Dynamische Aufladung

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Um aus Motoren mehr Leistung herauszuholen, kann man viele verschiedene Wege gehen.

Zum einen gibt es da die mechanische Aufladung durch Hinzufügung eines Abgasturboladers oder eines Rootslader. Zum anderen kann man auch einfach die Bewegungsenergie der Luft nutzen und damit auch eine gewisse Aufladung erreichen und somit den Füllungsgrad des Zylinders deutlich verbessern.


Funktion:

Sobald die Einlassventile öffnen, entsteht direkt dahinter eine rücklaufende Druckwelle, welche auf die im Saugrohr ruhenden Luftmassen trifft, diese in Schwingung versetzt und wieder zurückprallt auf die Einlassventile. Wenn diese dann geöffnet sind, wenn die Druckwelle auf die Einlassventile trifft, bewirkt dies eine bessere Zylinderfüllung und somit einen Aufladungseffekt. Die entstandene Schwingungsfrequenz ist abhängig von der Länge des Saugrohres, dem Querschnitt des Saugrohres und letztendlich von der jeweiligen Motordrehzahl.


Aufbau

saugrohr.jpg


Man unterscheidet zwischen Schaltsaugrohr- und Resonanzaufladung.

Bei der Schaltsaugrohraufladung handelt es sich um ein Ansaugrohr, welches variable Saugrohrlängen bietet. Für die niedrige Drehzahl wird auf die langen, dünnen Ansaugrohre umgeschaltet, um die Füllung zu verbessern und die Turbolenzen in der Luftströmung zu verringern und somit das Drehmoment im unteren Drehzahlbereich zu steigern. Sobald die Drehzahl einen festgelegten Wert überschreitet, wird auf die kurzen, dicken Ansaugrohre umgeschaltet, um somit die Ansaugwege kurz zu halten, damit die Luftmassen so schnell wie möglich in den Brennraum gelangen und mehr Leistung bereit steht. Mehr zum Thema Resonanzaufladung erfahrt ihr, wenn ihr auf den nachfolgenden Link klickt. Resonanzaufladung



Fragen zur Dynamischen Aufladung:

1. Wann entsteht die rücklaufende Druckwelle im Ansaugrohr?

2. Wann wird auf kurze, aber dicke Ansaugrohre umgeschaltet?

Dynamische Aufladung: Antworten



Sebastian D 10:24, 8. Dez 2005 (CET)