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Presseberichte Juli 2021

7.703 Byte hinzugefügt, 21 September
}}
=== 24. Juli 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum geplanten Gestaltungs-Dialog zum Lärmschutz-Deckel in Moorfeld
|Headline=Was soll auf den Deckel kommen?
|Untertitel=Autobahn GmbH startet einen Gestaltungsdialog. Tunnel über die geplante A 39 wird wohl nicht verlängert
|Autor=Werner Kolbe
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-07-24-01.jpg|thumb|576px|center|'''Ein Tunnel soll die Anwohner im Bereich Lüne-Moorfeld an der künftigen A 39 später vor Lärm schützen. Wie die Fläche auf dem Deckel gestaltet wird, soll nun in einem Dialog festgelegt werden.''' Foto: A/be]]
[[Bild:LZ_2021-07-24-02.jpg|thumb|311px|center|'''Gesa Schütte und Klaus Franke starten den „Gestaltungsdialog“ für den geplanten Autobahndeckel.''' Foto: wko]]
Wenn überhaupt, dann nur mit einem langen Tunnel. Auf diese Formel lässt sich der Streit um den Bau der A 39 zumindest für viele Anwohner im Bereich Lüne-Moorfeld verkürzen. Dass die A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg gebaut wird, ist zumindest für das Bundesverkehrsministerium in Berlin keine Frage mehr. Vor ziemlich genau fünf Jahren wurde dieses schon viel länger heftig umstrittene Infrastrukturprojekt in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes 2030 aufgenommen.
„Bestellt“ wurde der Bau also in Berlin, umsetzen muss ihn die im Januar gegründete Autobahn GmbH. Oder, um genauer zu sein, die Außenstelle in Lüneburg. Deren Leiterin Gesa Schütte hat nun skizziert, welche Schritte bereits eingeleitet wurden, wie umfangreich solche Planungen sind und was noch in diesem Jahr umgesetzt wird im ersten Planungsabschnitt, der 7,7 Kilometer langen Strecke zwischen Lüneburg Nord bis östlich von Lüneburg. Klar ist, dass es im Bereich Lüne-Moorfeld einen Lärmschutzdeckel geben soll. Bisher ist die „Ostumgehung“ eine Trennlinie zwischen zwei Stadtteilen. Doch mit dem Deckel oder Tunnel sollen Lüne und Moorfeld „zusammenwachsen“. „381 Meter lang wird dieser Tunnel nach bisherigen Planungen sein“, betont Schütte. Rechne man die Breite der Brücke im Bereich Erbstorfer Landstraße hinzu, komme man auf nicht ganz 400 Meter. Doch die Länge des Tunnels hat immer wieder für Streit gesorgt. Die Anwohner wollen einen längeren Tunnel. Das wurde auch Ende Juni in der Sitzung des A39-Begleitsausschusses deutlich. Anwohner Borwin Pahl fordert seit Jahren einen „gebührenden Lärmschutz“. Doch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover ist die Planfeststellungsbehörde und Herrin des Verfahrens. Eigentlich sollte sie die Öffentlichkeit bis zum Beginn der Sommerferien über die Ergebnisse neuer Untersuchungen informieren. Stadtrat Markus Moßmann hatte in der Begleitausschusssitzung erklärt, die Stadt sei brennend an dem Ergebnis interessiert. Gesa Schütte hat nun in Hannover nachgehakt. Antwort: Alle erforderlichen Unterlagen zur Veröffentlichung der Stellungnahmen zu den Einwendungen im Zuge der Online-Konsultation im vergangenen August/September 2020 werden bis Ende Juli 2021 erwartet. „In der ersten Augusthälfte sollen diese Ergebnisse offengelegt werden.“ '''Deckel mit einer Fläche von 12.000 Quadratmetern''' Klaus Franke, Direktor der Niederlassung Nord der Autobahngesellschaft, geht nicht von einer Verlängerung des Tunnels aus. Es gebe zwar Spielräume, aber eine Verlängerung müsse letztlich auch im Verhältnis zu den Kosten stehen. „Es wird wohl bei 381 Metern bleiben. Aber es dürfte Optimierungen der Lärmschutzwände geben“, meint Franke. Vielleicht also ähnlich wie in Hamburg entlang der A7. Dort kommen Lärmschutzwände zum Einsatz, deren oberer Teil zur Fahrbahn hin gekröpft ist, Lärm also effektiver reduziert wird. 381 Meter also. Doch wie soll dieser Deckel mit einer Fläche von rund 12.000 Quadratmetern aussehen? „Wir