Presseberichte Juni 2011

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10. Juni 2011

Landeszeitung zur Geschwindigkeitsbescränkung auf der Ostumgehung

Immer Ärger mit OPA

Offenporiger Asphalt auf der Ostumgehung bremst auch Wochen nach einem Unfall den Verkehr

ml Lüneburg -
Seit 2009 reduziert offenporiger Asphalt auf der Ostumgehung bei Moorfeld den Verkehrslärm. Nun hängt ausgelaufenes Öl auf 50 Meter Länge in dem Material fest, gilt in dem Bereich Tempo 70. Foto: t&w
Ende April platzt auf der Ostumgehung der Reifen eines mit Bier beladenen Sattelschleppers aus Tschechien. Der 20 Jahre alte Fahrer verliert die Kontrolle über den Zug, der Lkw rammt die Leitplanke und stellt sich quer. Stundenlang blockiert der Schlepper beide Fahrspuren in Richtung Uelzen, Diesel und Öl laufen aus. Sechs Wochen später fährt Uwe Höhn aus Erbstorf wie gewohnt fast täglich über die Ostumgehung – und wundert sich. Noch immer warnen Schilder vor der Ölspur zwischen den Anschlussstellen Adendorf und Ebensberg, gilt in dem Abschnitt Tempo 70.

Dabei ist die Leitplanke längst repariert, sind auch sonst keine Spuren des Unfalls mehr zu sehen. „Sind die Schilder vergessen worden?“, fragt sich Höhn. „Nein“, sagt Dirk Möller, Leiter der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Zwar sind die sichbaren Unfallfolgen beseitigt, geblieben aber sind die unsichtbaren Probleme – mit dem offenporigen Asphalt.

Im Sommer 2009 ist die Ostumgehung in Richtung Uelzen saniert, als vorgezogene Lärmschutzmaßnahme auf 1,2 Kilometer Länge offenporiger Asphalt eingebaut worden. OPA nennen ihn die Straßenbauer, Flüsterasphalt heißt das Material im Volksmund. Im Zuge der Lärmschutzdiskussion an der Ostumgehung sind Vorteile oft genannt, Nachteile aber nur am Rande erwähnt worden: Sechs bis acht Dezibel Schall schluckt der OPA, verbessert die Sicht bei Regen erheblich. Doch wegen der offenporigen Struktur ist das Material mit einer Nutzungsdauer von acht Jahren lange nicht so haltbar, wie herkömmlicher Asphalt. Warum, zeigt der Unfall im April.

Durch die offenen Poren drang das auslaufende Öl tief in den Asphalt ein, Ölbinder der Feuerwehr und Bier von der Ladung des Unfall-Lkws kamen hinzu. „Je schneller OPA gereinigt wird, desto besser“, sagt Möller. Nur dauerten die Bergungsarbeiten Ende April länger als drei Stunden. Im Rückblick urteilt der Behördenleiter: „Vermutlich hat das Öl-, Binder- und Bier-Gemisch die Poren verklebt, reichte die mechanische Spülung nicht aus, um die Fahrbahndecke nachhaltig zu reinigen.“ In der Folge kann bei Regen immer noch ein gefährlicher Öl-Mix auf die Fahrbahn gespült werden, für Aquaplaning sorgen. Deshalb gilt weiter Tempo 70 zwischen Adendorf und Ebensberg, wird vor der Ölspur gewarnt. Und das mindestens bis zu den Sommerferien.

Normalerweise saugt laut Möller im Laufe der Zeit der rollende Verkehr das Öl aus dem Asphalt. Ist das in den kommenden Wochen nicht der Fall, muss der Asphalt an der Unfallstelle auf 50 Meter Länge und acht Meter Breite erneuert werden. Glück im Unglück hat die Landesbehörde, weil mit den Sommerferien der OPA-Einbau in der Gegenrichtung beginnt. „Damit sind Maschinen und Material bereits vor Ort, dadurch wird die Reparatur günstiger“, sagt Möller. Wie teuer die wird, kann er noch nicht sagen, doch die Rechnung zahlen muss aus seiner Sicht die Versicherung des Unfallverursachers. „Und der steht eindeutig fest.“

Zum Regelfall wird der Austausch der etwa fünf Zentimeter dicken Deckschicht aus Sicht des Behördenleiters zwar nicht werden. Doch mit Verweis auf die A2 bei Hannover sagt Möller: „Dass OPA wegen Verunreinigungen erneuert werden muss, ist nicht ungewöhnlich.“ Denn Lärmschutz und bessere Sicht bei Regen gehen zulasten der Haltbarkeit.


25. Juni 2011

Landeszeitung zur Vorstellung der Planungen im A39-Begleitausschuss

A-39-Deckel ist Anwohnern zu kurz

Kritik aus Moorfeld und Ebensberg im Begleitausschuss

ml Lüneburg - Der Deckel ist den Anwohnern zu klein: Er müsse weitere Teile abdecken, um Anlieger in Lüne-Moorfeld und am Fuchsweg vor dem Lärm der geplanten Autobahn 39 zu schützen. Das wurde erneut deutlich, als am Donnerstag der Begleitausschuss zur A39 im Glockenhaus tagte. Auf der einen Seite soll der Tunnel ein Stück hinter der Fußgängerbrücke zwischen Dehmelweg und Gerhart-Hauptmann-Straße beginnen. Die Brücke selbst soll abgerissen werden, Fußgänger und Radler sollen künftig über das begrünte Tunneldach laufen können. Auf der anderen Seite endet der Deckel an der Erbstorfer Landstraße. Die Stadt, aber auch Bürgervertreter im Ausschuss, forderten eine Verlängerung der Röhre.

Wie berichtet, hat die Stadt den Begleitausschuss ins Leben gerufen, um Bedenken von Bürger aufgreifen zu können. Diese Vorschläge und Kritik leitet die Verwaltung weiter an die Landesbehörde für Straßenbau. Im Ausschuss erläuterten Dezernent Markus Moßmann und die Fachbereichsleiter Straßenbau und Umwelt, Karl-Heinz Rehbein und Volker Schulz, die aktuellen Pläne.

Bürger fordern Staubfilter

Der Tunnel soll 399 Meter lang werden. Eine entscheidende Zahl, denn laut Richtlinien muss er ab 400 Meter über ein Notausgangs- sowie ein Filtersystem für Abgase verfügen. Ein Anliegen von Stadt und Bürgervertretern liegt darin, unabhängig von der Länge den Einbau von Filtern zu erreichen. So führen Bürgervertreter an, dass die Belastung von Fein- und Feinststäuben gesundheitsbelastend ist.

Laut Prognosen sollen künftig über die A39 im Stadtbereich täglich zwischen knapp 58 000 und 61 500 Fahrzeuge rollen, rund 20 000 mehr als heute, darunter deutlich mehr Lastwagen. Das bedeutet mehr Lärm. Zum einen sollen Bauarbeiter zwischen Ilmenaubrücke und Flugplatz offenporigen Asphalt schütten, er „schluckt“ Geräusche. Aber auch Wälle und Schutzwände sollen Krach reduzieren. An der Erbstorfer Landstraße wäre eigentlich acht Meter Höhe nötig, doch dann würden Anwohner im Dunkeln sitzen. Also sollen die bestehenden Wände von 2,50 auf vier Meter wachsen, dazu können Häuser mit Schutzfenstern ausgestattet werden. Auch am Fuchsweg und an anderen Stellen sollen Arbeiter Wälle und Wände emporziehen. Überdies soll das „Anschlussohr“ von der TKK-Seite auf die andere Seite verlegt werden.