunker (Hohlräume) und Einschränkungen in der zu fertigenden Bauteilgeometrie.&lt;br /&gt;
=== ''Feuchtpressen'' ===&lt;br /&gt;
Bei diesem Pressvorgang entsteht eine geringere Festigkeit des Formteiles, aber eine gleichmäßigere Dichteverteilung als beim Trockenpressen. Somit eignet sich das Feuchtpressen auch für komplizierte Geometrien. Jedoch ist bei einem Wassergehalt des Rohstoffes von über 12 % eine Trocknung des Rohlings erforderlich.&lt;br /&gt;
=== ''Isostatisches Pressen'' ===&lt;br /&gt;
Dieses Pressen eignet sich sehr gut für kleine Teile mit gleichmäßiger Verdichtung, anspruchsvolle Prototypen und Kleinserienfertigung, da in alle Richtungen gleich großer Pressdruck herrscht.&lt;br /&gt;
=== ''Uniaxiales Pressen'' ===&lt;br /&gt;
Diese Methode wird zur Herstellung plattenförmiger Körper verwendet und hat sich zu einem großserientauglichen Verfahren entwickelt. Anders als beim isostatischen Pressen wird der Pressdruck nur in eine Richtung auf den Körper ausgeübt. Öle und Wachse als Presshilfsmittel verbessern hierbei die Verdichtbarkeit und Gleitfähigkeit des Pulvers. Bei einem zu hohen Pressdruck kann es beim Herauslösen des Rohlings zu lokalen Zugspannungen kommen, die Risse im Rohling beim Erreichen des Gleichgewichtszustandes bilden können.&lt;br /&gt;
== Erzeugnisse/Endprodukte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aluminiumschaum.jpg|thumb|150px|Aluminiumschaum]]&lt;br /&gt;
Die Sintertechnik wird in vielen Bereichen genutzt. Viele Materialien lassen sich durch Sintern verformen, obwohl sie zunächst keine Formgebung zuzulassen scheinen. Die Technik eignet sich vor allem zur Großserienfertigung metallischer Form- und Fertigteilen aus Keramik (sowohl technischer als auch mineralischer Form), pulverförmigen Metallen und [[Kunststoffe|Kunststoffen]]. Außerdem kommt sie in der Automobilindustrie (z.B. bei der Herstellung von Lagern, Bauteilen für Motoren und Getriebe), sowie in der Zahntechnik und bei der Werkzeugherstellung zum Einsatz. Darüber hinaus ist das Sintern im Bereich der Nanotechnologie zu finden. Es können auch Hohlkugelstrukturen (Metallschäume) durch Sintern metallpulverbeschichteter Styroporkügelchen hergestellt werden. Sie finden z.B. in der Akustik zur Schallabsorption (Schalldämpfung) Verwendung. Die Bereiche der Anwendungsmöglichkeiten von Sinterformteilen erweitern sich ständig durch die Entwicklung und Optimierung neuer Metallpulver.&lt;br /&gt;
== Spezialverfahren ==&lt;br /&gt;
=== ''Spark Plasma Sintering (SPS)'' ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spark Plasma Sintering (SPS).png|thumb|150px|Vorgang des SPS-Verfahrens]]&lt;br /&gt;
Unter Verwendung pulsierenden Gleichstroms im Bereich einiger Kiloampere und niedriger Spannung eignet sich das SPS-Verfahren besonders zur Kompaktierung von Materialkombinationen, die sich mit herkömmlichen Sinterverfahren nicht erreichen lassen. &lt;br /&gt;
Zunächst wird das Materialpulver in einen hohlzylinderartigen Graphittiegel gefüllt und durch zwei Graphitstempel, welche dem Tiegel angepasst sind, vorverdichtet. Nun wird der Tiegel in die SPS-Maschine eingebaut und der Sintervorgang kann unter Vakuum oder Schutzgas erfolgen. Dadurch, dass Gleichstrom durch das Pulver geleitet wird, entsteht durch den Widerstand Wärmeleistung und das Pulver heizt sich von innen auf, bis die Partikel miteinander verschmelzen. Vorteile dieses Verfahrens sind kurze Prozesszeiten im Bereich unter 30 Minuten, sowie der Einsatz in der Nanotechnologie und diese dann auf makroskopischer Skala zu übertragen. Dies eröffnet neue Möglichkeiten in der Material- und Energietechnik.&lt;br /&gt;
===  ''Selektives Lasersintern (SLS)'' ===&lt;br /&gt;
[[Datei:3D Drucker.jpg|left|thumb|150px|3D Drucker]]&lt;br /&gt;
Das Lasersintern, das zum 3D-Druck-Verfahren gehört, ermöglicht eine sehr freie Formgebung für das Werkstück, da der pulverförmige Ausgangsstoff in Schichten aufgetragen wird, das sogenannte &amp;quot; Slicen &amp;quot; mittels vorliegender CAD-Daten des Bauteils. Durch die Laserstrahlen können dreidimensionale Geometrien erzeugt werden, die sogar Hinterschneidungen am Formteil zulassen. Aufgrund des hohen maschinellen Aufwandes entstehen Prozesszeiten die von Stunden bishin zu Tagen (Abhängig von der Genauigkeitsanforderung) reichen. Das Verfahren eignet sich für kleine Stückzahlen komplizierter Teile und Prototypen. Als Laser kommen zum Einsatz CO2-Laser, Nd:YAG-Laser oder ein Faserlaser.&lt;br /&gt;
[[Datei:Selektives Lasersintern (SLS).jpg|thumb|200px|Vorgang des SLS-Verfahrens]]&lt;br /&gt;
Beim Vorgang wird das Pulver vollflächig in einer Dicke von 0,001 bis 0,02 mm auf eine Bauplattform mit Hilfe einer Rakel (Abstreichholz) aufgetragen. Durch Ansteuern des Laserstrahls werden die Pulverschichten schrittweise in vertikaler Richtung, anhand der Konturen des Bauteils, in das Pulverbett gesintert. Die Pulverzufuhr erfolgt dadurch, dass eine Pulverplattform angehoben wird. Zum Schluss wird die Bauplattform leicht abgesenkt und eine neue Schicht aufgetragen bis der entsprechende Rohling entsteht.&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Schatt, W.: ''Sintervorgänge - Grundlagen'' (VDI Verlag, Düsseldorf 1992)&lt;br /&gt;
* Exner, H.E.: ''Grundlagen von Sintervorgängen'' (Bornträger, Berlin/Stuttgart 1978)&lt;br /&gt;
* Schatt, W.; Wieters, K.-P.; Kieback, B.: ''Pulvermetallurgie'' (Springer Verlag, Berlin/Heidelberg 2007)&lt;br /&gt;
* Fischer, U.; Gomeringer R.; u.a.: ''Tabellenbuch Metall'' 45. Auflage (Verlag Europa Lehrmittel, Haan-Gruiten 2011)&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://www.ikts.fraunhofer.de/de/forschungsfelder/sinterncharakterisierung/waermebehandlung/sintern.html&lt;br /&gt;
* http://www.hs-pforzheim.de/De-de/Technik/Maschinenbau/laborbereiche/fertigungstechnik/verfahren_fertigung/Seiten/Beschreibung_Sintern.aspx&lt;br /&gt;
* http://www.ifam.fraunhofer.de/de/Dresden/technologien/Formgebung/spark_plasma_sinteranlage.html&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* http://www.sintern.org/&lt;br /&gt;
* http://de.wikipedia.org/wiki/Sintern&lt;br /&gt;
* http://www.substech.com/dokuwiki/doku.php?id=spark_plasma_sintering&lt;br /&gt;
* Eigenkenntnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--Marc Schröder 20:04, 19. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Fertigungstechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=65957</id>
		<title>Sintern</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=65957"/>
				<updated>2013-10-20T15:09:38Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Gesintertes Eisenerz.JPG|thumb|400px|Gesintertes Eisenerz]]&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Sintern gehört zu dem Fertigungsverfahren Urformen. Es dient zur Herstellung oder Veränderung von Stoffen bzw. Werkstoffen. Hierbei werden feinkörnige, keramische oder metallische Stoffe oft unter erhöhtem Druck erhitzt. Um die Gestalt (Form) des Werkstückes beizubehalten, bleiben die entstandenen Temperaturen unterhalb der Schmelztemperatur der Hauptkomponenten. In der Regel kommt es zu einer Schwindung, da es zu einer Verdichtung der Partikel des Ausgangsmaterials kommt und die Porenräume aufgefüllt werden. Aus einem fein- oder grobkörnigen, ungebrannten Rohling entsteht durch die Temperaturbehandlung des Sinterns ein festes Werkstück, das in einem vorangegangenen Prozessschritt, beispielsweise mittels [[Extrusion]], geformt wurde. Erst durch diese Temperaturbehandlung erhält das Sintererzeugnis seine endgültigen Eigenschaften, wie [[Härte]], [[Festigkeit]] oder Temperaturleitfähigkeit, die im jeweiligen Einsatz erforderlich sind.&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vorteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zusammenbringen von Ausgangsstoffen, die sich auf andere Weise nur sehr schwer oder gar nicht zu einem neuen Werkstoff verbinden lassen&lt;br /&gt;
* hohe Materialausnutzung&lt;br /&gt;
* hohe Maß- und Formgenauigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Nachteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* vereinzelt kann durch Porosität reduzierte Festigkeit entstehen&lt;br /&gt;
* höhere Kosten für Pulver und Pulvergemische&lt;br /&gt;
* Einschränkungen in der Formgebung (Hinterschneidungen, [[Gewinde]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sintervorgang ==&lt;br /&gt;
Der Sintervorgang lässt sich in drei Phasen unterteilen, die sich aber in der Praxis nicht von einander trennen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Anfangsphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anfangsphase ist die Sichtbarkeit der ursprünglichen Teilchen noch gegeben. Durch Brückenbildung und Kornwachstum entsteht zwischen den Pulverteilchen der erste Zusammenhalt. Es erfolgt eine geringe Schwindung und es kommt zur Verdichtung des Rohlings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Mittlere Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zusammenhängender Porenraum wird erschaffen und die Erkennbarkeit der einzelnen Teilchen lässt nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Spätphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätphase kommt es dann zur Festigkeit der Sinterkörper, da der Porenraum verringert und in zunehmendem Maße von außen zugänglich wird (geschlossene Poren). Es erfolgt eine vollständige Verdichtung der Pulverpartikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine sehr hohe Maßgenauigkeit erforderlich ist, erfolgt in manchen Fällen nach dem letzten Vorgang noch ein Kalibrieren des Werkstückes, da sie nicht durch reines Sintern erreicht wird, aufgrund des nicht exakt berechenbaren Volumenverlustes. Dies erfolgt, durch nochmalige Pressung des quasi fertigen Werkstückes in eine Form, unter hohem Druck. Somit ist eine hohe Maßhaltigkeit gewährleistet.&lt;br /&gt;
== Pressarten ==&lt;br /&gt;
=== ''Trockenpressen'' ===&lt;br /&gt;
Mit einem Wassergehalt des Rohstoffes weniger als 7 %, eignet sich das Trockenpressen vor allem zur Herstellung großer Stückzahlen (Serienfertigung), da die entsprechenden Formwerkzeuge sehr teuer sind. Zu den Vorteilen dieser Pressart gehören gute Reproduzierbarkeit (Wiederholbarkeit), hohe Maßgenauigkeit und ein automatischer Prozessablauf. Nachteile sind die aufwändige Pulveraufbereitung. Hinzu kommt, dass Unterschiede in der Dichte des Formteils entstehen können bzw. Lunker (Hohlräume) und Einschränkungen in der zu fertigenden Bauteilgeometrie.&lt;br /&gt;
=== ''Feuchtpressen'' ===&lt;br /&gt;
Bei diesem Pressvorgang entsteht eine geringere Festigkeit des Formteiles, aber eine gleichmäßigere Dichteverteilung als beim Trockenpressen. Somit eignet sich das Feuchtpressen auch für komplizierte Geometrien. Jedoch ist bei einem Wassergehalt des Rohstoffes von über 12 % eine Trocknung des Rohlings erforderlich.&lt;br /&gt;
=== ''Isostatisches Pressen'' ===&lt;br /&gt;
Dieses Pressen eignet sich sehr gut für kleine Teile mit gleichmäßiger Verdichtung, anspruchsvolle Prototypen und Kleinserienfertigung, da in alle Richtungen gleich großer Pressdruck herrscht.&lt;br /&gt;
=== ''Uniaxiales Pressen'' ===&lt;br /&gt;
Diese Methode wird zur Herstellung plattenförmiger Körper verwendet und hat sich zu einem großserientauglichen Verfahren entwickelt. Anders als beim isostatischen Pressen wird der Pressdruck nur in eine Richtung auf den Körper ausgeübt. Öle und Wachse als Presshilfsmittel verbessern hierbei die Verdichtbarkeit und Gleitfähigkeit des Pulvers. Bei einem zu hohen Pressdruck kann es beim Herauslösen des Rohlings zu lokalen Zugspannungen kommen, die Risse im Rohling beim Erreichen des Gleichgewichtszustandes bilden können.&lt;br /&gt;
== Erzeugnisse/Endprodukte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aluminiumschaum.jpg|thumb|150px|Aluminiumschaum]]&lt;br /&gt;
Die Sintertechnik wird in vielen Bereichen genutzt. Viele Materialien lassen sich durch Sintern verformen, obwohl sie zunächst keine Formgebung zuzulassen scheinen. Die Technik eignet sich vor allem zur Großserienfertigung metallischer Form- und Fertigteilen aus Keramik (sowohl technischer als auch mineralischer Form), pulverförmigen Metallen und [[Kunststoffe|Kunststoffen]]. Außerdem kommt sie in der Automobilindustrie (z.B. bei der Herstellung von Lagern, Bauteilen für Motoren und Getriebe), sowie in der Zahntechnik und bei der Werkzeugherstellung zum Einsatz. Darüber hinaus ist das Sintern im Bereich der Nanotechnologie zu finden. Es können auch Hohlkugelstrukturen (Metallschäume) durch Sintern metallpulverbeschichteter Styroporkügelchen hergestellt werden. Sie finden z.B. in der Akustik zur Schallabsorption (Schalldämpfung) Verwendung. Die Bereiche der Anwendungsmöglichkeiten von Sinterformteilen erweitern sich ständig durch die Entwicklung und Optimierung neuer Metallpulver.&lt;br /&gt;
== Spezialverfahren ==&lt;br /&gt;
=== ''Spark Plasma Sintering (SPS)'' ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spark Plasma Sintering (SPS).png|thumb|150px|Vorgang des SPS-Verfahrens]]&lt;br /&gt;
Unter Verwendung pulsierenden Gleichstroms im Bereich einiger Kiloampere und niedriger Spannung eignet sich das SPS-Verfahren besonders zur Kompaktierung von Materialkombinationen, die sich mit herkömmlichen Sinterverfahren nicht erreichen lassen. &lt;br /&gt;
Zunächst wird das Materialpulver in einen hohlzylinderartigen Graphittiegel gefüllt und durch zwei Graphitstempel, welche dem Tiegel angepasst sind, vorverdichtet. Nun wird der Tiegel in die SPS-Maschine eingebaut und der Sintervorgang kann unter Vakuum oder Schutzgas erfolgen. Dadurch, dass Gleichstrom durch das Pulver geleitet wird, entsteht durch den Widerstand Wärmeleistung und das Pulver heizt sich von innen auf, bis die Partikel miteinander verschmelzen. Vorteile dieses Verfahrens sind kurze Prozesszeiten im Bereich unter 30 Minuten, sowie der Einsatz in der Nanotechnologie und diese dann auf makroskopischer Skala zu übertragen. Dies eröffnet neue Möglichkeiten in der Material- und Energietechnik.&lt;br /&gt;
===  ''Selektives Lasersintern (SLS)'' ===&lt;br /&gt;
[[Datei:3D Drucker.jpg|left|thumb|150px|3D Drucker]]&lt;br /&gt;
Das Lasersintern, das zum 3D-Druck-Verfahren gehört, ermöglicht eine sehr freie Formgebung für das Werkstück, da der pulverförmige Ausgangsstoff in Schichten aufgetragen wird, das sogenannte &amp;quot; Slicen &amp;quot; mittels vorliegender CAD-Daten des Bauteils. Durch die Laserstrahlen können dreidimensionale Geometrien erzeugt werden, die sogar Hinterschneidungen am Formteil zulassen. Aufgrund des hohen maschinellen Aufwandes entstehen Prozesszeiten die von Stunden bishin zu Tagen (Abhängig von der Genauigkeitsanforderung) reichen. Das Verfahren eignet sich für kleine Stückzahlen komplizierter Teile und Prototypen. Als Laser kommen zum Einsatz CO2-Laser, Nd:YAG-Laser oder ein Faserlaser.&lt;br /&gt;
[[Datei:Selektives Lasersintern (SLS).jpg|thumb|200px|Vorgang des SLS-Verfahrens]]&lt;br /&gt;
Beim Vorgang wird das Pulver vollflächig in einer Dicke von 0,001 bis 0,02 mm auf eine Bauplattform mit Hilfe einer Rakel (Abstreichholz) aufgetragen. Durch Ansteuern des Laserstrahls werden die Pulverschichten schrittweise in vertikaler Richtung, anhand der Konturen des Bauteils, in das Pulverbett gesintert. Die Pulverzufuhr erfolgt dadurch, dass eine Pulverplattform angehoben wird. Zum Schluss wird die Bauplattform leicht abgesenkt und eine neue Schicht aufgetragen bis der entsprechende Rohling entsteht.&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Schatt, W.: ''Sintervorgänge - Grundlagen'' (VDI Verlag, Düsseldorf 1992)&lt;br /&gt;
* Exner, H.E.: ''Grundlagen von Sintervorgängen'' (Bornträger, Berlin/Stuttgart 1978)&lt;br /&gt;
* Schatt, W.; Wieters, K.-P.; Kieback, B.: ''Pulvermetallurgie'' (Springer Verlag, Berlin/Heidelberg 2007)&lt;br /&gt;