planen eine Überschüttungshöhe von 80 bis 130 Zentimetern“, sagt Schütte. Es kann eine Grünfläche werden. Es können Wege und ein Spielplatz oder auch eine Halfpipe für Jugendliche gebaut werden. „Vieles ist denk- und machbar. Wir setzen auf die Ideen der Bürger“, sagt sie – und gibt den Startschuss für den „Gestaltungsdialog – Lüneburger Deckel“. Sie ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, sich zu beteiligen. Sie und ihre Mitarbeiter werden auch in die Kita Brandheider Weg und in die Grundschule Lüne gehen. Bis zum 30. September können alle Interessierten ihre Vorschläge auch skizzieren (siehe unten). Die zweite Phase des Dialoges startet mit der Ideen-Werkstatt. Es wird dabei einen Vor-Ort-Termin geben – am 9. Oktober imKleingärtnerverein Moorfeld. Dort werden die Ideen gebündelt. All das bildet die Grundlage für die Erstellung von zwei Gestaltungsentwürfen, die Ende des Jahres veröffentlicht werden sollen.  Klaus Franke verweist auf die guten Erfahrungen in Hamburg. Dort gab es viel Gestaltungsraum. Mehrere Stadtteile wurde so „vereint“ und erhielten viele grüne Flächen. Die Stadt Hamburg hatte sich mit rund 200 Millionen Euro an den Kosten beteiligt. Denn die drei Deckel bieten Raum für die Stadtentwicklung. Die Deckel haben eine Traglast von rund 4,5 Tonnen pro Quadratmeter. Häuser können darauf nicht gebaut werden, aber leichtere Bauten wie Kleingärten sind kein Problem. Deren alte Flächen könnten dann bebaut werden. Was auf dem Deckel in Lüneburg entsteht, ist völlig offen, betont Schütte. Sie und ihr Team „freuen sich auf die Ideen“. Der Deckel ist aber nur ein kleiner Teil der Planungen für den ersten Abschnitt. Planungen, die Weitsicht erfordern. Denn es geht auch um Umwelt- und Artenschutz, der „mitgeplant“ werden muss. Ein Beispiel: Im Bereich der Apfelallee gibt es eine Fledermausroute. Die streng geschützten Tiere dürfen durch den Bau nicht beeinträchtigt werden. Da der Autobahnbau dieRoute „in einem kleinen Bereich tangiert“, muss das Team um Schütte schon jetzt planen. Bäume sollen gepflanzt werden.Wenn der eigentliche Bau 2025 beginnt, sollen die Bäume so groß sein, dass die Fledermäuse ihre Route längst geändert haben. „Alle hierfür erforderlichen Vorarbeiten – Freimachung der betroffenen Grundstücke, Ausschreibungen und Vertragsbindungen – sollen bis Ende 2021 abgeschlossen sein, so dass noch in der zur Verfügung stehenden Pflanzsaison bis Ende März 2022 die Pflanzungen vor Ort vorgenommen werden können“, sagt Schütte. Ihr und Franke ist aber bewusst, dass auch ein Tunnel aus Autobahngegnern keine Befürworter macht. {{Pressefuss1Kasten gelb|'''Zur Sache''' '''<big>Ideen gefragt</big>''' '''Die Lüneburger Außenstelle''' der Autobahn GmbH startet den „Gestaltungsdialog – Lüneburger Deckel“. Wie soll die Fläche – immerhin gut 12.000 Quadratmeter – auf dem geplanten Autobahndeckel gestaltet werden? Soll es viel Grün geben? Soll es viele Wege, einen Spielplatz oder auch einen kleinen Teich geben? '''Wer Ideen hat, kann sie auf dem links abgedruckten Coupon skizzieren.''' Alle Vorschläge können bis zum 30. September eingereicht werden: per Mail an gestaltungsdialog-lueneburg@autobahn.de oder per Post direkt an die AdB, Wilschenbrucher Weg 69, 21335 Lüneburg. Eine Ideen-Werkstatt soll es am 9. Oktober um 14 Uhr im Kleingärtnerverein Gartenfreunde Moorfeld geben. Anmeldungen unter www.autobahn.de/gestaltungsdialoglueneburg, per Mail oder unter (040) 428264832 .Am Ende des Jahres sollen aus den Ideen zwei Gestaltungsentwürfe erstellt werden. Die LZ wirddiesen Gestaltungsdialog begleiten und unabhängig davon auch weiterhin über die neuesten Entwicklungen rund um den geplanten Bau der A 39 berichten.}}[[Bild:LZ_2021-07-24-03.jpg|thumb|1003px|center|]]}}  {{Pressefuss|Juni 2021|September 2021}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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