Steuerkette

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Kettentrieb01.jpg

Die Steuerkette ist Teil der Motorsteuerung und hat die Aufgabe, die Öffnungszeiten der Ventile zu steuern (= "Steuerzeiten").

Doppelter Kettenantrieb

Da sich die Steuerkette im Laufe des Betriebs etwas längt, ist vom Öldruck betätigter Kettenspanner erforderlich, gleichzeitig werden Schwingungen vermieden.

Die früher häufig vorkommende zweireihige (Doppelrollen-)Kette ist durch die einreihige abgelöst worden. Nicht immer werden beide obenliegenden Nockenwellen von einer einzigen Kette angetrieben. Bild 2 zeigt die häufigere Variante mit zwei Ketten. Diese beiden oder mehr können auch hintereinander geschaltet sein. Hier sind dann auch zwei hydraulische Kettenspanner nötig (Bild 3). Hier zeigt sich dann endgültig ein weiterer Vorteil zum Zahnriemenantrieb, der dies mit seiner z. T. besonderen Breite nicht kann.

Auch das letzte Beispiel kann vom Zahnriemenantrieb nicht nachgeahmt werden. Hier ist eine zweireihige Kette so mit zwei doppelten Antriebsrädern für die Nockenwellen kombiniert, dass deren Durchmesser deutlich größer als ihr Abstand zueinander sein kann. Damit wird der Durchmesser am halb so großen Kurbelwellenrad etwas größer und damit günstiger. Die Kette muss einen weniger engen Kreisbogen durchlaufen und es sind mehr Zähne gleichzeitig im Eingriff.