* Fischer, U.; Gomeringer R.; u.a.: ''Tabellenbuch Metall'' 45. Auflage (Verlag Europa Lehrmittel, Haan-Gruiten 2011)&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://www.ikts.fraunhofer.de/de/forschungsfelder/sinterncharakterisierung/waermebehandlung/sintern.html&lt;br /&gt;
* http://www.hs-pforzheim.de/De-de/Technik/Maschinenbau/laborbereiche/fertigungstechnik/verfahren_fertigung/Seiten/Beschreibung_Sintern.aspx&lt;br /&gt;
* http://www.ifam.fraunhofer.de/de/Dresden/technologien/Formgebung/spark_plasma_sinteranlage.html&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* http://www.sintern.org/&lt;br /&gt;
* http://de.wikipedia.org/wiki/Sintern&lt;br /&gt;
* http://www.substech.com/dokuwiki/doku.php?id=spark_plasma_sintering&lt;br /&gt;
* Eigenkenntnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--Marc Schröder 20:04, 19. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Fertigungstechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=65956</id>
		<title>Sintern</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=65956"/>
				<updated>2013-10-20T15:04:53Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Gesintertes Eisenerz.JPG|thumb|400px|Gesintertes Eisenerz]]&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Sintern gehört zu dem Fertigungsverfahren Urformen. Es dient zur Herstellung oder Veränderung von Stoffen bzw. Werkstoffen. Hierbei werden feinkörnige, keramische oder metallische Stoffe oft unter erhöhtem Druck erhitzt. Um die Gestalt (Form) des Werkstückes beizubehalten, bleiben die entstandenen Temperaturen unterhalb der Schmelztemperatur der Hauptkomponenten. In der Regel kommt es zu einer Schwindung, da es zu einer Verdichtung der Partikel des Ausgangsmaterials kommt und die Porenräume aufgefüllt werden. Aus einem fein- oder grobkörnigen, ungebrannten Rohling entsteht durch die Temperaturbehandlung des Sinterns ein festes Werkstück, das in einem vorangegangenen Prozessschritt, beispielsweise mittels [[Extrusion]], geformt wurde. Erst durch diese Temperaturbehandlung erhält das Sintererzeugnis seine endgültigen Eigenschaften, wie [[Härte]], [[Festigkeit]] oder Temperaturleitfähigkeit, die im jeweiligen Einsatz erforderlich sind.&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vorteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zusammenbringen von Ausgangsstoffen, die sich auf andere Weise nur sehr schwer oder gar nicht zu einem neuen Werkstoff verbinden lassen&lt;br /&gt;
* hohe Materialausnutzung&lt;br /&gt;
* hohe Maß- und Formgenauigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Nachteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* vereinzelt kann durch Porosität reduzierte Festigkeit entstehen&lt;br /&gt;
* höhere Kosten für Pulver und Pulvergemische&lt;br /&gt;
* Einschränkungen in der Formgebung (Hinterschneidungen, [[Gewinde]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sintervorgang ==&lt;br /&gt;
Der Sintervorgang lässt sich in drei Phasen unterteilen, die sich aber in der Praxis nicht von einander trennen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Anfangsphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anfangsphase ist die Sichtbarkeit der ursprünglichen Teilchen noch gegeben. Durch Brückenbildung und Kornwachstum entsteht zwischen den Pulverteilchen der erste Zusammenhalt. Es erfolgt eine geringe Schwindung und es kommt zur Verdichtung des Rohlings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Mittlere Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zusammenhängender Porenraum wird erschaffen und die Erkennbarkeit der einzelnen Teilchen lässt nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Spätphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätphase kommt es dann zur Festigkeit der Sinterkörper, da der Porenraum verringert und in zunehmendem Maße von außen zugänglich wird (geschlossene Poren). Es erfolgt eine vollständige Verdichtung der Pulverpartikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine sehr hohe Maßgenauigkeit erforderlich ist, erfolgt in manchen Fällen nach dem letzten Vorgang noch ein Kalibrieren des Werkstückes, da sie nicht durch reines Sintern erreicht wird, aufgrund des nicht exakt berechenbaren Volumenverlustes. Dies erfolgt, durch nochmalige Pressung des quasi fertigen Werkstückes in eine Form, unter hohem Druck. Somit ist eine hohe Maßhaltigkeit gewährleistet.&lt;br /&gt;
== Pressarten ==&lt;br /&gt;
=== ''Trockenpressen'' ===&lt;br /&gt;
Mit einem Wassergehalt des Rohstoffes weniger als 7 %, eignet sich das Trockenpressen vor allem zur Herstellung großer Stückzahlen (Serienfertigung), da die entsprechenden Formwerkzeuge sehr teuer sind. Zu den Vorteilen dieser Pressart gehören gute Reproduzierbarkeit (Wiederholbarkeit), hohe Maßgenauigkeit und ein automatischer Prozessablauf. Nachteile sind die aufwändige Pulveraufbereitung. Hinzu kommt, dass Unterschiede in der Dichte des Formteils entstehen können bzw. Lunker (Hohlräume) und Einschränkungen in der zu fertigenden Bauteilgeometrie.&lt;br /&gt;
=== ''Feuchtpressen'' ===&lt;br /&gt;
Bei diesem Pressvorgang entsteht eine geringere Festigkeit des Formteiles, aber eine gleichmäßigere Dichteverteilung als beim Trockenpressen. Somit eignet sich das Feuchtpressen auch für komplizierte Geometrien. Jedoch ist bei einem Wassergehalt des Rohstoffes von über 12 % eine Trocknung des Rohlings erforderlich.&lt;br /&gt;
=== ''Isostatisches Pressen'' ===&lt;br /&gt;
Dieses Pressen eignet sich sehr gut für kleine Teile mit gleichmäßiger Verdichtung, anspruchsvolle Prototypen und Kleinserienfertigung, da in alle Richtungen gleich großer Pressdruck herrscht.&lt;br /&gt;
=== ''Uniaxiales Pressen'' ===&lt;br /&gt;
Diese Methode wird zur Herstellung plattenförmiger Körper verwendet und hat sich zu einem großserientauglichen Verfahren entwickelt. Anders als beim isostatischen Pressen wird der Pressdruck nur in eine Richtung auf den Körper ausgeübt. Öle und Wachse als Presshilfsmittel verbessern hierbei die Verdichtbarkeit und Gleitfähigkeit des Pulvers. Bei einem zu hohen Pressdruck kann es beim Herauslösen des Rohlings zu lokalen Zugspannungen kommen, die Risse im Rohling beim Erreichen des Gleichgewichtszustandes bilden können.&lt;br /&gt;
== Erzeugnisse/Endprodukte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aluminiumschaum.jpg|thumb|150px|Aluminiumschaum]]&lt;br /&gt;
Die Sintertechnik wird in vielen Bereichen genutzt. Viele Materialien lassen sich durch Sintern verformen, obwohl sie zunächst keine Formgebung zuzulassen scheinen. Die Technik eignet sich vor allem zur Großserienfertigung metallischer Form- und Fertigteilen aus Keramik (sowohl technischer als auch mineralischer Form), pulverförmigen Metallen und [[Kunststoffe|Kunststoffen]]. Außerdem kommt sie in der Automobilindustrie (z.B. bei der Herstellung von Lagern, Bauteilen für Motoren und Getriebe), sowie in der Zahntechnik und bei der Werkzeugherstellung zum Einsatz. Darüber hinaus ist das Sintern im Bereich der Nanotechnologie zu finden. Es können auch Hohlkugelstrukturen (Metallschäume) durch Sintern metallpulverbeschichteter Styroporkügelchen hergestellt werden. Sie finden z.B. in der Akustik zur Schallabsorption (Schalldämpfung) Verwendung. Die Bereiche der Anwendungsmöglichkeiten von Sinterformteilen erweitern sich ständig durch die Entwicklung und Optimierung neuer Metallpulver.&lt;br /&gt;
== Spezialverfahren ==&lt;br /&gt;
=== ''Spark Plasma Sintering (SPS)'' ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spark Plasma Sintering (SPS).png|thumb|150px|Vorgang des SPS-Verfahrens]]&lt;br /&gt;
Unter Verwendung pulsierenden Gleichstroms im Bereich einiger Kiloampere und niedriger Spannung eignet sich das SPS-Verfahren besonders zur Kompaktierung von Materialkombinationen, die sich mit herkömmlichen Sinterverfahren nicht erreichen lassen. &lt;br /&gt;
Zunächst wird das Materialpulver in einen hohlzylinderartigen Graphittiegel gefüllt und durch zwei Graphitstempel, welche dem Tiegel angepasst sind, vorverdichtet. Nun wird der Tiegel in die SPS-Maschine eingebaut und der Sintervorgang kann unter Vakuum oder Schutzgas erfolgen. Dadurch, dass Gleichstrom durch das Pulver geleitet wird, entsteht durch den Widerstand Wärmeleistung und das Pulver heizt sich von innen auf, bis die Partikel miteinander verschmelzen. Vorteile dieses Verfahrens sind kurze Prozesszeiten im Bereich unter 30 Minuten, sowie der Einsatz in der Nanotechnologie und diese dann auf makroskopischer Skala zu übertragen. Dies eröffnet neue Möglichkeiten in der Material- und Energietechnik.&lt;br /&gt;
===  ''Selektives Lasersintern (SLS)'' ===&lt;br /&gt;
[[Datei:3D Drucker.jpg|left|thumb|150px|3D Drucker]]&lt;br /&gt;
Das Lasersintern, das zum 3D-Druck-Verfahren gehört, ermöglicht eine sehr freie Formgebung für das Werkstück, da der pulverförmige Ausgangsstoff in Schichten aufgetragen wird, das sogenannte &amp;quot; Slicen &amp;quot; mittels vorliegender CAD-Daten des Bauteils. Durch die Laserstrahlen können dreidimensionale Geometrien erzeugt werden, die sogar Hinterschneidungen am Formteil zulassen. Aufgrund des hohen maschinellen Aufwandes entstehen Prozesszeiten die von Stunden bishin zu Tagen (Abhängig von der Genauigkeitsanforderung) reichen. Das Verfahren eignet sich für kleine Stückzahlen komplizierter Teile und Prototypen. Als Laser kommen zum Einsatz CO2-Laser, Nd:YAG-Laser oder ein Faserlaser.&lt;br /&gt;
[[Datei:Selektives Lasersintern (SLS).jpg|thumb|200px|Vorgang des SLS-Verfahrens]]&lt;br /&gt;
Beim Vorgang wird das Pulver vollflächig in einer Dicke von 0,001 bis 0,02 mm auf eine Bauplattform mit Hilfe einer Rakel (Abstreichholz) aufgetragen. Durch Ansteuern des Laserstrahles werden die Pulverschichten schrittweise in vertikaler Richtung in das Pulverbett anhand der Konturen des Bauteils gesintert. Die Pulverzufuhr erfolgt dadurch, dass eine Pulverplattform angehoben wird. Zum Schluss wird die Bauplattform leicht abgesenkt und eine neue Schicht aufgetragen bis der entsprechende Rohling entsteht.&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Schatt, W.: ''Sintervorgänge - Grundlagen'' (VDI Verlag, Düsseldorf 1992)&lt;br /&gt;
* Exner, H.E.: ''Grundlagen von Sintervorgängen'' (Bornträger, Berlin/Stuttgart 1978)&lt;br /&gt;
* Schatt, W.; Wieters, K.-P.; Kieback, B.: ''Pulvermetallurgie'' (Springer Verlag, Berlin/Heidelberg 2007)&lt;br /&gt;
* Fischer, U.; Gomeringer R.; u.a.: ''Tabellenbuch Metall'' 45. Auflage (Verlag Europa Lehrmittel, Haan-Gruiten 2011)&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://www.ikts.fraunhofer.de/de/forschungsfelder/sinterncharakterisierung/waermebehandlung/sintern.html&lt;br /&gt;
* http://www.hs-pforzheim.de/De-de/Technik/Maschinenbau/laborbereiche/fertigungstechnik/verfahren_fertigung/Seiten/Beschreibung_Sintern.aspx&lt;br /&gt;
* http://www.ifam.fraunhofer.de/de/Dresden/technologien/Formgebung/spark_plasma_sinteranlage.html&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* http://www.sintern.org/&lt;br /&gt;
* http://de.wikipedia.org/wiki/Sintern&lt;br /&gt;
* http://www.substech.com/dokuwiki/doku.php?id=spark_plasma_sintering&lt;br /&gt;
* Eigenkenntnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--Marc Schröder 20:04, 19. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Fertigungstechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=65955</id>
		<title>Sintern</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=65955"/>
				<updated>2013-10-20T14:46:57Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Gesintertes Eisenerz.JPG|thumb|400px|Gesintertes Eisenerz]]&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Sintern gehört zu dem Fertigungsverfahren Urformen. Es dient zur Herstellung oder Veränderung von Stoffen bzw. Werkstoffen. Hierbei werden feinkörnige, keramische oder metallische Stoffe oft unter erhöhtem Druck erhitzt. Um die Gestalt (Form) des Werkstückes beizubehalten, bleiben die entstandenen Temperaturen unterhalb der Schmelztemperatur der Hauptkomponenten. In der Regel kommt es zu einer Schwindung, da es zu einer Verdichtung der Partikel des Ausgangsmaterials kommt und die Porenräume aufgefüllt werden. Aus einem fein- oder grobkörnigen, ungebrannten Rohling entsteht durch die Temperaturbehandlung des Sinterns ein festes Werkstück, das in einem vorangegangenen Prozessschritt, beispielsweise mittels [[Extrusion]], geformt wurde. Erst durch diese Temperaturbehandlung erhält das Sintererzeugnis seine endgültigen Eigenschaften, wie [[Härte]], [[Festigkeit]] oder Temperaturleitfähigkeit, die im jeweiligen Einsatz erforderlich sind.&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vorteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zusammenbringen von Ausgangsstoffen, die sich auf andere Weise nur sehr schwer oder gar nicht zu einem neuen Werkstoff verbinden lassen&lt;br /&gt;
* hohe Materialausnutzung&lt;br /&gt;
* hohe Maß- und Formgenauigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Nachteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* vereinzelt kann durch Porosität reduzierte Festigkeit entstehen&lt;br /&gt;
* höhere Kosten für Pulver und Pulvergemische&lt;br /&gt;
* Einschränkungen in der Formgebung (Hinterschneidungen, [[Gewinde]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sintervorgang ==&lt;br /&gt;
Der Sintervorgang lässt sich in drei Phasen unterteilen, die sich aber in der Praxis nicht von einander trennen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Anfangsphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anfangsphase ist die Sichtbarkeit der ursprünglichen Teilchen noch gegeben. Durch Brückenbildung und Kornwachstum entsteht zwischen den Pulverteilchen der erste Zusammenhalt. Es erfolgt eine geringe Schwindung und es kommt zur Verdichtung des Rohlings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Mittlere Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zusammenhängender Porenraum wird erschaffen und die Erkennbarkeit der einzelnen Teilchen lässt nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Spätphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätphase kommt es dann zur Festigkeit der Sinterkörper, da der Porenraum verringert und in zunehmendem Maße von außen zugänglich wird (geschlossene Poren). Es erfolgt eine vollständige Verdichtung der Pulverpartikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine sehr hohe Maßgenauigkeit erforderlich ist, erfolgt in manchen Fällen nach dem letzten Vorgang noch ein Kalibrieren des Werkstückes, da sie nicht durch reines Sintern erreicht wird, aufgrund des nicht exakt berechenbaren Volumenverlustes. Dies erfolgt, durch nochmalige Pressung des quasi fertigen Werkstückes in eine Form, unter hohem Druck. Somit ist eine hohe Maßhaltigkeit gewährleistet.&lt;br /&gt;
== Pressarten ==&lt;br /&gt;
=== ''Trockenpressen'' ===&lt;br /&gt;
Mit einem Wassergehalt des Rohstoffes weniger als 7 %, eignet sich das Trockenpressen vor allem zur Herstellung großer Stückzahlen (Serienfertigung), da die entsprechenden Formwerkzeuge sehr teuer sind. Zu den Vorteilen dieser Pressart gehören gute Reproduzierbarkeit (Wiederholbarkeit), hohe Maßgenauigkeit und ein automatischer Prozessablauf. Nachteile sind die aufwändige Pulveraufbereitung. Hinzu kommt, dass Unterschiede in der Dichte des Formteils entstehen können bzw. Lunker (Hohlräume) und Einschränkungen in der zu fertigenden Bauteilgeometrie.&lt;br /&gt;
=== ''Feuchtpressen'' ===&lt;br /&gt;
Bei diesem Pressvorgang entsteht eine geringere Festigkeit des Formteiles, aber eine gleichmäßigere Dichteverteilung als beim Trockenpressen. Somit eignet sich das Feuchtpressen auch für komplizierte Geometrien. Jedoch ist bei einem Wassergehalt des Rohstoffes von über 12 % eine Trocknung des Rohlings erforderlich.&lt;br /&gt;
