Presseberichte August 2007

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31. August

Landeszeitung zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens

Verkehrspolitische Eiszeit

Bürgerinitiativen sehen A 39 und A 22 als konkurrierende Projekte - Alternative Konzepte bleiben auf der Strecke

ml Lüneburg. Eckehard Niemann ist ein Mensch, der Politiker und Planer zwanghaft auf der rechten Schulter nach dem kleinen Teufelchen suchen lässt. Ständig flüstert es einem unangenehme Wahrheiten und Einschätzungen ins Ohr - lästig wie ein Tinnitus, aus subjektiver Sicht fürchterlich überflüssig, aber eben nicht von der Hand zu weisen, pardon von der Schulter zu schubsen.

Mit hintergründigem Lächeln und listigem Blick über die randlose Brille drückt der Pressesprecher des Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen die Autobahn 39 am Mittwochmorgen vor dem Behördenzentrum Auf der Hude Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke die Broschüre seines Verbandes in die Hand. Der Polit-Profi verzieht keine Miene, sagt wohlwollend: "Informativ, aber der Titel gefällt mir nicht." Kein Wunder: "Nonsens-Autobahn" prangt auf der Hochglanz-Broschüre.

Doch so einfach wird er Niemann nicht los. Auch während der anschließenden Pressekonferenz zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens für die umstrittene A 39 bedrängt der 59-Jährige den Staatssekretär mit Fragen und Deutungsansätzen. Und der Mann aus Hannover tut sich mit seinen Antworten schwer: Vieles ist noch nicht entschieden - und der Dachverbandssprecher ist gut vorbereitet.

Im ganzen Land und auch über Niedersachsens Grenzen hinweg hat Niemann nachgeforscht und Aussagen zusammengetragen, die aus seiner Sicht nicht eben für das A 39-Projekt sprechen. "Die Autobahn spielt in den Erwägungen der Regierungschefs und Unternehmerverbände Hamburgs und Schleswig-Holsteins überhaupt keine Rolle mehr." Und auch in Niedersachsen sieht der Dachverbandssprecher die A 39-Lobby bröckeln. Er hält es für "unübersehbar, dass die Landesregierung mittlerweile der Küstenautobahn A 22 den Vorrang vor der A 39 gibt".

Die Küstenautobahn rangiert im Bundesverkehrswegeplan im Gegensatz zur A 39 zwar nur im "weiteren Bedarf", darf aber schon beplant werden. Der Beginn des Raumordnungsverfahrens steht unmittelbar bevor. Auch dank privater Geldgeber aus der Wirtschaft. Die weitere Zeitschiene: Bis 2013 soll die Trasse planfestgestellt und damit baureif sein. Ebenso wie die A 39. Für Niemann stellt sich schon jetzt die Gretchenfrage: "Welche der beiden Autobahnen wird gebaut?"

Dass der Bund als Geldgeber beide Trassen finanziert, glaubt der 59-Jährige nicht. Vielmehr fürchtet er "eine verkehrspolitische Eiszeit bis 2020" in Nordostniedersachsen, sollte der A 39-Bau zurückgestellt werden. "Vor dem Hintergrund der Autobahnplanung werden alternative Verkehrskonzepte von den Behörden doch gar nicht mehr angefasst", kritisiert Niemann.

Deshalb drängt er schon seit geraumer Zeit darauf, dass sich die Landesregierung auf ein Projekt festlegt. Doch den Gefallen wollen ihm weder das Wirtschafts- und Verkehrs- noch das Landwirtschaftsministerium tun. "Niedersachsen will und braucht beide Autobahnen", widerspricht Ripke energisch der These, das Land bevorzuge die A 22. Gleichwohl räumt der Staatssekretär ein: "Über die Finanzierung wird erst in einigen Jahren in Berlin entschieden."

So lange will Niemann allerdings nicht warten. Deshalb hat er das Projekt "Uelzener Verkehrsforum Zukunftswege" (UVZ) auf den Weg gebracht. "Das Forum will die überregionale Anbindung und Erreichbarkeit des Kreises Uelzen, seiner Gemeinden, Unternehmen und Angebote durch die möglichst kurzfristige Optimierung der vorhandenen Verkehrswege weiter verbessern und zu einer effektiven und nachhaltigen Mobilität im ländlichen Raum beitragen", heißt es zu den Zielen des UVZ.


