Kaliumhexacyanoferrat

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Version vom 8. Februar 2012, 00:15 Uhr von Dg (Diskussion | Beiträge) (Kaliumhexacyanoferrat(II))
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Kaliumhexacyanoferrat(II)

Kaliumhexacyanoferrat(II), auch gelbes Blutlaugensalz, K4[Fe(CN)6]·3H2O vor. Bei 60 °C gibt es das Kristallwasser wieder ab, bei 100 °C ist es wasserfrei.

Löslichkeit: gut in Wasser, Aceton, unlöslich in Alkohol, Ether.

Sicherheitshinweis: Kontakt mit Säuren vermeiden; es besteht die Gefahr eines unkontrollierten Austritts von HCN (Cyanwasserstoff).

Verwendung: In Lösung erhält man bei Zugabe von Fe(III)-Ionen zunächst lösliches Berliner Blau, KFe(III)[Fe(II)(CN)6], durch einen Überschuss fällt unlösliches Berliner Blau aus, Fe(III)[Fe(III)Fe(II)(CN)6]3, ein wichtiger Farbstoff.

Diese von einem charakteristischen Farbwechsel begleitete Reaktion von gelb nach blau dient zum Nachweis von Fe(III).

in der Lebensmittelindustrie wird Kaliumhexacyanoferrat(II) unter dem Namen E536 als Trennmittel und Stabilisator verwendet. Es darf in Lebensmitteln jedoch nur in geringen Mengen verwendet werden, da sich beim Erhitzen oder bei Einwirkung von Säuren Blausäure bilden kann.

Kaliumhexacyanoferrat(III)

Kaliumhexacyanoferrat-3.jpg

Kaliumhexacyanoferrat(III) wird auch als Rotes Blutlaugensalz bezeichnet. Es hat die Formel K3[Fe(CN)6]. Das Salz bildet rubinrote Kristalle. Es ist in Wasser gut, in Ethanol schlecht löslich. Die wässrige Lösung zersetzt sich am Sonnenlicht, dabei bildet sich Fe(OH)3. Zum Nachweis von zweiwertigem Eisen. Bei dieser Nachweisreaktion entsteht Berliner Blau.

Zusammenfassung

Eisen in Form seiner Fe2+- beziehungsweise Fe3+-Ionen kann als Berliner Blau mit Hilfe von Kaliumhexacyanoferrat nachgewiesen werden.

  • Fe2+ reagiert mit Kaliumhexacyanoferrat(III)
  • Fe3+ reagiert mit Kaliumhexacyanoferrat(II)

Kaliumhexacyanoferrat an der BBS Winsen

Kaliumhexacyanoferrat ist in der Sammlung der BBS Winsen vorhanden und kann für Experimente genutzt werden. Hierbei gilt:

Achtung.gif Auf allen Chemikalien-Gefäßen, die an der BBS Winsen verwendet werden, finden sich codierte Hinweise auf Gefährdungen und entsprechende Vorsorgemaßnahmen beim Umgang mit dieser Chemikalie. Diese sogenannten H- & P-Sätze hängen gemeinsam mit den Arbeitsregeln für Schülerexperimente als Betriebsanweisung im Chemieraum aus und müssen in jedem Fall beachtet werden!