=== ''Isostatisches Pressen'' ===&lt;br /&gt;
Dieses Pressen eignet sich sehr gut für kleine Teile mit gleichmäßiger Verdichtung, anspruchsvolle Prototypen und Kleinserienfertigung, da in alle Richtungen gleich großer Pressdruck herrscht.&lt;br /&gt;
=== ''Uniaxiales Pressen'' ===&lt;br /&gt;
Diese Methode wird zur Herstellung plattenförmiger Körper verwendet und hat sich zu einem großserientauglichen Verfahren entwickelt. Anders als beim isostatischen Pressen wird der Pressdruck nur in eine Richtung auf den Körper ausgeübt. Öle und Wachse als Presshilfsmittel verbessern hierbei die Verdichtbarkeit und Gleitfähigkeit des Pulvers. Bei einem zu hohen Pressdruck kann es beim Herauslösen des Rohlings zu lokalen Zugspannungen kommen, die Risse im Rohling beim Erreichen des Gleichgewichtszustandes bilden können.&lt;br /&gt;
== Erzeugnisse/Endprodukte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aluminiumschaum.jpg|thumb|150px|Aluminiumschaum]]&lt;br /&gt;
Die Sintertechnik wird in vielen Bereichen genutzt. Viele Materialien lassen sich durch Sintern verformen, obwohl sie zunächst keine Formgebung zuzulassen scheinen. Die Technik eignet sich vor allem zur Großserienfertigung metallischer Form- und Fertigteilen aus Keramik (sowohl technischer als auch mineralischer Form), pulverförmigen Metallen und [[Kunststoffe|Kunststoffen]]. Außerdem kommt sie in der Automobilindustrie (z.B. bei der Herstellung von Lagern, Bauteilen für Motoren und Getriebe), sowie in der Zahntechnik und bei der Werkzeugherstellung zum Einsatz. Darüber hinaus ist das Sintern im Bereich der Nanotechnologie zu finden. Es können auch Hohlkugelstrukturen (Metallschäume) durch sintern von Metallpulver beschichteten Styroporkügelchen hergestellt werden die z.B. in der Akustik zur Schallabsorption (Schalldämpfung) verwendet werden. Die Bereiche der Anwendungsmöglichkeiten von Sinterformteilen erweitern sich ständig, durch die Entwicklung und Optimierung neuer Metallpulver.&lt;br /&gt;
== Spezialverfahren ==&lt;br /&gt;
=== ''Spark Plasma Sintering (SPS)'' ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spark Plasma Sintering (SPS).png|thumb|150px|Vorgang des SPS-Verfahrens]]&lt;br /&gt;
Unter Verwendung pulsierenden Gleichstroms im Bereich einiger Kiloampere und niedriger Spannung eignet sich das SPS-Verfahren besonders zur Kompaktierung von Materialkombinationen, die sich mit herkömmlichen Sinterverfahren nicht erreichen lassen. &lt;br /&gt;
Zunächst wird das Materialpulver in einen hohlzylinderartigen Graphittiegel gefüllt und durch zwei Graphitstempel, welche dem Tiegel angepasst sind vorverdichtet. Nun wird der Tiegel in die SPS-Maschine eingebaut und der Sintervorgang kann unter Vakuum oder Schutzgas erfolgen. Dadurch, dass Gleichstrom durch das Pulver geleitet wird, entsteht durch den Widerstand Wärmeleistung und das Pulver heizt sich von innen auf, bis die Partikel miteinander verschmelzen. Vorteile dieses Verfahrens sind kurze Prozesszeiten im Bereich unter 30 Minuten, sowie der Einsatz in der Nanotechnologie und diese dann auf makroskopischer Skala zu übertragen. Dies eröffnet neue Möglichkeiten in der Material- und Energietechnik.&lt;br /&gt;
===  ''Selektives Lasersintern (SLS)'' ===&lt;br /&gt;
[[Datei:3D Drucker.jpg|left|thumb|150px|3D Drucker]]&lt;br /&gt;
Das Lasersintern, das zu dem 3D-Druck-Verfahren gehört, ermöglicht eine sehr freie Formgebung für das Werkstück, da der pulverförmige Ausgangsstoff in Schichten aufgetragen wird, das sogenannte &amp;quot; Slicen &amp;quot; mittels vorliegender CAD-Daten des Bauteils. Durch die Laserstrahlen können dreidimensionale Geometrien erzeugt werden, die sogar Hinterschneidungen am Formteil zulassen. Aufgrund des hohen maschinellen Aufwandes entstehen Prozesszeiten die von Stunden bishin zu Tagen (Abhängig von der Genauigkeitsanforderung) reichen. Das Verfahren eignet sich für kleine Stückzahlen komplizierter Teile und Prototypen. Als Laser kommen zum Einsatz CO2-Laser, Nd:YAG-Laser oder ein Faserlaser.&lt;br /&gt;
[[Datei:Selektives Lasersintern (SLS).jpg|thumb|200px|Vorgang des SLS-Verfahrens]]&lt;br /&gt;
Beim Vorgang wird das Pulver vollflächig in einer Dicke von 0,001 bis 0,02 mm auf eine Bauplattform mit Hilfe einer Rakel (Abstreichholz) aufgetragen. Durch Ansteuern des Laserstrahles werden die Pulverschichten schrittweise in vertikaler Richtung in das Pulverbett anhand der Konturen des Bauteils gesintert. Die Pulverzufuhr erfolgt dadurch, dass eine Pulverplattform angehoben wird. Zum Schluss wird die Bauplattform leicht abgesenkt und eine neue Schicht aufgetragen bis der entsprechende Rohling entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Schatt, W.: ''Sintervorgänge - Grundlagen'' (VDI Verlag, Düsseldorf 1992)&lt;br /&gt;
* Exner, H.E.: ''Grundlagen von Sintervorgängen'' (Bornträger, Berlin/Stuttgart 1978)&lt;br /&gt;
* Schatt, W.; Wieters, K.-P.; Kieback, B.: ''Pulvermetallurgie'' (Springer Verlag, Berlin/Heidelberg 2007)&lt;br /&gt;
* Fischer, U.; Gomeringer R.; u.a.: ''Tabellenbuch Metall'' 45. Auflage (Verlag Europa Lehrmittel, Haan-Gruiten 2011)&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://www.ikts.fraunhofer.de/de/forschungsfelder/sinterncharakterisierung/waermebehandlung/sintern.html&lt;br /&gt;
* http://www.hs-pforzheim.de/De-de/Technik/Maschinenbau/laborbereiche/fertigungstechnik/verfahren_fertigung/Seiten/Beschreibung_Sintern.aspx&lt;br /&gt;
* http://www.ifam.fraunhofer.de/de/Dresden/technologien/Formgebung/spark_plasma_sinteranlage.html&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* http://www.sintern.org/&lt;br /&gt;
* http://de.wikipedia.org/wiki/Sintern&lt;br /&gt;
* http://www.substech.com/dokuwiki/doku.php?id=spark_plasma_sintering&lt;br /&gt;
* Eigenkenntnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--Marc Schröder 20:04, 19. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Fertigungstechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Datei:Spark_Plasma_Sintering_(SPS).png&amp;diff=65954</id>
		<title>Datei:Spark Plasma Sintering (SPS).png</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Datei:Spark_Plasma_Sintering_(SPS).png&amp;diff=65954"/>
				<updated>2013-10-20T14:40:57Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=65953</id>
		<title>Sintern</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=65953"/>
				<updated>2013-10-20T14:39:34Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Gesintertes Eisenerz.JPG|thumb|400px|Gesintertes Eisenerz]]&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Sintern gehört zu dem Fertigungsverfahren Urformen. Es dient zur Herstellung oder Veränderung von Stoffen bzw. Werkstoffen. Hierbei werden feinkörnige, keramische oder metallische Stoffe oft unter erhöhtem Druck erhitzt. Um die Gestalt (Form) des Werkstückes beizubehalten, bleiben die entstandenen Temperaturen unterhalb der Schmelztemperatur der Hauptkomponenten. In der Regel kommt es zu einer Schwindung, da es zu einer Verdichtung der Partikel des Ausgangsmaterials kommt und die Porenräume aufgefüllt werden. Aus einem fein- oder grobkörnigen, ungebrannten Rohling entsteht durch die Temperaturbehandlung des Sinterns ein festes Werkstück, das in einem vorangegangenen Prozessschritt, beispielsweise mittels [[Extrusion]], geformt wurde. Erst durch diese Temperaturbehandlung erhält das Sintererzeugnis seine endgültigen Eigenschaften, wie [[Härte]], [[Festigkeit]] oder Temperaturleitfähigkeit, die im jeweiligen Einsatz erforderlich sind.&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vorteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zusammenbringen von Ausgangsstoffen, die sich auf andere Weise nur sehr schwer oder gar nicht zu einem neuen Werkstoff verbinden lassen&lt;br /&gt;
* hohe Materialausnutzung&lt;br /&gt;
* hohe Maß- und Formgenauigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Nachteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* vereinzelt kann durch Porosität reduzierte Festigkeit entstehen&lt;br /&gt;
* höhere Kosten für Pulver und Pulvergemische&lt;br /&gt;
* Einschränkungen in der Formgebung (Hinterschneidungen, [[Gewinde]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sintervorgang ==&lt;br /&gt;
Der Sintervorgang lässt sich in drei Phasen unterteilen, die sich aber in der Praxis nicht von einander trennen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Anfangsphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anfangsphase ist die Sichtbarkeit der ursprünglichen Teilchen noch gegeben. Durch Brückenbildung und Kornwachstum entsteht zwischen den Pulverteilchen der erste Zusammenhalt. Es erfolgt eine geringe Schwindung und es kommt zur Verdichtung des Rohlings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Mittlere Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zusammenhängender Porenraum wird erschaffen und die Erkennbarkeit der einzelnen Teilchen lässt nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Spätphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätphase kommt es dann zur Festigkeit der Sinterkörper, da der Porenraum verringert und in zunehmendem Maße von außen zugänglich wird (geschlossene Poren). Es erfolgt eine vollständige Verdichtung der Pulverpartikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine sehr hohe Maßgenauigkeit erforderlich ist, erfolgt in manchen Fällen nach dem letzten Vorgang noch ein Kalibrieren des Werkstückes, da sie nicht durch reines Sintern erreicht wird, aufgrund des nicht exakt berechenbaren Volumenverlustes. Dies erfolgt, durch nochmalige Pressung des quasi fertigen Werkstückes in eine Form, unter hohem Druck. Somit ist eine hohe Maßhaltigkeit gewährleistet.&lt;br /&gt;
== Pressarten ==&lt;br /&gt;
=== ''Trockenpressen'' ===&lt;br /&gt;
Mit einem Wassergehalt des Rohstoffes weniger als 7 %, eignet sich das Trockenpressen vor allem zur Herstellung großer Stückzahlen (Serienfertigung), da die entsprechenden Formwerkzeuge sehr teuer sind. Zu den Vorteilen dieser Pressart gehören gute Reproduzierbarkeit (Wiederholbarkeit), hohe Maßgenauigkeit und ein automatischer Prozessablauf. Nachteile sind die aufwändige Pulveraufbereitung. Hinzu kommt, dass Unterschiede in der Dichte des Formteils entstehen können bzw. Lunker (Hohlräume) und Einschränkungen in der zu fertigenden Bauteilgeometrie.&lt;br /&gt;
=== ''Feuchtpressen'' ===&lt;br /&gt;
Bei diesem Pressvorgang entsteht eine geringere Festigkeit des Formteiles, aber eine gleichmäßigere Dichteverteilung als beim Trockenpressen. Somit eignet sich das Feuchtpressen auch für komplizierte Geometrien. Jedoch ist bei einem Wassergehalt des Rohstoffes von über 12 % eine Trocknung des Rohlings erforderlich.&lt;br /&gt;
=== ''Isostatisches Pressen'' ===&lt;br /&gt;
Dieses Pressen eignet sich sehr gut für kleine Teile mit gleichmäßiger Verdichtung, anspruchsvolle Prototypen und Kleinserienfertigung, da in alle Richtungen gleich großer Pressdruck herrscht.&lt;br /&gt;
=== ''Uniaxiales Pressen'' ===&lt;br /&gt;
Diese Methode wird zur Herstellung plattenförmiger Körper verwendet und hat sich zu einem großserientauglichen Verfahren entwickelt. Anders als beim isostatischen Pressen wird der Pressdruck nur in eine Richtung auf den Körper ausgeübt. Öle und Wachse als Presshilfsmittel verbessern hierbei die Verdichtbarkeit und Gleitfähigkeit des Pulvers. Bei einem zu hohen Pressdruck kann es beim Herauslösen des Rohlings zu lokalen Zugspannungen kommen, die Risse im Rohling beim Erreichen des Gleichgewichtszustandes bilden können.&lt;br /&gt;
== Erzeugnisse/Endprodukte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aluminiumschaum.jpg|thumb|150px|Aluminiumschaum]]&lt;br /&gt;
Die Sintertechnik wird in vielen Bereichen genutzt. Viele Materialien lassen sich durch Sintern verformen, obwohl sie zunächst keine Formgebung zuzulassen scheinen. Die Technik eignet sich vor allem zur Großserienfertigung metallischer Form- und Fertigteilen aus Keramik (sowohl technischer als auch mineralischer Form), pulverförmigen Metallen und [[Kunststoffe|Kunststoffen]]. Außerdem kommt sie in der Automobilindustrie (z.B. bei der Herstellung von Lagern, Bauteilen für Motoren und Getriebe), sowie in der Zahntechnik und bei der Werkzeugherstellung zum Einsatz. Darüber hinaus ist das Sintern im Bereich der Nanotechnologie zu finden. Es können auch Hohlkugelstrukturen (Metallschäume) durch sintern von Metallpulver beschichteten Styroporkügelchen hergestellt werden die z.B. in der Akustik zur Schallabsorption (Schalldämpfung) verwendet werden. Die Bereiche der Anwendungsmöglichkeiten von Sinterformteilen erweitern sich ständig, durch die Entwicklung und Optimierung neuer Metallpulver.&lt;br /&gt;
== Spezialverfahren ==&lt;br /&gt;
=== ''Spark Plasma Sintering (SPS)'' ===&lt;br /&gt;
Unter Verwendung pulsierenden Gleichstroms im Bereich einiger Kiloampere und niedriger Spannung eignet sich das SPS-Verfahren besonders zur Kompaktierung von Materialkombinationen, die sich mit herkömmlichen Sinterverfahren nicht erreichen lassen. &lt;br /&gt;
Zunächst wird das Materialpulver in einen hohlzylinderartigen Graphittiegel gefüllt und durch zwei Graphitstempel, welche dem Tiegel angepasst sind vorverdichtet. Nun wird der Tiegel in die SPS-Maschine eingebaut und der Sintervorgang kann unter Vakuum oder Schutzgas erfolgen. Dadurch, dass Gleichstrom durch das Pulver geleitet wird, entsteht durch den Widerstand Wärmeleistung und das Pulver heizt sich von innen auf, bis die Partikel miteinander verschmelzen. Vorteile dieses Verfahrens sind kurze Prozesszeiten im Bereich unter 30 Minuten, sowie der Einsatz in der Nanotechnologie und diese dann auf makroskopischer Skala zu übertragen. Dies eröffnet neue Möglichkeiten in der Material- und Energietechnik.&lt;br /&gt;
===  ''Selektives Lasersintern (SLS)'' ===&lt;br /&gt;
[[Datei:3D Drucker.jpg|left|thumb|150px|3D Drucker]]&lt;br /&gt;
Das Lasersintern, das zu dem 3D-Druck-Verfahren gehört, ermöglicht eine sehr freie Formgebung für das Werkstück, da der pulverförmige Ausgangsstoff in Schichten aufgetragen wird, das sogenannte &amp;quot; Slicen &amp;quot; mittels vorliegender CAD-Daten des Bauteils. Durch die Laserstrahlen können dreidimensionale Geometrien erzeugt werden, die sogar Hinterschneidungen am Formteil zulassen. Aufgrund des hohen maschinellen Aufwandes entstehen Prozesszeiten die von Stunden bishin zu Tagen (Abhängig von der Genauigkeitsanforderung) reichen. Das Verfahren eignet sich für kleine Stückzahlen komplizierter Teile und Prototypen. Als Laser kommen zum Einsatz CO2-Laser, Nd:YAG-Laser oder ein Faserlaser.&lt;br /&gt;
[[Datei:Selektives Lasersintern (SLS).jpg|thumb|200px|Vorgang des Lasersinterns]]&lt;br /&gt;
Beim Vorgang wird das Pulver vollflächig in einer Dicke von 0,001 bis 0,02 mm auf eine Bauplattform mit Hilfe einer Rakel (Abstreichholz) aufgetragen. Durch Ansteuern des Laserstrahles werden die Pulverschichten schrittweise in vertikaler Richtung in das Pulverbett anhand der Konturen des Bauteils gesintert. Die Pulverzufuhr erfolgt dadurch, dass eine Pulverplattform angehoben wird. Zum Schluss wird die Bauplattform leicht abgesenkt und eine neue Schicht aufgetragen bis der entsprechende Rohling entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Schatt, W.: ''Sintervorgänge - Grundlagen'' (VDI Verlag, Düsseldorf 1992)&lt;br /&gt;
* Exner, H.E.: ''Grundlagen von Sintervorgängen'' (Bornträger, Berlin/Stuttgart 1978)&lt;br /&gt;
* Schatt, W.; Wieters, K.-P.; Kieback, B.: ''Pulvermetallurgie'' (Springer Verlag, Berlin/Heidelberg 2007)&lt;br /&gt;