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30. August

Landeszeitung zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens (1)

A 39 nimmt weitere Etappe

Der Schritt ins Leben

Das Raumordnungsverfahren ist beendet, die Diskussionen über die A 39 gehen weiter - wie gestern zwischen Dr. Frank Kracht (l.) und Staatssekretär Otto-Friedrich Ripke.   Dreieck.png Seite 3

Landeszeitung zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens (2)

Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke im Gespräch mit Autobahngegnerin Stephanie Constien (Bild links). Sie und rund 30 weitere zum Teil als Vögel verkleidete Mitstreiter protestierten gegen die A39-Pläne. F.: t&w


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A 39-Pläne auf Weg nach Berlin

Anfang 2008 beginnen Arbeiten für Planfeststellung - dann werden Detailfragen geprüft

Entgegen der ursprünglichen Planung verläuft die A39 jetzt bei Lüne/Moorfeld auf der Ostumgehung (1). Erst bei Hagen schwenkt die A39 nach Osten, quert die B 216 am Abzweig der L 221 nach Bleckede (2). Dann geht es über den Elbe-Seitenkanal und weiter Richtung Süden. Vastorf und Gifkendorf sind nicht mehr direkt betroffen (3).

ml Lüneburg. Unbemerkt von den A 39-Gegnern betrat Friedrich-Otto Ripke gestern Morgen um kurz nach neun Uhr das Behördenzentrum Auf der Hude. Zum offiziellen Abschluss des Raumordnungsverfahrens für die umstrittene Autobahn hatten die Kritiker den zuständigen Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen erwartet, aber der hatte seinen Staatssekretär nach Lüneburg geschickt. Ins Leere lief der Protest der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld dennoch nicht. Ripke kam noch einmal vor die Tür, "um Hände zu schütteln".

Bürgernähe wollte der Staatssekretär demonstrieren und dafür nahm er sich Zeit - viel Zeit. Fast eine halbe Stunde später waren die Demonstranten verschwunden - nur Ripke stand noch vor der Tür. Zufrieden lächelnd machte er sich auf den Weg zur Pressekonferenz.

Seine Botschaft war er losgeworden. "Für die Betroffenen habe ich Verständnis, bin aber auch Überzeugungstäter", hatte Ripke für die A 39-Trasse, "durch den größten autobahnfreien Raum Deutschlands" geworben. Für Friedhelm Feldhaus, Sprecher des Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen das Projekt, zeugt gerade diese Aussage "von fehlender Substanz in der Sachargumentation". Denn einen "größten autobahnfreien Raum" werde es immer geben, egal wieviele Autobahnen gebaut würden.

Angesichts des Fachkräftemangels forderte Feldhaus vielmehr die Autobahn-Millionen in die Bildung zu investieren. Doch auch die Feldhaus-Formel "Qualifizierung statt Asphaltierung" lockte Ripke nicht aus der Reserve. Der Staatssekretär verwies auf die unterschiedlichen Zuständigkeiten von Bund und Land, "und das Land macht viel".

Doch nicht nur bei grundsatzpolitischen Fragen zeigte sich das glückliche Los des Raumplaners in Streitfällen. Verbindlich unverbindlich blieb Ripke zwangsläufig auch im Detail. Egal ob Tempo 70 oder Deckel im Bereich der Ostumgehung, Anschlussstellen und Umleitungen: Stets verwies der CDU-Mann auf das Planfeststellungsverfahren und den zuständigen Leiter der Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Dirk Möller.

Nach der anstehenden Linienbestimmung im Bundesverkehrsministerium wird der mit seinen Mitarbeitern ab etwa Anfang 2008 mit der Entwurfsaufstellung beginnen. Das heißt: Die Planung wird vom Maßstab 1:25 000 auf Karten bis zu 1:1000 übertragen. Das wird bis etwa 2010 dauern. "Mit den ersten Planfeststellungsbeschlüssen ist 2012 zu rechnen", so Möller. Eine Prognose wagt der Behördenleiter schon jetzt: "Unter 100 km/h wird das Tempolimit auf der Ostumgehung kaum liegen."

Hamburger Abendblatt zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens

Autobahntrasse auf Ortsumgehungzum Abschluss des Raumordnungsverfahrens

Stadt Lüneburg

Carolin George Lüneburg - Die Trasse für den Verlauf der geplanten Autobahn Lüneburg und Wolfsburg steht jetzt fest. Im Gebiet der Stadt Lüneburg soll die A 39 auf der jetzigen Ortsumgehung verlaufen, das Tempo wird auf diesem Abschnitt auf 100 km/h begrenzt. Diesen Streckenverlauf hat das niedersächsische Ministerium für den ländlichen Raum gestern vorgestellt. Damit wurde von den ursprünglichen Plänen abgerückt, die Trasse nur wenige 100 Meter an dem historischen Kloster Lüne entlangzuführen.