* Fischer, U.; Gomeringer R.; u.a.: ''Tabellenbuch Metall'' 45. Auflage (Verlag Europa Lehrmittel, Haan-Gruiten 2011)&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://www.ikts.fraunhofer.de/de/forschungsfelder/sinterncharakterisierung/waermebehandlung/sintern.html&lt;br /&gt;
* http://www.hs-pforzheim.de/De-de/Technik/Maschinenbau/laborbereiche/fertigungstechnik/verfahren_fertigung/Seiten/Beschreibung_Sintern.aspx&lt;br /&gt;
* http://www.ifam.fraunhofer.de/de/Dresden/technologien/Formgebung/spark_plasma_sinteranlage.html&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* http://www.sintern.org/&lt;br /&gt;
* http://de.wikipedia.org/wiki/Sintern&lt;br /&gt;
* http://www.substech.com/dokuwiki/doku.php?id=spark_plasma_sintering&lt;br /&gt;
* Eigenkenntnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--Marc Schröder 20:04, 19. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Fertigungstechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=65952</id>
		<title>Sintern</title>
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				<updated>2013-10-20T14:26:39Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Gesintertes Eisenerz.JPG|thumb|400px|Gesintertes Eisenerz]]&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Sintern gehört zu dem Fertigungsverfahren Urformen. Es dient zur Herstellung oder Veränderung von Stoffen bzw. Werkstoffen. Hierbei werden feinkörnige, keramische oder metallische Stoffe oft unter erhöhtem Druck erhitzt. Um die Gestalt (Form) des Werkstückes beizubehalten, bleiben die entstandenen Temperaturen unterhalb der Schmelztemperatur der Hauptkomponenten. In der Regel kommt es zu einer Schwindung, da es zu einer Verdichtung der Partikel des Ausgangsmaterials kommt und die Porenräume aufgefüllt werden. Aus einem fein- oder grobkörnigen, ungebrannten Rohling entsteht durch die Temperaturbehandlung des Sinterns ein festes Werkstück, das in einem vorangegangenen Prozessschritt, beispielsweise mittels [[Extrusion]], geformt wurde. Erst durch diese Temperaturbehandlung erhält das Sintererzeugnis seine endgültigen Eigenschaften, wie [[Härte]], [[Festigkeit]] oder Temperaturleitfähigkeit, die im jeweiligen Einsatz erforderlich sind.&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vorteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zusammenbringen von Ausgangsstoffen, die sich auf andere Weise nur sehr schwer oder gar nicht zu einem neuen Werkstoff verbinden lassen&lt;br /&gt;
* hohe Materialausnutzung&lt;br /&gt;
* hohe Maß- und Formgenauigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Nachteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* vereinzelt kann durch Porosität reduzierte Festigkeit entstehen&lt;br /&gt;
* höhere Kosten für Pulver und Pulvergemische&lt;br /&gt;
* Einschränkungen in der Formgebung (Hinterschneidungen, [[Gewinde]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sintervorgang ==&lt;br /&gt;
Der Sintervorgang lässt sich in drei Phasen unterteilen, die sich aber in der Praxis nicht von einander trennen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Anfangsphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anfangsphase ist die Sichtbarkeit der ursprünglichen Teilchen noch gegeben. Durch Brückenbildung und Kornwachstum entsteht zwischen den Pulverteilchen der erste Zusammenhalt. Es erfolgt eine geringe Schwindung und es kommt zur Verdichtung des Rohlings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Mittlere Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zusammenhängender Porenraum wird erschaffen und die Erkennbarkeit der einzelnen Teilchen lässt nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Spätphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätphase kommt es dann zur Festigkeit der Sinterkörper, da der Porenraum verringert und in zunehmendem Maße von außen zugänglich wird (geschlossene Poren). Es erfolgt eine vollständige Verdichtung der Pulverpartikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine sehr hohe Maßgenauigkeit erforderlich ist, erfolgt in manchen Fällen nach dem letzten Vorgang noch ein Kalibrieren des Werkstückes, da sie nicht durch reines Sintern erreicht wird, aufgrund des nicht exakt berechenbaren Volumenverlustes. Dies erfolgt, durch nochmalige Pressung des quasi fertigen Werkstückes in eine Form, unter hohem Druck. Somit ist eine hohe Maßhaltigkeit gewährleistet.&lt;br /&gt;
== Pressarten ==&lt;br /&gt;
=== ''Trockenpressen'' ===&lt;br /&gt;
Mit einem Wassergehalt des Rohstoffes weniger als 7 %, eignet sich das Trockenpressen vor allem zur Herstellung großer Stückzahlen (Serienfertigung), da die entsprechenden Formwerkzeuge sehr teuer sind. Zu den Vorteilen dieser Pressart gehören gute Reproduzierbarkeit (Wiederholbarkeit), hohe Maßgenauigkeit und ein automatischer Prozessablauf. Nachteile sind die aufwändige Pulveraufbereitung. Hinzu kommt, dass Unterschiede in der Dichte des Formteils entstehen können bzw. Lunker (Hohlräume) und Einschränkungen in der zu fertigenden Bauteilgeometrie.&lt;br /&gt;
=== ''Feuchtpressen'' ===&lt;br /&gt;
Bei diesem Pressvorgang entsteht eine geringere Festigkeit des Formteiles, aber eine gleichmäßigere Dichteverteilung als beim Trockenpressen. Somit eignet sich das Feuchtpressen auch für komplizierte Geometrien. Jedoch ist bei einem Wassergehalt des Rohstoffes von über 12 % eine Trocknung des Rohlings erforderlich.&lt;br /&gt;
=== ''Isostatisches Pressen'' ===&lt;br /&gt;
Dieses Pressen eignet sich sehr gut für kleine Teile mit gleichmäßiger Verdichtung, anspruchsvolle Prototypen und Kleinserienfertigung, da in alle Richtungen gleich großer Pressdruck herrscht.&lt;br /&gt;
=== ''Uniaxiales Pressen'' ===&lt;br /&gt;
Diese Methode wird zur Herstellung plattenförmiger Körper verwendet und hat sich zu einem großserientauglichen Verfahren entwickelt. Anders als beim isostatischen Pressen wird der Pressdruck nur in eine Richtung auf den Körper ausgeübt. Öle und Wachse als Presshilfsmittel verbessern hierbei die Verdichtbarkeit und Gleitfähigkeit des Pulvers. Bei einem zu hohen Pressdruck kann es beim Herauslösen des Rohlings zu lokalen Zugspannungen kommen, die Risse im Rohling beim Erreichen des Gleichgewichtszustandes bilden können.&lt;br /&gt;
== Erzeugnisse/Endprodukte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aluminiumschaum.jpg|thumb|150px|Aluminiumschaum]]&lt;br /&gt;
Die Sintertechnik wird in vielen Bereichen genutzt. Viele Materialien lassen sich durch Sintern verformen, obwohl sie zunächst keine Formgebung zuzulassen scheinen. Die Technik eignet sich vor allem zur Großserienfertigung metallischer Form- und Fertigteilen aus Keramik (sowohl technischer als auch mineralischer Form), pulverförmigen Metallen und [[Kunststoffe|Kunststoffen]]. Außerdem kommt sie in der Automobilindustrie (z.B. bei der Herstellung von Lagern, Bauteilen für Motoren und Getriebe), sowie in der Zahntechnik und bei der Werkzeugherstellung zum Einsatz. Darüber hinaus ist das Sintern im Bereich der Nanotechnologie zu finden. Es können auch Hohlkugelstrukturen (Metallschäume) durch sintern von Metallpulver beschichteten Styroporkügelchen hergestellt werden die z.B. in der Akustik zur Schallabsorption (Schalldämpfung) verwendet werden. Die Bereiche der Anwendungsmöglichkeiten von Sinterformteilen erweitern sich ständig, durch die Entwicklung und Optimierung neuer Metallpulver.&lt;br /&gt;
== Spezialverfahren ==&lt;br /&gt;
=== ''Spark Plasma Sintering (SPS)'' ===&lt;br /&gt;
Unter Verwendung pulsierenden Gleichstroms im Bereich einiger Kiloampere und niedriger Spannung eignet sich das SPS-Verfahren besonders zur Kompaktierung von Materialkombinationen, die sich mit herkömmlichen Sinterverfahren nicht erreichen lassen. &lt;br /&gt;
Zunächst wird das Materialpulver in einen hohlzylinderartigen Graphittiegel gefüllt und durch zwei Graphitstempel, welche dem Tiegel angepasst sind vorverdichtet. Nun wird der Tiegel in die SPS-Maschine eingebaut und der Sintervorgang kann unter Vakuum oder Schutzgas erfolgen. Dadurch, dass Gleichstrom durch das Pulver geleitet wird, entsteht durch den Widerstand Wärmeleistung und das Pulver heizt sich von innen auf, bis die Partikel miteinander verschmelzen. Vorteile dieses Verfahrens sind kurze Prozesszeiten im Bereich unter 30 Minuten, sowie der Einsatz in der Nanotechnologie und diese dann auf makroskopischer Skala zu übertragen. Dies eröffnet neue Möglichkeiten in der Material- und Energietechnik.&lt;br /&gt;
===  ''Selektives Lasersintern (SLS)'' ===&lt;br /&gt;
[[Datei:3D Drucker.jpg|left|thumb|150px|3D Drucker]]&lt;br /&gt;
Das Lasersintern, das zu dem 3D-Druck-Verfahren gehört, ermöglicht eine sehr freie Formgebung für das Werkstück, da der pulverförmige Ausgangsstoff in Schichten aufgetragen wird, das sogenannte &amp;quot; Slicen &amp;quot; mittels vorliegender CAD-Daten des Bauteils. Durch die Laserstrahlen können dreidimensionale Geometrien erzeugt werden, die sogar Hinterschneidungen am Formteil zulassen. Aufgrund des hohen maschinellen Aufwandes entstehen Prozesszeiten die von Stunden bishin zu Tagen (Abhängig von der Genauigkeitsanforderung) reichen. Das Verfahren eignet sich für kleine Stückzahlen komplizierter Teile und Prototypen. Als Laser kommen zum Einsatz CO2-Laser, Nd:YAG-Laser oder ein Faserlaser.&lt;br /&gt;
[[Datei:Selektives Lasersintern (SLS).jpg|thumb|200px|Vorgang des Lasersinterns]]&lt;br /&gt;
Beim Vorgang wird das Pulver vollflächig in einer Dicke von 0,001 bis 0,02 mm auf eine Bauplattform mit Hilfe einer Rakel (Abstreichholz) aufgetragen. Durch Ansteuern des Laserstrahles werden die Pulverschichten schrittweise in vertikaler Richtung in das Pulverbett anhand der Konturen des Bauteils gesintert. Die Pulverzufuhr erfolgt dadurch, dass eine Pulverplattform angehoben wird. Zum Schluss wird die Bauplattform leicht abgesenkt und eine neue Schicht aufgetragen bis der entsprechende Rohling entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* http://www.sintern.org/&lt;br /&gt;
* http://de.wikipedia.org/wiki/Sintern&lt;br /&gt;
* Eigenkenntnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--Marc Schröder 20:04, 19. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Fertigungstechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=65951</id>
		<title>Sintern</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=65951"/>
				<updated>2013-10-20T11:47:00Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Gesintertes Eisenerz.JPG|thumb|400px|Gesintertes Eisenerz]]&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Sintern gehört zu dem Fertigungsverfahren Urformen. Es dient zur Herstellung oder Veränderung von Stoffen bzw. Werkstoffen. Hierbei werden feinkörnige, keramische oder metallische Stoffe oft unter erhöhtem Druck erhitzt. Um die Gestalt (Form) des Werkstückes beizubehalten, bleiben die entstandenen Temperaturen unterhalb der Schmelztemperatur der Hauptkomponenten. In der Regel kommt es zu einer Schwindung, da es zu einer Verdichtung der Partikel des Ausgangsmaterials kommt und die Porenräume aufgefüllt werden. Aus einem fein- oder grobkörnigen, ungebrannten Rohling entsteht durch die Temperaturbehandlung des Sinterns ein festes Werkstück, das in einem vorangegangenen Prozessschritt, beispielsweise mittels [[Extrusion]], geformt wurde. Erst durch diese Temperaturbehandlung erhält das Sintererzeugnis seine endgültigen Eigenschaften, wie [[Härte]], [[Festigkeit]] oder Temperaturleitfähigkeit, die im jeweiligen Einsatz erforderlich sind.&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vorteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zusammenbringen von Ausgangsstoffen, die sich auf andere Weise nur sehr schwer oder gar nicht zu einem neuen Werkstoff verbinden lassen&lt;br /&gt;
* hohe Materialausnutzung&lt;br /&gt;
* hohe Maß- und Formgenauigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Nachteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* vereinzelt kann durch Porosität reduzierte Festigkeit entstehen&lt;br /&gt;
* höhere Kosten für Pulver und Pulvergemische&lt;br /&gt;
* Einschränkungen in der Formgebung (Hinterschneidungen, [[Gewinde]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sintervorgang ==&lt;br /&gt;
Der Sintervorgang lässt sich in drei Phasen unterteilen, die sich aber in der Praxis nicht von einander trennen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Anfangsphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anfangsphase ist die Sichtbarkeit der ursprünglichen Teilchen noch gegeben. Durch Brückenbildung und Kornwachstum entsteht zwischen den Pulverteilchen der erste Zusammenhalt. Es erfolgt eine geringe Schwindung und es kommt zur Verdichtung des Rohlings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Mittlere Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zusammenhängender Porenraum wird erschaffen und die Erkennbarkeit der einzelnen Teilchen lässt nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Spätphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätphase kommt es dann zur Festigkeit der Sinterkörper, da der Porenraum verringert und in zunehmendem Maße von außen zugänglich wird (geschlossene Poren). Es erfolgt eine vollständige Verdichtung der Pulverpartikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine sehr hohe Maßgenauigkeit erforderlich ist, erfolgt in manchen Fällen nach dem letzten Vorgang noch ein Kalibrieren des Werkstückes, da sie nicht durch reines Sintern erreicht wird, aufgrund des nicht exakt berechenbaren Volumenverlustes. Dies erfolgt, durch nochmalige Pressung des quasi fertigen Werkstückes in eine Form, unter hohem Druck. Somit ist eine hohe Maßhaltigkeit gewährleistet.&lt;br /&gt;
== Pressarten ==&lt;br /&gt;
=== ''Trockenpressen'' ===&lt;br /&gt;
Mit einem Wassergehalt des Rohstoffes weniger als 7 %, eignet sich das Trockenpressen vor allem zur Herstellung großer Stückzahlen (Serienfertigung), da die entsprechenden Formwerkzeuge sehr teuer sind. Zu den Vorteilen dieser Pressart gehören gute Reproduzierbarkeit (Wiederholbarkeit), hohe Maßgenauigkeit und ein automatischer Prozessablauf. Nachteile sind die aufwändige Pulveraufbereitung. Hinzu kommt, dass Unterschiede in der Dichte des Formteils entstehen können bzw. Lunker (Hohlräume) und Einschränkungen in der zu fertigenden Bauteilgeometrie.&lt;br /&gt;
=== ''Feuchtpressen'' ===&lt;br /&gt;
Bei diesem Pressvorgang entsteht eine geringere Festigkeit des Formteiles, aber eine gleichmäßigere Dichteverteilung als beim Trockenpressen. Somit eignet sich das Feuchtpressen auch für komplizierte Geometrien. Jedoch ist bei einem Wassergehalt des Rohstoffes von über 12 % eine Trocknung des Rohlings erforderlich.&lt;br /&gt;
=== ''Isostatisches Pressen'' ===&lt;br /&gt;
Dieses Pressen eignet sich sehr gut für kleine Teile mit gleichmäßiger Verdichtung, anspruchsvolle Prototypen und Kleinserienfertigung, da in alle Richtungen gleich großer Pressdruck herrscht.&lt;br /&gt;
=== ''Uniaxiales Pressen'' ===&lt;br /&gt;
Diese Methode wird zur Herstellung plattenförmiger Körper verwendet und hat sich zu einem großserientauglichen Verfahren entwickelt. Anders als beim isostatischen Pressen wird der Pressdruck nur in eine Richtung auf den Körper ausgeübt. Öle und Wachse als Presshilfsmittel verbessern hierbei die Verdichtbarkeit und Gleitfähigkeit des Pulvers. Bei einem zu hohen Pressdruck kann es beim Herauslösen des Rohlings zu lokalen Zugspannungen kommen, die Risse im Rohling beim Erreichen des Gleichgewichtszustandes bilden können.&lt;br /&gt;
== Erzeugnisse/Endprodukte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aluminiumschaum.jpg|thumb|150px|Aluminiumschaum]]&lt;br /&gt;
Die Sintertechnik wird in vielen Bereichen genutzt. Viele Materialien lassen sich durch Sintern verformen, obwohl sie zunächst keine Formgebung zuzulassen scheinen. Die Technik eignet sich vor allem zur Großserienfertigung metallischer Form- und Fertigteilen aus Keramik (sowohl technischer als auch mineralischer Form), pulverförmigen Metallen und [[Kunststoffe|Kunststoffen]]. Außerdem kommt sie in der Automobilindustrie (z.B. bei der Herstellung von Lagern, Bauteilen für Motoren und Getriebe), sowie in der Zahntechnik und bei der Werkzeugherstellung zum Einsatz. Darüber hinaus ist das Sintern im Bereich der Nanotechnologie zu finden. Es können auch Hohlkugelstrukturen (Metallschäume) durch sintern von Metallpulver beschichteten Styroporkügelchen hergestellt werden die z.B. in der Akustik zur Schallabsorption (Schalldämpfung) verwendet werden. Die Bereiche der Anwendungsmöglichkeiten von Sinterformteilen erweitern sich ständig, durch die Entwicklung und Optimierung neuer Metallpulver.&lt;br /&gt;
== Spezialverfahren ==&lt;br /&gt;
=== ''Spark Plasma Sintering (SPS)'' ===&lt;br /&gt;
Unter Verwendung pulsierenden Gleichstroms im Bereich einiger Kiloampere und niedriger Spannung eignet sich das SPS-Verfahren besonders zur Kompaktierung von Materialkombinationen, die sich mit herkömmlichen Sinterverfahren nicht erreichen lassen. &lt;br /&gt;
Zunächst wird das Materialpulver in einen hohlzylinderartigen Graphittiegel gefüllt und durch zwei Graphitstempel, welche dem Tiegel angepasst sind vorverdichtet. Nun wird der Tiegel in die SPS-Maschine eingebaut und der Sintervorgang kann unter Vakuum oder Schutzgas erfolgen. Dadurch, dass Gleichstrom durch das Pulver geleitet wird, entsteht durch den Widerstand Wärmeleistung und das Pulver heizt sich von innen auf, bis die Partikel miteinander verschmelzen. Vorteile dieses Verfahrens sind kurze Prozesszeiten im Bereich unter 30 Minuten, sowie der Einsatz in der Nanotechnologie und diese dann auf makroskopischer Skala zu übertragen. Dies eröffnet neue Möglichkeiten in der Material- und Energietechnik.&lt;br /&gt;
===  ''Selektives Lasersintern (SLS)'' ===&lt;br /&gt;
[[Datei:3D Drucker.jpg|left|thumb|150px|3D Drucker]]&lt;br /&gt;
Das Lasersintern, das zu dem 3D-Druck-Verfahren gehört, ermöglicht eine sehr freie Formgebung für das Werkstück, da der pulverförmige Ausgangsstoff in Schichten aufgetragen wird, das sogenannte &amp;quot; Slicen &amp;quot; mittels vorliegender CAD-Daten des Bauteils. Durch die Laserstrahlen können dreidimensionale Geometrien erzeugt werden, die sogar Hinterschneidungen am Formteil zulassen. Aufgrund des hohen maschinellen Aufwandes entstehen Prozesszeiten die von Stunden bishin zu Tagen (Abhängig von der Genauigkeitsanforderung) reichen. Das Verfahren eignet sich für kleine Stückzahlen komplizierter Teile und Prototypen. Als Laser kommen zum Einsatz CO2-Laser, Nd:YAG-Laser oder ein Faserlaser.&lt;br /&gt;
[[Datei:Selektives Lasersintern (SLS).jpg|thumb|200px|Vorgang des Lasersinterns]]&lt;br /&gt;
Beim Vorgang wird das Pulver vollflächig in einer Dicke von 0,001 bis 0,02 mm auf eine Bauplattform mit Hilfe einer Rakel (Abstreichholz) aufgetragen. Durch Ansteuern des Laserstrahles werden die Pulverschichten schrittweise in vertikaler Richtung in das Pulverbett anhand der Konturen des Bauteils gesintert. Die Pulverzufuhr erfolgt dadurch, dass eine Pulverplattform angehoben wird. Zum Schluss wird die Bauplattform leicht abgesenkt und eine neue Schicht aufgetragen bis der entsprechende Rohling entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* http://www.sintern.org/&lt;br /&gt;
* http://de.wikipedia.org/wiki/Sintern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--Marc Schröder 20:04, 19. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Fertigungstechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=65950</id>
		<title>Sintern</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=65950"/>
				<updated>2013-10-20T11:34:58Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Gesintertes Eisenerz.JPG|thumb|400px|Gesintertes Eisenerz]]&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Sintern gehört zu dem Fertigungsverfahren Urformen. Es dient zur Herstellung oder Veränderung von Stoffen bzw. Werkstoffen. Hierbei werden feinkörnige, keramische oder metallische Stoffe oft unter erhöhtem Druck erhitzt. Um die Gestalt (Form) des Werkstückes beizubehalten, bleiben die entstandenen Temperaturen unterhalb der Schmelztemperatur der Hauptkomponenten. In der Regel kommt es zu einer Schwindung, da es zu einer Verdichtung der Partikel des Ausgangsmaterials kommt und die Porenräume aufgefüllt werden. Aus einem fein- oder grobkörnigen, ungebrannten Rohling entsteht durch die Temperaturbehandlung des Sinterns ein festes Werkstück, das in einem vorangegangenen Prozessschritt, beispielsweise mittels [[Extrusion]], geformt wurde. Erst durch diese Temperaturbehandlung erhält das Sintererzeugnis seine endgültigen Eigenschaften, wie [[Härte]], [[Festigkeit]] oder Temperaturleitfähigkeit, die im jeweiligen Einsatz erforderlich sind.&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vorteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zusammenbringen von Ausgangsstoffen, die sich auf andere Weise nur sehr schwer oder gar nicht zu einem neuen Werkstoff verbinden lassen&lt;br /&gt;
* hohe Materialausnutzung&lt;br /&gt;
* hohe Maß- und Formgenauigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Nachteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* vereinzelt kann durch Porosität reduzierte Festigkeit entstehen&lt;br /&gt;
* höhere Kosten für Pulver und Pulvergemische&lt;br /&gt;
* Einschränkungen in der Formgebung (Hinterschneidungen, [[Gewinde]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sintervorgang ==&lt;br /&gt;
Der Sintervorgang lässt sich in drei Phasen unterteilen, die sich aber in der Praxis nicht von einander trennen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Anfangsphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anfangsphase ist die Sichtbarkeit der ursprünglichen Teilchen noch gegeben. Durch Brückenbildung und Kornwachstum entsteht zwischen den Pulverteilchen der erste Zusammenhalt. Es erfolgt eine geringe Schwindung und es kommt zur Verdichtung des Rohlings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Mittlere Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zusammenhängender Porenraum wird erschaffen und die Erkennbarkeit der einzelnen Teilchen lässt nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Spätphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätphase kommt es dann zur Festigkeit der Sinterkörper, da der Porenraum verringert und in zunehmendem Maße von außen zugänglich wird (geschlossene Poren). Es erfolgt eine vollständige Verdichtung der Pulverpartikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine sehr hohe Maßgenauigkeit erforderlich ist, erfolgt in manchen Fällen nach dem letzten Vorgang noch ein Kalibrieren des Werkstückes, da sie nicht durch reines Sintern erreicht wird, aufgrund des nicht exakt berechenbaren Volumenverlustes. Dies erfolgt, durch nochmalige Pressung des quasi fertigen Werkstückes in eine Form, unter hohem Druck. Somit ist eine hohe Maßhaltigkeit gewährleistet.&lt;br /&gt;
== Pressarten ==&lt;br /&gt;
=== ''Trockenpressen'' ===&lt;br /&gt;
Mit einem Wassergehalt des Rohstoffes weniger als 7 %, eignet sich das Trockenpressen vor allem zur Herstellung großer Stückzahlen (Serienfertigung), da die entsprechenden Formwerkzeuge sehr teuer sind. Zu den Vorteilen dieser Pressart gehören gute Reproduzierbarkeit (Wiederholbarkeit), hohe Maßgenauigkeit und ein automatischer Prozessablauf. Nachteile sind die aufwändige Pulveraufbereitung. Hinzu kommt, dass Unterschiede in der Dichte des Formteils entstehen können bzw. Lunker (Hohlräume) und Einschränkungen in der zu fertigenden Bauteilgeometrie.&lt;br /&gt;
=== ''Feuchtpressen'' ===&lt;br /&gt;
Bei diesem Pressvorgang entsteht eine geringere Festigkeit des Formteiles, aber eine gleichmäßigere Dichteverteilung als beim Trockenpressen. Somit eignet sich das Feuchtpressen auch für komplizierte Geometrien. Jedoch ist bei einem Wassergehalt des Rohstoffes von über 12 % eine Trocknung des Rohlings erforderlich.&lt;br /&gt;
=== ''Isostatisches Pressen'' ===&lt;br /&gt;
Dieses Pressen eignet sich sehr gut für kleine Teile mit gleichmäßiger Verdichtung, anspruchsvolle Prototypen und Kleinserienfertigung, da in alle Richtungen gleich großer Pressdruck herrscht.&lt;br /&gt;
=== ''Uniaxiales Pressen'' ===&lt;br /&gt;
Diese Methode wird zur Herstellung plattenförmiger Körper verwendet und hat sich zu einem großserientauglichen Verfahren entwickelt. Anders als beim isostatischen Pressen wird der Pressdruck nur in eine Richtung auf den Körper ausgeübt. Öle und Wachse als Presshilfsmittel verbessern hierbei die Verdichtbarkeit und Gleitfähigkeit des Pulvers. Bei einem zu hohen Pressdruck kann es beim Herauslösen des Rohlings zu lokalen Zugspannungen kommen, die Risse im Rohling beim Erreichen des Gleichgewichtszustandes bilden können.&lt;br /&gt;
== Erzeugnisse/Endprodukte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aluminiumschaum.jpg|thumb|150px|Aluminiumschaum]]&lt;br /&gt;
Die Sintertechnik wird in vielen Bereichen genutzt. Viele Materialien lassen sich durch Sintern verformen, obwohl sie zunächst keine Formgebung zuzulassen scheinen. Die Technik eignet sich vor allem zur Großserienfertigung metallischer Form- und Fertigteilen aus Keramik (sowohl technischer als auch mineralischer Form), pulverförmigen Metallen und [[Kunststoffe|Kunststoffen]]. Außerdem kommt sie in der Automobilindustrie (z.B. bei der Herstellung von Lagern, Bauteilen für Motoren und Getriebe), sowie in der Zahntechnik und bei der Werkzeugherstellung zum Einsatz. Darüber hinaus ist das Sintern im Bereich der Nanotechnologie zu finden. Es können auch Hohlkugelstrukturen (Metallschäume) durch sintern von Metallpulver beschichteten Styroporkügelchen hergestellt werden die z.B. in der Akustik zur Schallabsorption (Schalldämpfung) verwendet werden. Die Bereiche der Anwendungsmöglichkeiten von Sinterformteilen erweitern sich ständig, durch die Entwicklung und Optimierung neuer Metallpulver.&lt;br /&gt;
== Spezialverfahren ==&lt;br /&gt;
=== ''Spark Plasma Sintering (SPS)'' ===&lt;br /&gt;
Unter Verwendung pulsierenden Gleichstroms im Bereich einiger Kiloampere und niedriger Spannung eignet sich das SPS-Verfahren besonders zur Kompaktierung von Materialkombinationen, die sich mit herkömmlichen Sinterverfahren nicht erreichen lassen. &lt;br /&gt;
Zunächst wird das Materialpulver in einen hohlzylinderartigen Graphittiegel gefüllt und durch zwei Graphitstempel, welche dem Tiegel angepasst sind vorverdichtet. Nun wird der Tiegel in die SPS-Maschine eingebaut und der Sintervorgang kann unter Vakuum oder Schutzgas erfolgen. Dadurch, dass Gleichstrom durch das Pulver geleitet wird, entsteht durch den Widerstand Wärmeleistung und das Pulver heizt sich von innen auf, bis die Partikel miteinander verschmelzen. Vorteile dieses Verfahrens sind kurze Prozesszeiten im Bereich unter 30 Minuten, sowie der Einsatz in der Nanotechnologie und diese dann auf makroskopischer Skala zu übertragen. Dies eröffnet neue Möglichkeiten in der Material- und Energietechnik.&lt;br /&gt;
===  ''Selektives Lasersintern (SLS)'' ===&lt;br /&gt;
Das Lasersintern, das zu dem 3D-Druck-Verfahren gehört, ermöglicht eine sehr freie Formgebung für das Werkstück, da der pulverförmige Ausgangsstoff in Schichten aufgetragen wird, das sogenannte &amp;quot; Slicen &amp;quot; mittels vorliegender CAD-Daten des Bauteils. Durch die Laserstrahlen können dreidimensionale Geometrien erzeugt werden, die sogar Hinterschneidungen am Formteil zulassen. Aufgrund des hohen maschinellen Aufwandes entstehen Prozesszeiten die von Stunden bishin zu Tagen (Abhängig von der Genauigkeitsanforderung) reichen. Das Verfahren eignet sich für kleine Stückzahlen komplizierter Teile und Prototypen. Als Laser kommen zum Einsatz CO2-Laser, Nd:YAG-Laser oder ein Faserlaser. Beim Vorgang wird das Pulver vollflächig in einer Dicke von 0,001 bis 0,02 mm auf eine Bauplattform mit Hilfe einer Rakel (Abstreichholz) aufgetragen. Durch Ansteuern des Laserstrahles werden die Pulverschichten schrittweise in vertikaler Richtung in das Pulverbett anhand der Konturen des Bauteils gesintert. Die Pulverzufuhr erfolgt dadurch, dass eine Pulverplattform angehoben wird. Zum Schluss wird die Bauplattform leicht abgesenkt und eine neue Schicht aufgetragen bis der entsprechende Rohling entsteht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;table border = 2 cellpadding = 5&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;[[Datei:3D Drucker.jpg|thumb|150px|3D Drucker]]&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;[[Datei:Selektives Lasersintern (SLS).jpg|thumb|200px|Vorgang des Lasersinterns]]&amp;lt;/td&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* http://www.sintern.org/&lt;br /&gt;
* http://de.wikipedia.org/wiki/Sintern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--Marc Schröder 20:04, 19. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Fertigungstechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

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		<id>http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Datei:Aluminiumschaum.jpg&amp;diff=65949</id>
		<title>Datei:Aluminiumschaum.jpg</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Datei:Gesintertes_Eisenerz.JPG&amp;diff=65948</id>
		<title>Datei:Gesintertes Eisenerz.JPG</title>
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		<title>Datei:3D Drucker.jpg</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
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		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

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		<title>Datei:Selektives Lasersintern (SLS).jpg</title>
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&lt;hr /&gt;
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		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

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		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Sintern gehört zu dem Fertigungsverfahren Urformen. Es dient zur Herstellung oder Veränderung von Stoffen bzw. Werkstoffen. Hierbei werden feinkörnige, keramische oder metallische Stoffe oft unter erhöhtem Druck erhitzt. Um die Gestalt (Form) des Werstückes beizubehalten, bleiben die entstandenen Temperaturen unterhalb der Schmelztemperatur der Hauptkomponenten. In der Regel kommt es zu einer Schwindung, da es zu einer Verdichtung der Partikel des Ausgangsmaterials kommt und die Porenräume aufgefüllt werden. Aus einem fein- oder grobkörnigen, ungebrannten Rohling entsteht durch die Temperaturbehandlung des Sinterns ein festes Werkstück, das in einem vorangegangenen Prozessschritt, beispielsweise mittels [[Extrusion]], geformt wurde. Erst durch diese Temperaturbehandlung erhält das Sintererzeugnis seine endgültigen Eigenschaften, wie [[Härte]], [[Festigkeit]] oder Temperaturleitfähigkeit, die im jeweiligen Einsatz erforderlich sind.&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vorteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zusammenbringen von Ausgangsstoffen, die sich auf andere Weise nur sehr schwer oder gar nicht zu einem neuen Werkstoff verbinden lassen&lt;br /&gt;
* hohe Materialausnutzung&lt;br /&gt;
* hohe Maß- und Formgenauigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Nachteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* vereinzelt kann durch Porosität reduzierte Festigkeit entstehen&lt;br /&gt;
* höhere Kosten für Pulver und Pulvergemische&lt;br /&gt;
* Einschränkungen in der Formgebung (Hinterschneidungen, [[Gewinde]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sintervorgang ==&lt;br /&gt;