Quelle


Hamburger Abendblatt zum Menschenschutzgebiet Lüne-Moorfeld

A 39 kommt auf die Osttangente

Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke stellte gestern die Pläne vor. Und er stellte sich der Kritik der Autobahngegner.

Carolin George Lüneburg - Der Lüneburger Stadtteil Moorfeld ist Brutgebiet des Vogels Homo Sapiens. Das behaupteten mit Federn verkleidete rund 15 Gegner der A 39, durch deren Wohngebiet die Trasse verlaufen wird. Sie erwarteten Vertreter von Landesregierung und Straßenbaubehörde. Drei Männer dieser Behörden haben gestern morgen in der Regierungsvertretung die geplante Trasse vorgestellt: Nun steht fest, dass die Autobahn innerhalb Lüneburgs auf der Ostumgehung laufen soll.

Für den angekündigten Minister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) kam sein Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke, und der stellte sich bereitwillig der Kritik der Gegner: Das sei Wahnsinn, eine Autobahn mitten durch ein Wohngebiet zu planen, sagte Steffi Blandow-Wechsung aus dem Moorweg, was sei denn zum Beispiel mit Gefahrguttransporten so dicht an Häusern vorbei.? Die seien auf einer Autobahn sicherer als auf jeder anderen Straße, entgegnete Ripke.

Eckehard Niemann vom [Dachverband der inzwischen 35 Bürgerinitiativen] glaubt, dass zu wenig Geld da sein wird, um die Küstenautobahn A 22 und auch die A 39 zu bauen. Die A 22 werde von der Politik favorisiert. Die A 39 sei dagegen etwas, was man den Bürger verspräche, aber nicht halten könne. Bis 2020 werde hier wegen der A 39 verkehrspolitisch nichts anderes geplant, das sei für die Region katastrophal.

Ripke dagegen: "Wir wollen und brauchen beide Autobahnen und wir verfolgen beide."

In den Räumen der Regierungsvertretung dann erklärte Ripke noch einmal Sinn und Zweck der Autobahn: Infrastruktur für wirtschaftliche Entwicklung schaffen, Erreichbarkeitsdefizite abbauen - jeder Niedersachse solle in 15 Minuten ein Mittelzentrum und in weniger als einer Stunde ein Oberzentrum erreichen können, so die Zielvorgabe der Regierung.

Von 110 Kilometern Gesamtlänge führten 40 Kilometer auf bereits vorhandenen Trassen: nämlich der Autobahn 250, der Bundesstraße 4, entlang dem Elbe-Seitenkanal und am Volkswagen-Testgelände vorbei.

Für den Lüneburger Innenstadt-Bereich sehen die Planer wegen des knappen Kurvenradius' der Ostumgehung ein Tempolimit von 100 vor. Die Lärmbelastung könnte dort in Teilen sogar geringer werden, so Ripke. Denn: "Über Lärmschutz werden wir reden müssen."

Keine guten Nachrichten hatte Dr. Holger Manthey von der Regierungsvertretung für die Melbecker. Durch Melbeck verläuft die stark befahrene B 4, und dort wird der Verkehr nicht weniger werden. 28 000 Kraftfahrzeuge pro Tag prognostizieren die Planer dem Ort für den Zeitpunkt des Autobahnbaus, die A 39 werde die Zahl um bis zu 11 000 reduzieren. Das heißt: Es werde lediglich eine Steigerung des Status Quo vermieden.

Ripke betonte, die Stadt Lüneburg könne mit der Trassenwahl zufrieden sein, die Pläne für das Gebiet Schlieffenpark seien nicht verbaut. Um seine Argumente darzulegen hatte der Staatssekretär übrigens mehr Geduld als so manch einer der Demonstranten. Deren Lust, ihre Plakate hochzuhalten war begrenzt: Noch als Ripke mit BI-Sprecher Eckehard Niemann diskutierte, rollten die anderen A-39-Gegner schon ihre Transparente zusammen und zogen von dannen.