Der Sintervorgang lässt sich in drei Phasen unterteilen, die sich aber in der Praxis nicht von einander trennen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Anfangsphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anfangsphase ist die Sichtbarkeit der ursprünglichen Teilchen noch gegeben. Durch Brückenbildung und Kornwachstum entsteht zwischen den Pulverteilchen der erste Zusammenhalt. Es erfolgt eine geringe Schwindung und es kommt zur Verdichtung des Rohlings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Mittlere Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zusammenhängender Porenraum wird erschaffen und die Erkennbarkeit der einzelnen Teilchen lässt nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Spätphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätphase kommt es dann zur Festigkeit der Sinterkörper, da der Porenraum verringert und in zunehmendem Maße von außen zugänglich wird (geschlossene Poren). Es erfolgt eine vollständige Verdichtung der Pulverpartikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine sehr hohe Maßgenauigkeit erforderlich ist, erfolgt in manchen Fällen nach dem letzten Vorgang noch ein Kalibrieren des Werkstückes, da sie nicht durch reines Sintern erreicht wird, aufgrund des nicht exakt berechenbaren Volumenverlustes. Dies erfolgt, durch nochmalige Pressung des quasi fertigen Werkstückes in eine Form, unter hohem Druck. Somit ist eine hohe Maßhaltigkeit gewährleistet.&lt;br /&gt;
== Pressarten ==&lt;br /&gt;
=== ''Trockenpressen'' ===&lt;br /&gt;
Mit einem Wassergehalt des Rohstoffes weniger als 7 %, eignet sich das Trockenpressen vor allem zur Herstellung großer Stückzahlen (Serienfertigung), da die entsprechenden Formwerkzeuge sehr teuer sind. Zu den Vorteilen dieser Pressart gehören gute Reproduzierbarkeit (Wiederholbarkeit), hohe Maßgenauigkeit und ein automatischer Prozessablauf. Nachteile sind die aufwändige Pulveraufbereitung, Einschränkungen in der zu fertigenden Bauteilgeometrie und es können Unterschiede in der Dichte des Formteiles entstehen bzw. Hohlräume (Lunker).&lt;br /&gt;
=== ''Feuchtpressen'' ===&lt;br /&gt;
Bei diesem Pressvorgang entsteht eine geringere Festigkeit des Formteiles, aber eine gleichmäßigere Dichteverteilung als beim Trockenpressen. Somit eignet sich das Feuchtpressen auch für komplizierte Geometrien. Jedoch ist bei einem Wassergehalt des Rohstoffes von über 12 % eine Trocknung des Rohlings erforderlich.&lt;br /&gt;
=== ''Isostatisches Pressen'' ===&lt;br /&gt;
Dieses Pressen eignet sich sehr gut für kleine Teile mit gleichmäßiger Verdichtung, anspruchsvolle Prototypen und Kleinserienfertigung, da in alle Richtungen gleich großer Pressdruck herrscht.&lt;br /&gt;
=== ''Uniaxiales Pressen'' ===&lt;br /&gt;
Diese Methode wird zur Herstellung plattenförmiger Körper verwendet und hat sich zu einem großserientauglichen Verfahren entwickelt. Anders als beim Isostatischen Pressen wird der Pressdruck nur in eine Richtung auf den Körper ausgeübt. Öle und Wachse als Presshilfsmittel verbessern hierbei die Verdichtbarkeit und Gleitfähigkeit des Pulvers. Bei einem zu hohen Pressdruck kann es beim Herauslösen des Rohlings zu lokalen Zugspannungen kommen, die Risse im Rohling beim Erreichen des Gleichgewichtszustandes bilden können.&lt;br /&gt;
== Erzeugnisse/Endprodukte ==&lt;br /&gt;
Die Sintertechnik wird in vielen Bereichen genutzt. Viele Materialien lassen sich durch Sintern verformen, obwohl sie zunächst keine Formgebung zuzulassen scheinen. Die Technik eignet sich vor allem zur Großserienfertigung metallischer Form- und Fertigteilen aus Keramik (sowohl technischer als auch mineralischer Form), pulverförmigen Metallen und [[Kunststoffe|Kunststoffen]]. Außerdem kommt sie in der Automobilindustrie (z.B. bei der Herstellung von Lagern, Bauteilen für Motoren und Getriebe), sowie in der Zahntechnik und bei der Werkzeugherstellung zum Einsatz. Darüber hinaus ist das Sintern im Bereich der Nanotechnologie zu finden.&lt;br /&gt;
Die Bereiche der Anwendungsmöglichkeiten von Sinterformteilen erweitern sich ständig, durch die Entwicklung und Optimierung neuer Metallpulver.&lt;br /&gt;
== Spezialverfahren ==&lt;br /&gt;
=== ''Spark Plasma Sintering (SPS)'' ===&lt;br /&gt;
Unter Verwendung pulsierenden Gleichstroms im Bereich einiger Kiloampere und niedriger Spannung eignet sich das SPS-Verfahren besonders zur Kompaktierung von Materialkombinationen, die sich mit herkömmlichen Sinterverfahren nicht erreichen lassen. &lt;br /&gt;
Zunächst wird das Materialpulver in einen hohlzylinderartigen Graphittiegel gefüllt und durch zwei Graphitstempel, welche dem Tiegel angepasst sind vorverdichtet. Nun wird der Tiegel in die SPS-Maschine eingebaut und der Sintervorgang kann unter Vakuum oder Schutzgas erfolgen. Dadurch, dass Gleichstrom durch das Pulver geleitet wird, entsteht durch den Widerstand Wärmeleistung und das Pulver heizt sich von innen auf, bis die Partikel miteinander verschmelzen. Vorteile dieses Verfahrens sind kurze Prozesszeiten im Bereich unter 30 Minuten, sowie der Einsatz in der Nanotechnologie und diese dann auf makroskopischer Skala zu übertragen. Dies eröffnet neue Möglichkeiten in der Material- und Energietechnik.&lt;br /&gt;
===  ''Selektives Lasersintern (SLS)'' ===&lt;br /&gt;
Das Lasersintern, das zu dem 3D-Druck-Verfahren gehört, ermöglicht eine sehr freie Formgebung für das Werkstück, da der pulverförmige Ausgangsstoff in Schichten aufgetragen wird, das sogenannte &amp;quot; Slicen &amp;quot; mittels vorliegender CAD-Daten des Bauteils. Durch die Laserstrahlen können dreidimensionale Geometrien erzeugt werden, die sogar Hinterschneidungen am Formteil zulassen. Aufgrund des hohen maschinellen Aufwandes entstehen Prozesszeiten die von Stunden bishin zu Tagen (Abhängig von der Genauigkeitsanforderung) reichen. Das Verfahren eignet sich für kleine Stückzahlen komplizierter Teile und Prototypen. Als Laser kommen zum Einsatz CO2-Laser, Nd:YAG-Laser oder ein Faserlaser. Beim Vorgang wird das Pulver vollflächig in einer Dicke von 0,001 bis 0,02 mm auf eine Bauplattform mit Hilfe einer Rakel (Abstreichholz) aufgetragen. Durch Ansteuern des Laserstrahles werden die Pulverschichten schrittweise in vertikaler Richtung in das Pulverbett anhand der Konturen des Bauteils gesintert. Die Pulverzufuhr erfolgt dadurch, dass eine Pulverplattform angehoben wird. Zum Schluss wird die Bauplattform leicht abgesenkt und eine neue Schicht aufgetragen bis der entsprechende Rohling entsteht.&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* http://www.sintern.org/&lt;br /&gt;
* http://de.wikipedia.org/wiki/Sintern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--Marc Schröder 20:04, 19. Sep. 2013 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=65930</id>
		<title>Sintern</title>
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				<updated>2013-10-16T16:51:10Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Sintern gehört zu dem Fertigungsverfahren Urformen. Es dient zur Herstellung oder Veränderung von Stoffen bzw. Werkstoffen. Hierbei werden feinkörnige, keramische oder metallische Stoffe oft unter erhöhtem Druck erhitzt. Um die Gestalt (Form) des Werstückes beizubehalten, bleiben die entstandenen Temperaturen unterhalb der Schmelztemperatur der Hauptkomponenten. In der Regel kommt es zu einer Schwindung, da es zu einer Verdichtung der Partikel des Ausgangsmaterials kommt und die Porenräume aufgefüllt werden. Aus einem fein- oder grobkörnigen, ungebrannten Rohling entsteht durch die Temperaturbehandlung des Sinterns ein festes Werkstück, das in einem vorangegangenen Prozessschritt, beispielsweise mittels [[Extrusion]], geformt wurde. Erst durch diese Temperaturbehandlung erhält das Sintererzeugnis seine endgültigen Eigenschaften, wie [[Härte]], [[Festigkeit]] oder Temperaturleitfähigkeit, die im jeweiligen Einsatz erforderlich sind.&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vorteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zusammenbringen von Ausgangsstoffen, die sich auf andere Weise nur sehr schwer oder gar nicht zu einem neuen Werkstoff verbinden lassen&lt;br /&gt;
* hohe Materialausnutzung&lt;br /&gt;
* hohe Maß- und Formgenauigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Nachteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* vereinzelt kann durch Porosität reduzierte Festigkeit entstehen&lt;br /&gt;
* höhere Kosten für Pulver und Pulvergemische&lt;br /&gt;
* Einschränkungen in der Formgebung (Hinterschneidungen, [[Gewinde]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sintervorgang ==&lt;br /&gt;
Der Sintervorgang lässt sich in drei Phasen unterteilen, die sich aber in der Praxis nicht von einander trennen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Anfangsphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anfangsphase ist die Sichtbarkeit der ursprünglichen Teilchen noch gegeben. Durch Brückenbildung und Kornwachstum entsteht zwischen den Pulverteilchen der erste Zusammenhalt. Es erfolgt eine geringe Schwindung und es kommt zur Verdichtung des Rohlings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Mittlere Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zusammenhängender Porenraum wird erschaffen und die Erkennbarkeit der einzelnen Teilchen lässt nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Spätphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätphase kommt es dann zur Festigkeit der Sinterkörper, da der Porenraum verringert und in zunehmendem Maße von außen zugänglich wird (geschlossene Poren). Es erfolgt eine vollständige Verdichtung der Pulverpartikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine sehr hohe Maßgenauigkeit erforderlich ist, erfolgt in manchen Fällen nach dem letzten Vorgang noch ein Kalibrieren des Werkstückes, da sie nicht durch reines Sintern erreicht wird, aufgrund des nicht exakt berechenbaren Volumenverlustes. Dies erfolgt, durch nochmalige Pressung des quasi fertigen Werkstückes in eine Form, unter hohem Druck. Somit ist eine hohe Maßhaltigkeit gewährleistet.&lt;br /&gt;
== Pressarten ==&lt;br /&gt;
=== ''Trockenpressen'' ===&lt;br /&gt;
Mit einem Wassergehalt des Rohstoffes weniger als 7 %, eignet sich das Trockenpressen vor allem zur Herstellung von großen Stückzahlen (Serienfertigung), da die entsprechenden Formwerkzeuge sehr teuer sind. Zu den Vorteilen dieser Pressart gehören gute Reproduzierbarkeit (Wiederholbarkeit), hohe Maßgenauigkeit und ein automatischer Prozessablauf. Nachteile sind die aufwändige Pulveraufbereitung, Einschränkungen in der zu fertigenden Bauteilgeomitrie und es können Unterschiede in der Dichte des Formteiles entstehen bzw. Hohlräume (Lunker).&lt;br /&gt;
=== ''Feuchtpressen'' ===&lt;br /&gt;
Bei diesem Pressvorgang entsteht eine geringere Festigkeit des Formteiles, aber eine gleichmäßigere Dichteverteilung als beim Trockenpressen. Somit eignet sich das Feuchtpressen auch für komplizierte Geometrien. Jedoch bei einem Wassergehalt des Rohstoffes von über 12 %  ist eine Trocknung des Rohlings erforderlich.&lt;br /&gt;
=== ''Isostatisches Pressen'' ===&lt;br /&gt;
Dieses Pressen eignet sich sehr gut für kleine Teile mit gleichmäßiger Verdichtung, anspruchsvolle Prototypen und Kleinserienfertigung, da in alle Richtungen gleich großer Pressdruck herrscht.&lt;br /&gt;
=== ''Uniaxiales Pressen'' ===&lt;br /&gt;
Diese Methode wird zur Herstellung plattenförmiger Körper verwendet und hat sich zu einem Großserien-tauglichen Verfahren entwickelt. Anders als beim Isostatischem Pressen wird der Pressdruck nur in eine Richtung auf den Körper ausgeübt. Öle und Wachse als Presshilfsmittel, verbessern hierbei die Verdichtbarkeit und Gleitfähigkeit des Pulvers. Bei einem zu hohen Pressdruck , kann es beim Herauslösen des Rohlings zu lokalen Zugspannungen kommen, die Risse im Rohling beim erreichen des Gleichgewichtszustandes bilden können.&lt;br /&gt;
== Erzeugnisse/Endprodukte ==&lt;br /&gt;
Die Sintertechnik wird in vielen Bereichen genutzt. Viele Materialien lassen sich durch Sintern verformen, obwohl sie zunächst keine Formgebung zuzulassen scheinen. Die Technik eignet sich vor allem zur Großserienfertigung metallischer Form- und Fertigteilen aus Keramik (sowohl technischer als auch mineralischer Form), pulverförmigen Metallen und [[Kunststoffe|Kunststoffen]]. Außerdem kommt sie in der Automobilindustrie (z.B. bei der Herstellung von Lagern, Bauteilen für Motoren und Getriebe), sowie in der Zahntechnik und bei der Werkzeugherstellung zum Einsatz. Darüber hinaus ist das Sintern im Bereich der Nanotechnologie zu finden.&lt;br /&gt;
Die Bereiche der Anwendungsmöglichkeiten von Sinterformteilen erweitern sich ständig, durch die Entwicklung und Optimierung neuer Metallpulver.&lt;br /&gt;
== Spezialverfahren ==&lt;br /&gt;
=== Spark Plasma Sintering (SPS) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===  Selektives Lasersintern (SLS) ===&lt;br /&gt;
Das Lasersintern, das zu dem 3D-Druck-Verfahren gehört, ermöglicht eine sehr freie Formgebung für das Werkstück, da der pulverförmige Ausgangsstoff in Schichten aufgetragen wird, das sogenannte &amp;quot; Slicen &amp;quot; mittels vorliegenden CAD-Daten des Bauteils. Durch die Laserstrahlen können dreidimensionale Geometrien erzeugt werden, die sogar Hinterschneidungen am Formteil zulassen. Aufgrund des hohen maschinellen Aufwandes entstehen Prozesszeiten , die von Stunden bishin zu Tagen (Abhängig von der Genauigkeitsanforderung) reichen. Das Verfahren eignet sich für kleine Stückzahlen komplizierter Teile und Prototypen. Als Laser kommen zum Einsatz CO2-Laser, Nd:YAG-Laser oder ein Faserlaser. Beim Vorgang wird das Pulver vollflächig in einer Dicke von 0,001 bis 0,02 mm auf eine Bauplattform mit Hilfe eines Rakels (Abstreichholz) aufgetragen.&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* http://www.sintern.org/&lt;br /&gt;
* http://de.wikipedia.org/wiki/Sintern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--Marc Schröder 20:04, 19. Sep. 2013 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=65929</id>
		<title>Sintern</title>
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				<updated>2013-10-15T19:20:17Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Sintern gehört zu dem Fertigungsverfahren Urformen. Es dient zur Herstellung oder Veränderung von Stoffen bzw. Werkstoffen. Hierbei werden feinkörnige, keramische oder metallische Stoffe oft unter erhöhtem Druck erhitzt. Um die Gestalt (Form) des Werstückes beizubehalten, bleiben die entstandenen Temperaturen unterhalb der Schmelztemperatur der Hauptkomponenten. In der Regel kommt es zu einer Schwindung, da es zu einer Verdichtung der Partikel des Ausgangsmaterials kommt und die Porenräume aufgefüllt werden. Aus einem fein- oder grobkörnigen, ungebrannten Rohling entsteht durch die Temperaturbehandlung des Sinterns ein festes Werkstück, das in einem vorangegangenen Prozessschritt, beispielsweise mittels [[Extrusion]], geformt wurde. Erst durch diese Temperaturbehandlung erhält das Sintererzeugnis seine endgültigen Eigenschaften, wie [[Härte]], [[Festigkeit]] oder Temperaturleitfähigkeit, die im jeweiligen Einsatz erforderlich sind.&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vorteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zusammenbringen von Ausgangsstoffen, die sich auf andere Weise nur sehr schwer oder gar nicht zu einem neuen Werkstoff verbinden lassen&lt;br /&gt;
* hohe Materialausnutzung&lt;br /&gt;
* hohe Maß- und Formgenauigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Nachteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* vereinzelt kann durch Porosität reduzierte Festigkeit entstehen&lt;br /&gt;
* höhere Kosten für Pulver und Pulvergemische&lt;br /&gt;