Quelle


Hamburger Abendblatt zum weiteren Planungsverlauf

So geht's weiter

'

Carolin George Lüneburg - Mit dem Abschluss des sogenannten Raumordnungsverfahrens steht die grobe Trasse der Autobahn 39 jetzt fest. Sie ist einzusehen im Internet unter www.strassenbau.niedersachsen.de. Insgesamt 220 Kommunen und Verbände sowie 15 000 Bürger waren bislang beteiligt, jedoch erst im Planfeststellungsverfahren können Betroffene Klage erheben. Dieses beginnt 2008, dann wird der Streckenverlauf metergenau untersucht. Enden könnte es 2012, vielleicht auch erst 2013. Sobald der Bund dann das Geld zur Verfügung stellt, könnte losgebaut werden - es sei denn, im Zuge von juristischen Auseinandersetzungen wird ein Baustopp verhängt.

Quelle

29. August


Kreisbote zur Aktion Rotkäppchen und der Wulff

Wahlkämpfer in der Provinz

Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) in Gellersen, Herausforderer Wolfgang Jüttner (SPD) in der Elbmarsch

stk Heiligenthal/Marschacht - KB 2007 08 29.jpg

Quelle

25. August

Landeszeitung zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens

Trasse der A 39 steht fest

Ausbau der Ostumgehung Lüneburg zur Autobahn - Westvariante vom Tisch

stb Lüneburg. Jetzt ist es amtlich, die Ostumgehung soll zur Autobahn ausgebaut werden. So steht es im Raumordnungsverfahren. Und das ist abgeschlossen. "Es liegen alle Untersuchungen vor. Änderungen sind in die Planung aufgenommen", sagt der zuständige Mitarbeiter der Regierungsvertretung Lüneburg, Dr. Holger Manthey. "Die Trasse ist fix", erklärt Manthey. Damit sei der von der Stadt geforderte westliche Verlauf vom Tisch.

Die ausgearbeitete Linienführung der A 39 werde nun Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee vorgelegt. "Er fällt die Entscheidung, wieviel Geld der Bund für die weitere Planung zur Verfügung stellt", zeigt Manthey den weiteren Fahrplan auf. Wenn die Entscheidung in Berlin gefällt sei, könne der nächste Schritt folgen: das Planfeststellungsverfahren. "Zwei Jahre kann es dauern, bis die Unterlagen dafür vorliegen. Das Verfahren an sich kann anschließend nochmal mehrere Jahre dauern."

Manthey sagt, erst im Planfeststellungsverfahren gehe es um Details - etwa um den von für die Ostumgehung im Bereich Moorfeld geforderten Lärmschutz. "Dann wird sich klären, ob die Deckelung möglich ist - etwa mit einem Dach auf Stützpfeilern über der Straße - oder ob hohe Schutzwände errichtet werden."

Welche kleinen landwirtschaftlichen Teilflächen für den weiteren Trassenverlauf östlich von Wendisch Evern am Elbe-Seitenkanal letzlich in Anspruch genommen würden, sei ebenfalls Gegenstand des Verfahrens. "Dort quert die Autobahn den Kanal, macht einen kleinen Bogen bei der Eisenbahnbrücke und rückt von der Landwehr und dem Kanal ein wenig ab." Gründe: Die Landwehr ist ein Kulturdenkmal, am Kanal plant die Wasser- und Schifffahrtsbehörde einen Liegeplatz für Gefahrgutschiffe.

"Im Planfeststellungsverfahren sind kleinere Veränderungen zur bisherigen Planung möglich", sagt Manthey. Zudem sind Klagen gegen die Autobahn 39 erst mit Beginn des Planfeststellungsverfahrens möglich.

Hamburger Abendblatt zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens

Raumordnung abgeschlossen

A 39

Carolin George Lüneburg - Das Raumordnungsverfahren für die Autobahn 39 und die Bundesstraße 190 ist abgeschlossen. Eine Übersichtskarte der Planung ist ab Mittwoch, 29. August, im Internet unter www.raumordnung.niedersachsen.de zu sehen. Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) wird die Pläne am selben Tag ab 9 Uhr in Lüneburg vorstellen.

Quelle


Hamburger Abendblatt zur Aktion "Rotkäppchen und der Wulff"

Rotkäppchen und der Wulff

Ministerpräsident - Beim Besuch warteten schon die A-39-Gegner

Carolin George Heiligenthal - Vor der Wassermühle Heiligenthal bekam der Landeschef Wein, Kuchen und ermahnende Worte von der Bürgerinitiative. Doch das beeindruckte ihn nicht.