* Einschränkungen in der Formgebung (Hinterschneidungen, [[Gewinde]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sintervorgang ==&lt;br /&gt;
Der Sintervorgang lässt sich in drei Phasen unterteilen, die sich aber in der Praxis nicht von einander trennen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Anfangsphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anfangsphase ist die Sichtbarkeit der ursprünglichen Teilchen noch gegeben. Durch Brückenbildung und Kornwachstum entsteht zwischen den Pulverteilchen der erste Zusammenhalt. Es erfolgt eine geringe Schwindung und es kommt zur Verdichtung des Rohlings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Mittlere Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zusammenhängender Porenraum wird erschaffen und die Erkennbarkeit der einzelnen Teilchen lässt nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Spätphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätphase kommt es dann zur Festigkeit der Sinterkörper, da der Porenraum verringert und in zunehmendem Maße von außen zugänglich wird (geschlossene Poren). Es erfolgt eine vollständige Verdichtung der Pulverpartikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine sehr hohe Maßgenauigkeit erforderlich ist, erfolgt in manchen Fällen nach dem letzten Vorgang noch ein Kalibrieren des Werkstückes, da sie nicht durch reines Sintern erreicht wird, aufgrund des nicht exakt berechenbaren Volumenverlustes. Dies erfolgt, durch nochmalige Pressung des quasi fertigen Werkstückes in eine Form, unter hohem Druck. Somit ist eine hohe Maßhaltigkeit gewährleistet.&lt;br /&gt;
== Pressarten ==&lt;br /&gt;
== Erzeugnisse/Endprodukte ==&lt;br /&gt;
Die Sintertechnik wird in vielen Bereichen genutzt. Viele Materialien lassen sich durch Sintern verformen, obwohl sie zunächst keine Formgebung zuzulassen scheinen. Die Technik eignet sich vor allem zur Großserienfertigung metallischer Form- und Fertigteilen aus Keramik (sowohl technischer als auch mineralischer Form), pulverförmigen Metallen und [[Kunststoffe|Kunststoffen]]. Außerdem kommt sie in der Automobilindustrie (z.B. bei der Herstellung von Lagern, Bauteilen für Motoren und Getriebe), sowie in der Zahntechnik und bei der Werkzeugherstellung zum Einsatz. Darüber hinaus ist das Sintern im Bereich der Nanotechnologie zu finden.&lt;br /&gt;
Die Bereiche der Anwendungsmöglichkeiten von Sinterformteilen erweitern sich ständig, durch die Entwicklung und Optimierung neuer Metallpulver.&lt;br /&gt;
== Spezialverfahren ==&lt;br /&gt;
=== Spark Plasma Sintering (SPS) ===&lt;br /&gt;
=== Lasersintern ===&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* http://www.sintern.org/&lt;br /&gt;
* http://de.wikipedia.org/wiki/Sintern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--Marc Schröder 20:04, 19. Sep. 2013 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

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		<title>Sintern</title>
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				<updated>2013-10-15T19:08:55Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Sintern gehört zu dem Fertigungsverfahren Urformen. Es dient zur Herstellung oder Veränderung von Stoffen bzw. Werkstoffen. Hierbei werden feinkörnige, keramische oder metallische Stoffe oft unter erhöhtem Druck erhitzt. Um die Gestalt (Form) des Werstückes beizubehalten, bleiben die entstandenen Temperaturen unterhalb der Schmelztemperatur der Hauptkomponenten. In der Regel kommt es zu einer Schwindung, da es zu einer Verdichtung der Partikel des Ausgangsmaterials kommt und die Porenräume aufgefüllt werden. Aus einem fein- oder grobkörnigen, ungebrannten Rohling entsteht durch die Temperaturbehandlung des Sintern ein festes Werkstück, das in einem vorangegangenen Prozessschritt, beispielsweise mittels [[Extrusion]], geformt wurde. Erst durch diese Temperaturbehandlung erhält das Sintererzeugnis seine endgültigen Eigenschaften, wie [[Härte]], [[Festigkeit]] oder Temperaturleitfähigkeit, die im jeweiligen Einsatz erforderlich sind.&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vorteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zusammenbringen von Ausgangsstoffen, die sich auf andere Weise nur sehr schwer oder gar nicht zu einem neuen Werkstoff verbinden lassen&lt;br /&gt;
* hohe Materialausnutzung&lt;br /&gt;
* hohe Maß- und Formgenauigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Nachteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* vereinzelt kann durch Porosität reduzierte Festigkeit entstehen&lt;br /&gt;
* höhere Kosten für Pulver und Pulvergemische&lt;br /&gt;
* Einschränkungen in der Formgebung (Hinterschneidungen, [[Gewinde]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sintervorgang ==&lt;br /&gt;
Der Sintervorgang lässt sich in drei Phasen unterteilen, die sich aber in der Praxis nicht von einander trennen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Anfangsphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anfangsphase ist die Sichtbarkeit der ursprünglichen Teilchen noch gegeben. Durch Brückenbildung und Kornwachstum entsteht zwischen den Pulverteilchen der erste Zusammenhalt. Es erfolgt eine geringe Schwindung und es kommt zur Verdichtung des Rohlings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Mittlere Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zusammenhängender Porenraum wird erschaffen und die Erkennbarkeit der einzelnen Teilchen lässt nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Spätphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätphase kommt es dann zur Festigkeit der Sinterkörper, da der Porenraum verringert und in zunehmendem Maße von außen zugänglich wird (geschlossene Poren).Es erfolgt eine vollständige Verdichtung der Pulverpartikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine sehr hohe Maßgenauigkeit erforderlich ist, erfolgt in manchen Fällen nach dem letzten Vorgang noch ein Kalibrieren des Werkstückes, da sie nicht durch reines Sintern erreicht wird, aufgrund des nicht exakt berechenbaren Volumenverlustes. Dies erfolgt,durch nochmalige Pressung des quasi fertigen Werkstückes in eine Form, unter hohem Druck. Somit ist eine hohe Maßhaltigkeit gewährleistet.&lt;br /&gt;
== Pressarten ==&lt;br /&gt;
== Erzeugnisse/Endprodukte ==&lt;br /&gt;
Die Sintertechnik wird in vielen Bereichen genutzt. Viele Materialien lassen sich durch Sintern verformen, obwohl sie zunächst keine Formgebung zuzulassen scheinen. Die Technik eignet sich vor allem zur Großserienfertigung metallischer Form- und Fertigteilen aus Keramik (sowohl technischer als auch mineralischer Form), pulverförmigen Metallen und [[Kunststoffe|Kunststoffen]]. Außerdem kommt sie in der Automobilindustrie (z.B. bei der Herstellung von Lagern, Bauteilen für Motoren und Getriebe), sowie in der Zahntechnik und bei der Werkzeugherstellung zum Einsatz. Darüber hinaus ist das Sintern im Bereich der Nanotechnologie zu finden.&lt;br /&gt;
Die Bereiche der Anwendungsmöglichkeiten von Sinterformteilen erweitern sich ständig, durch die Entwicklung und Optimierung neuer Metallpulver.&lt;br /&gt;
== Spezial Verfahren ==&lt;br /&gt;
=== Spark Plasma Sintering (SPS) ===&lt;br /&gt;
=== Lasersintern ===&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* http://www.sintern.org/&lt;br /&gt;
* http://de.wikipedia.org/wiki/Sintern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--Marc Schröder 20:04, 19. Sep. 2013 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

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		<title>Sintern</title>
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				<updated>2013-09-19T18:04:56Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Sintern gehört zu dem Fertigungsverfahren Urformen. Es dient zur Herstellung oder Veränderung von Stoffen bzw. Werkstoffen. Hierbei werden feinkörnige, keramische oder metallische Stoffe oft unter erhöhtem Druck erhitzt. Um die Gestalt (Form) des Werstückes beizubehalten, bleiben die entstandenen Temperaturen unterhalb der Schmelztemperatur der Hauptkomponenten. In der Regel kommt es zu einer Schwindung, da es zu einer Verdichtung der Partikel des Ausgangsmaterials kommt und die Porenräume aufgefüllt werden. Aus einem fein- oder grobkörnigen, ungebrannten Rohling entsteht durch die Temperaturbehandlung des Sintern ein festes Werkstück, das in einem vorangegangenen Prozessschritt, beispielsweise mittels [[Extrusion]], geformt wurde. Erst durch diese Temperaturbehandlung erhält das Sintererzeugnis seine endgültigen Eigenschaften, wie [[Härte]], [[Festigkeit]] oder Temperaturleitfähigkeit, die im jeweiligen Einsatz erforderlich sind.&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vorteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zusammenbringen von Ausgangsstoffen, die sich auf andere Weise nur sehr schwer oder gar nicht zu einem neuen Werkstoff verbinden lassen&lt;br /&gt;
* hohe Materialausnutzung&lt;br /&gt;
* hohe Maß- und Formgenauigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Nachteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* vereinzelt kann durch Porosität reduzierte Festigkeit entstehen&lt;br /&gt;
* höhere Kosten für Pulver und Pulvergemische&lt;br /&gt;
* Einschränkungen in der Formgebung (Hinterschneidungen, [[Gewinde]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sintervorgang ==&lt;br /&gt;
Der Sintervorgang lässt sich in drei Phasen unterteilen, die sich aber in der Praxis nicht von einander trennen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Anfangsphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anfangsphase ist die Sichtbarkeit der ursprünglichen Teilchen noch gegeben. Durch Brückenbildung und Kornwachstum entsteht zwischen den Pulverteilchen der erste Zusammenhalt. Es erfolgt eine geringe Schwindung und es kommt zur Verdichtung des Rohlings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Mittlere Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zusammenhängender Porenraum wird erschaffen und die Erkennbarkeit der einzelnen Teilchen lässt nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Spätphase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätphase kommt es dann zur Festigkeit der Sinterkörper, da der Porenraum verringert und in zunehmendem Maße von außen zugänglich wird (geschlossene Poren).Es erfolgt eine vollständige Verdichtung der Pulverpartikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine sehr hohe Maßgenauigkeit erforderlich ist, erfolgt in manchen Fällen nach dem letzten Vorgang noch ein Kalibrieren des Werkstückes, da sie nicht durch reines Sintern erreicht wird, aufgrund des nicht exakt berechenbaren Volumenverlustes. Dies erfolgt,durch nochmalige Pressung des quasi fertigen Werkstückes in eine Form, unter hohem Druck. Somit ist eine hohe Maßhaltigkeit gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erzeugnisse/Endprodukte ==&lt;br /&gt;
== Lasersintern ==&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
--Marc Schröder 20:04, 19. Sep. 2013 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=65620</id>
		<title>Sintern</title>
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				<updated>2013-09-19T17:45:25Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Sintern gehört zu dem Fertigungsverfahren Urformen. Es dient zur Herstellung oder Veränderung von Stoffen bzw. Werkstoffen. Hierbei werden feinkörnige, keramische oder metallische Stoffe oft unter erhöhtem Druck erhitzt. Um die Gestalt (Form) des Werstückes beizubehalten, bleiben die entstandenen Temperaturen unterhalb der Schmelztemperatur der Hauptkomponenten. In der Regel kommt es zu einer Schwindung, da es zu einer Verdichtung der Partikel des Ausgangsmaterials kommt und die Porenräume aufgefüllt werden. Aus einem fein- oder grobkörnigen, ungebrannten Rohling entsteht durch die Temperaturbehandlung des Sintern ein festes Werkstück, das in einem vorangegangenen Prozessschritt, beispielsweise mittels [[Extrusion]], geformt wurde. Erst durch diese Temperaturbehandlung erhält das Sintererzeugnis seine endgültigen Eigenschaften, wie [[Härte]], [[Festigkeit]] oder Temperaturleitfähigkeit, die im jeweiligen Einsatz erforderlich sind.&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vorteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zusammenbringen von Ausgangsstoffen, die sich auf andere Weise nur sehr schwer oder gar nicht zu einem neuen Werkstoff verbinden lassen&lt;br /&gt;
* hohe Materialausnutzung&lt;br /&gt;
* hohe Maß- und Formgenauigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Nachteile:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
* vereinzelt kann durch Porosität reduzierte Festigkeit entstehen&lt;br /&gt;
* höhere Kosten für Pulver und Pulvergemische&lt;br /&gt;
* Einschränkungen in der Formgebung (Hinterschneidungen, [[Gewinde]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sintervorgang ==&lt;br /&gt;
Der Sintervorgang lässt sich in drei Phasen unterteilen, die sich aber in der Praxis nicht von einander trennen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Anfangsphase&lt;br /&gt;
In der Anfangsphase ist die Sichtbarkeit der ursprünglichen Teilchen noch gegeben. Durch Brückenbildung und Kornwachstum entsteht zwischen den Pulverteilchen der erste Zusammenhalt. Es erfolgt eine geringe Schwindung und es kommt zur Verdichtung des Rohlings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Mittlere Phase&lt;br /&gt;
Ein zusammenhängender Porenraum wird erschaffen und die Erkennbarkeit der einzelnen Teilchen lässt nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Spätphase&lt;br /&gt;
In der Spätphase kommt es dann zur Festigkeit der Sinterkörper, da der Porenraum verringert und in zunehmendem Maße von außen zugänglich wird (geschlossene Poren).Es erfolgt eine vollständige Verdichtung der Pulverpartikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine sehr hohe Maßgenauigkeit erforderlich ist, erfolgt in manchen Fällen nach dem letzten Vorgang noch ein Kalibrieren des Werkstückes, da sie nicht durch reines Sintern erreicht wird, aufgrund des nicht exakt berechenbaren Volumenverlustes. Dies erfolgt,durch nochmalige Pressung des quasi fertigen Werkstückes in eine Form, unter hohem Druck. Somit ist eine hohe Maßhaltigkeit gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erzeugnisse/Endprodukte ==&lt;br /&gt;
== Lasersintern ==&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=65606</id>
		<title>Sintern</title>
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				<updated>2013-09-19T17:32:28Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Sintern gehört zu dem Fertigungsverfahren Urformen. Es dient zur Herstellung oder Veränderung von Stoffen bzw. Werkstoffen. Hierbei werden feinkörnige, keramische oder metallische Stoffe oft unter erhöhtem Druck erhitzt. Um die Gestalt (Form) des Werstückes beizubehalten, bleiben die entstandenen Temperaturen unterhalb der Schmelztemperatur der Hauptkomponenten. In der Regel kommt es zu einer Schwindung, da es zu einer Verdichtung der Partikel des Ausgangsmaterials kommt und die Porenräume aufgefüllt werden. Aus einem fein- oder grobkörnigen, ungebrannten Rohling entsteht durch die Temperaturbehandlung des Sintern ein festes Werkstück, das in einem vorangegangenen Prozessschritt, beispielsweise mittels [[Extrusion]], geformt wurde. Erst durch diese Temperaturbehandlung erhält das Sintererzeugnis seine endgültigen Eigenschaften, wie [[Härte]], [[Festigkeit]] oder Temperaturleitfähigkeit, die im jeweiligen Einsatz erforderlich sind.&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
Vorteile&lt;br /&gt;
* Zusammenbringen von Ausgangsstoffen, die sich auf andere Weise nur sehr schwer oder gar nicht zu einem neuen Werkstoff verbinden lassen&lt;br /&gt;
* hohe Materialausnutzung&lt;br /&gt;
* hohe Maß- und Formgenauigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachteile&lt;br /&gt;
* vereinzelt kann durch Porosität reduzierte Festigkeit entstehen&lt;br /&gt;
* höhere Kosten für Pulver und Pulvergemische&lt;br /&gt;
* Einschränkungen in der Formgebung (Hinterschneidungen, [[Gewinde]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sintervorgang ==&lt;br /&gt;
Der Sintervorgang lässt sich in drei Phasen unterteilen, die sich aber in der Praxis nicht von einander trennen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Anfangsphase&lt;br /&gt;
In der Anfangsphase ist die Sichtbarkeit der ursprünglichen Teilchen noch gegeben. Durch Brückenbildung und Kornwachstum entsteht zwischen den Pulverteilchen der erste Zusammenhalt. Es erfolgt eine geringe Schwindung und es kommt zur Verdichtung des Rohlings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Mittlere Phase&lt;br /&gt;
Ein zusammenhängender Porenraum wird erschaffen und die Erkennbarkeit der einzelnen Teilchen lässt nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Spätphase&lt;br /&gt;
In der Spätphase kommt es dann zur Festigkeit der Sinterkörper, da der Porenraum verringert und in zunehmendem Maße von außen zugänglich wird (geschlossene Poren).Es erfolgt eine vollständige Verdichtung der Pulverpartikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine sehr hohe Maßgenauigkeit erforderlich ist, erfolgt in manchen Fällen nach dem letzten Vorgang noch ein Kalibrieren des Werkstückes, da sie nicht durch reines Sintern erreicht wird, aufgrund des nicht exakt berechenbaren Volumenverlustes. Dies erfolgt,durch nochmalige Pressung des quasi fertigen Werkstückes in eine Form, unter hohem Druck. Somit ist eine hohe Maßhaltigkeit gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erzeugnisse/Endprodukte ==&lt;br /&gt;
== Lasersintern ==&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=65495</id>
		<title>Sintern</title>
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				<updated>2013-09-16T16:45:04Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Sintern gehört zu den Fertigungsverfahren Urformen. Es dient zur Herstellung oder Veränderung von Stoffen bzw. Werkstoffen. Hierbei werden feinkörnige, keramische oder metallische Stoffe oft unter erhöhtem Druck erhitzt. Um die Gestalt (Form) des Werstückes beizubehalten, bleiben die entstandenen Temperaturen unterhalb der Schmelztemperatur der Hauptkomponenten. In der Regel kommt es zu einer Schwindung, da es zu einer Verdichtung der Partikel des Ausgangsmaterials kommt und die Porenräume aufgefüllt werden. Aus einem fein- oder grobkörnigen Grünkörper entsteht durch die Temperaturbehandlung des Sintern ein festes Werkstück, das in einem vorangegangenen Prozessschritt, beispielsweise mittels [[Extrusion]], geformt wurde. Erst durch diese Temperaturbehandlung erhält das Sintererzeugnis seine endgültigen Eigenschaften, wie [[Härte]], [[Festigkeit]] oder Temperaturleitfähigkeit, die im jeweiligen Einsatz erforderlich sind.&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
Vorteile&lt;br /&gt;
* Zusammenbringen von Ausgangsstoffen, die sich auf andere Weise nur sehr schwer oder gar nicht zu einem neuen Werkstoff verbinden lassen&lt;br /&gt;
* hohe Materialausnutzung&lt;br /&gt;
* hohe Maß- und Formgenauigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachteile&lt;br /&gt;
* vereinzelt kann durch Porosität reduzierte Festigkeit entstehen&lt;br /&gt;
* höhere Kosten für Pulver und Pulvergemische&lt;br /&gt;
* Einschränkungen in der Formgebung (Hinterschneidungen, [[Gewinde]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sintervorgang ==&lt;br /&gt;
== Erzeugnisse/Endprodukte ==&lt;br /&gt;
== Lasersintern ==&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=65257</id>
		<title>Sintern</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Sintern ist ein Verfahren zur Herstellung oder Veränderung von (Werk-)Stoffen. Dabei werden feinkörnige, keramische oder metallische Stoffe oft unter erhöhtem Druck erhitzt.Die entstandenen Temperaturen bleiben unterhalb der Schmelztemperatur der Hauptkomponenten und die Gestalt (Form) des Werkstückes bleibt hierbei erhalten.In der Regel kommt es zu einer Schwindung, weil sich die Partikel des Ausgangsmaterials verdichten und Porenräume aufgefüllt werden.Durch die Temperaturbehandlung des Sintern wird aus einem fein- oder grobkörnigen Grünkörper, der in einem vorangegangenen Prozessschritt, beispielsweise mittels [[Extrusion]] geformt wurde, ein festes Werkstück. Das Sintererzeugnis erhält erst durch die Temperaturbehandlung seine endgültigen Eigenschaften, wie [[Härte]], [[Festigkeit]] oder Temperaturleitfähigkeit, die im jeweiligen Einsatz erforderlich sind.&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
=== Vorteile ===&lt;br /&gt;
* Zusammenbringen von Ausgangsstoffen,die sich auf andere Weise nur sehr schwer oder gar nicht zu einem neuen Werkstoff verbinden lassen&lt;br /&gt;
* Hohe Materialausnutzung&lt;br /&gt;
* Hohe Maß- und Formgenauigkeit&lt;br /&gt;
=== Nachteile ===&lt;br /&gt;
* vereinzelt kann durch Porosität reduzierte Festigkeit entstehen&lt;br /&gt;
* höhere Kosten für Pulver und Pulvergemische&lt;br /&gt;
* Einschränkungen in der Formgebung (Hinterschneidungen,[[Gewinde]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sintervorgang ==&lt;br /&gt;
== Erzeugnisse/ Endprodukte ==&lt;br /&gt;
== Lasersintern ==&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=65233</id>
		<title>Sintern</title>
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				<updated>2013-09-12T18:28:10Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Sintern ist ein Verfahren zur Herstellung oder Veränderung von (Werk-)Stoffen. Dabei werden feinkörnige, keramische oder metallische Stoffe oft unter erhöhtem Druck erhitzt.Die entstandenen Temperaturen bleiben unterhalb der Schmelztemperatur der Hauptkomponenten und die Gestalt (Form) des Werkstückes bleibt hierbei erhalten.In der Regel kommt es zu einer Schwindung, weil sich die Partikel des Ausgangsmaterials verdichten und Porenräume aufgefüllt werden.Durch die Temperaturbehandlung des Sintern wird aus einem fein- oder grobkörnigen Grünkörper, der in einem vorangegangenen Prozessschritt, beispielsweise mittels [[Extrusion]] geformt wurde, ein festes Werkstück. Das Sintererzeugnis erhält erst durch die Temperaturbehandlung seine endgültigen Eigenschaften, wie [[Härte]], [[Festigkeit]] oder Temperaturleitfähigkeit, die im jeweiligen Einsatz erforderlich sind.&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
=== Vorteile ===&lt;br /&gt;
* Zusammenbringen von Ausgangsstoffen,die sich auf andere Weise nur sehr schwer oder gar nicht zu einem neuen Werkstoff verbinden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sintervorgang ==&lt;br /&gt;
== Erzeugnisse/ Endprodukte ==&lt;br /&gt;
== Lasersintern ==&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Sintern&amp;diff=65222</id>
		<title>Sintern</title>
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				<updated>2013-09-12T18:15:13Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Baustelle}} == Allgemeines == Sintern ist ein Verfahren zur Herstellung oder Veränderung von (Werk-)Stoffen. Dabei werden feinkörnige, keramische oder meta…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Sintern ist ein Verfahren zur Herstellung oder Veränderung von (Werk-)Stoffen. Dabei werden feinkörnige, keramische oder metallische Stoffe oft unter erhöhtem Druck erhitzt.Die entstandenen Temperaturen bleiben unterhalb der Schmelztemperatur der Hauptkomponenten und die Gestalt (Form) des Werkstückes bleibt hierbei erhalten.In der Regel kommt es zu einer Schwindung, weil sich die Partikel des Ausgangsmaterials verdichten und Porenräume aufgefüllt werden.Durch die Temperaturbehandlung des Sintern wird aus einem fein- oder grobkörnigen Grünkörper, der in einem vorangegangenen Prozessschritt, beispielsweise mittels Extrusion geformt wurde, ein festes Werkstück. Das Sintererzeugnis erhält erst durch die Temperaturbehandlung seine endgültigen Eigenschaften, wie Härte, Festigkeit oder Temperaturleitfähigkeit, die im jeweiligen Einsatz erforderlich sind.&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
== Sintervorgang ==&lt;br /&gt;
== Erzeugnisse/ Endprodukte ==&lt;br /&gt;
== Lasersintern ==&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://bs-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Roheisen&amp;diff=65111</id>
		<title>Roheisen</title>
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				<updated>2013-09-11T16:12:08Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marc Schröder: /* Hochofen-Prozess */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{navi|Stahl|Eisen}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;{{PAGENAME}}&amp;lt;/b&amp;gt; ist ein wichtiges Zwischenprodukt bei der [[Bild:Pfeil.gif]][[Stahl]]herstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemein ==&lt;br /&gt;
Wegen seines unedlen Charakters kommt [[Eisen]] in der Natur nicht rein, sondern nur chemisch gebunden vor. Dies sind in erster Linie [[Eisen]]-[[Sauerstoff]]-Verbindungen, die auch noch mit mineralischen Bestandteilen (genannt Gangart) durchsetzt sind. Das [[Gemenge]] von [[Eisen]]-Sauerstoffverbindungen und Gangart wird als Eisenerz bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufgabe der Hüttentechnik ist es jetzt, zum einen die [[Eisen]]-Sauerstoffverbindungen von dieser Gangart zu trennen und zum anderen das [[Eisen]] vom [[Sauerstoff]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzvorkommen der Erde ca. 500 Milliarden Tonnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jährliche Fördermenge ca. 700 Millionen Tonnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Eisenerze sind:&lt;br /&gt;
* Magneteisenstein (Magnetit)&lt;br /&gt;
* Roteisenstein (Hämatit)&lt;br /&gt;
* Brauneisenstein (Limonit)&lt;br /&gt;
* Spateisenstein (Siderit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hochofen-Prozess ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochofen-Prozess liefert '''Roheisen''' und damit den Ausgangsstoff für die [[Stahl|Stahlherstellung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle nachfolgend beschriebenen Teilprozesse lassen sich zu einer [[Redoxreaktion]] zusammenfassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Formel|2 Fe&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; + 3 C [[Bild:Pfeil.gif]] 4 Fe + 3 CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Eisenerz (z. B. Fe&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;) wird in verschiedenen Verfahren für die Verhüttung (Schmelze im Hochofen) aufbereitet. Die Aufbereitung besteht im Wesentlichen aus einer Zerkleinerung und Reinigung von Steinen, Erde und anderen Fremdstoffen; diese Aufbereitung wird mechanische Aufbereitung genannt. Bei einer chemischen Aufbereitung wird durch Erhitzung des Erzes im Drehrohrofen Feuchtigkeit, [[Schwefel]] und [[Kohlenstoffdioxid]] ausgetrieben; Dieser Vorgang nennt sich Rösten (Krupp-Renn-Verfahren). Beim Rösten verlieren die Erze etwa 1/3 des Gewichtes. Das aufbereitete Erz wird mit Zuschlägen (z. B. [[Kalkstein]] [[Calciumcarbonat|CaCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;]] oder gebranntem Kalk [[CaO]]) gemischt. Diese Mischung wird Möller genannt. Als [[Reduktionsmittel]] wird dem Möller dann [[Kohlenstoff]] in Form von Koks (entgaste Steinkohle) hinzugegeben und man erhält dadurch Beschickungsmaterial für den Hochofen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Hochofen.JPG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Hochofen werden fortlaufend schichtweise Koks und Möller eingefüllt. Während des langsamen Absackens zur eigentlichen Reaktionszone erwärmt sich da Gemisch mehr und mehr. Gleichzeitig drückt man in den unteren Teil des Hochofens den auf 600 - 1.300 °C vorgewärmten Heißwind, so dass die Luft (+Heizöl) im Inneren des Hochofens nach oben strömt. Von der heißen Luft wird der [[Kohlenstoff]] des glühenden Kokses zu [[Kohlenstoffdioxid|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]] verbrannt, dieser setzt sich jedoch sofort mit dem Koks wieder zu [[CO]] um. Dieser Vorgang vollzieht sich im stetigen Wechsel bis etwa zur halben Höhe des Schachtes und hört dann wegen der zu niedrigen Temperatur auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa alle 2 Stunden erfolgt ein Hochofenabstich. Zuerst fließt das schwere Roheisen aus dem Stichloch, dann die leichtere Schlacke, die im Hochofen auf dem Roheisen schwimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Roheisen wurde früher oft zu 1 m langen, 40 kg schweren Masseln vergossen, (das geschieht in einer Masselgießmaschine mit Kokillen auf einem unendlichen Band), heute wird es in so genannten Torpedowagen zur Weiterverarbeitung transportiert oder es wird flüssig in Roheisenpfannen zum Mischer gebracht. Der Mischer ist ein waagerecht liegender ausgemauerter Zylinder, der um seine Längsachse drehbar ist. Je nach Ausführung hat der Mischer ein Gesamtgewicht von bis zu 3.000 t.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mischer hat im Wesentlichen folgende Aufgaben:&lt;br /&gt;
* Sammelbehälter für das Stahlwerk&lt;br /&gt;
* Mischung der nie ganz gleichen Abstiche&lt;br /&gt;
* Schwefelverminderung (fortlaufend langsame Umsetzung von [[Mangan]] ([[Mn]]) + FeS zu MnS + [[Fe]]. MnS ist leichter als [[Fe]] und setzt sich in der Schlacke ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies wird beschleunigt durch die Zugabe von [[Soda]], [[Calciumcarbid]] oder [[Magnesium]]. Zusätze zur Reduzierung des [[Phosphor]]s (kalkhaltige Flussmittel) oder [[Silizium]] sind möglich. Die gebundenen Stoffe schwimmen dann auf und können als Schlacke abgegossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das entstehende Roheisen (1.320°C) enthält folgende Bestandteile:&lt;br /&gt;
* 3 … 5% [[C]]&lt;br /&gt;
* 0,2 … 2% [[Fe]]&lt;br /&gt;
* 0,2 … 3% [[Mn]]&lt;br /&gt;
* 0,1 … 2% [[P]]&lt;br /&gt;
* 0,02 … 0,06% [[S]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stahlherstellung ==&lt;br /&gt;
Damit aus Roheisen Stahl wird, müssen die Gehalte an diesen [[Elemente]]n deutlich gesenkt werden. Die Umwandlung von Roheisen in Stahl wird „'''Frischen'''“ genannt, s. [[Stahl]]herstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übung ==&lt;br /&gt;
=== [[Stöchiometrie]] === &lt;br /&gt;
Bei der Roheisenherstellung wird das Eisenoxid Fe&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; mit Koks (Kohlenstoff) zu Eisen reduziert. Als Nebenprodukt entsteht Kohlendioxid (CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;).	&lt;br /&gt;
:a) Wie viel Eisenoxid muss eingesetzt werden, um 10 t reines Eisen zu gewinnen?&lt;br /&gt;
:b) Welches Volumen nimmt das hierbei entstehende Kohlendioxid ein?&lt;br /&gt;
[[Bild:Pfeil.gif]][[Stöchiometrie: Lösungen|Lösungen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{cb|-|129 u. 189|240}}&lt;br /&gt;
{{www}}&lt;br /&gt;
* [http://www.wdr.de/tv/quarks/global/pdf/Q_Stahl.pdf Stahl - Script zur WDR-Sendereihe &amp;quot;Quarks &amp;amp; Co&amp;quot; (PDF-Datei)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werkstofftechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemie]][[Kategorie:Chemikalien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werkstofftechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemie]][[Kategorie:Lerngebiet 12.7: Werkstoffe auswählen und prüfen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemikalien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marc Schröder</name></author>	</entry>

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