Den 70. Geburtstag ihrer Freundin feiern wollten Erika Vogler und Ingrid Töpfer an diesem Nachmittag im Restaurant Wassermühle in Heiligenthal fünf Kilometer südwestlich von Lüneburg. Doch die Schnittchen mussten warten: "Die Sicherheitsleute telefonieren schon, bestimmt kommt er gleich", tuscheln die Damen im Sommerkostüm, sie haben gehört, dass der Herr Ministerpräsident zu einem Abstecher in die Lokalität kommt.

Die Geburtstagsgäste waren am Donnerstagnachmittag nicht die Einzigen, die auf Christian Wulff (CDU) warteten: Rund 20 Gegnerinnen und Gegner der geplanten Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg hatten sich vor dem Restaurant postiert, eine von ihnen mit rotem Kopftuch und Blümchendirndl verkleidet: "Rotkäppchen und der Wulff" nannten die Antiautobahner ihre Aktion.

Einen Korb mit "Verkehrs-Verhüterlis", eine Brille "für mehr Durchblick bei verkehrspolitischen Alternativen", Wein und Kuchen überreichte Rotkäppchen Vera Schwab dem Ministerpräsidenten, verbunden mit der Hoffnung, er werde "bald das Ende dieser Nonsense-Autobahn verkünden". Darauf wird sie noch länger warten müssen: Wulff betonte, er halte die A 39 "für absolut notwendig".

Rückblick: Als Josef Röttgers (CDU) vor gut einem Jahr seinen Wahlkampf in Gellersen führte und dabei Parteikollege Christian Wulff kennenlernte, versprach er ihm eine Einladung für den Fall seines Wahlsiegs. Er siegte, erneuerte seine Einladung - und im Zuge seiner Sommertour nahm Wulff sie an, stoppte in Kirchgellersen, Südergellersen und Heiligenthal.

Stau auf der Autobahn ließ den Gast eine halbe Stunde zu spät kommen, dann flitzte er durch die Firmen "Hildebrand und Richter" sowie "Lünekartoffel".

Und wunderte sich später: "Wenn 100 Kilo Kartoffeln 40 Euro kosten", und eine Baked Potato im Steakhouse vier Euro, "dann liegt die Spanne sicher nicht beim Landwirt".

Zu essen gab's schließlich beim Dehoga-Kreisvorsitzenden Martin Zackariat in seiner Wassermühle in Heiligenthal, das Thema Nichtrauchergesetz konnte dort nicht ausbleiben: "Mein freiheitlicher Ansatz war eine Fehleinschätzung", gab Wulff zu, "es hätte sich nichts geändert." Jetzt wolle er alles tun, nach der "lebhaften Debatte mit dem Dehoga das gute Verhältnis wiederherzustellen".

Als Wulff und sein Tross weiterverfahren, gibt's auch für Erika Vogler und Ingrid Töpfer endlich Schnittchen: Den beiden Damen ist ohnehin klar, was passieren wird - ob die Autobahn nun wirklich notwendig sei oder nicht: "Wenn sie erst mal da ist, fahren alle drauf - auch die Gegner."

Quelle

24. August

Landeszeitung zur Aktion "Rotkäppchen und der Wulff"

„Rotkäppchen“ empfängt den Wulff

Ministerpräsident besichtigt Betriebe in der Samtgemeinde Gellersen und spricht mit A 39-Gegnern

stb Heiligenthal - An der Samtgemeinde Gellersen hat Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) Gefallen gefunden. Gleich eine Stunde länger als geplant dauerte die Tour des Landesvaters durch die Samtgemeinde, die er auf Einladung von Bürgermeister Josef Röttgers besuchte. An seiner letzten Station der Rundreise, der Wassermühle in Heiligenthal, hatte der Ministerpräsident zunächst eine Hürde zu nehmen, bevor es lauschig bei Essen, Trinken und Gesang des Jugendchores der Original Heidelerchen wurde. Rund 20 Autobahn 39-Gegner nahmen den Besucher aus Hannover in Empfang. Motto: „Rotkäppchen und der Wulff.“

Ins Kostüm der Märchenfigur war Vera Schwabe aus Groß-Hesebeck geschlüpft. Sie überreichte Wulff einen Präsentkorb mit regionalen Produkten wie Kuchen, Wein und Blumen. „Rotkäppchen“ forderte ihn auf, nicht unnütz die Landschaft zu zerstören und das Haus ihrer Großmutter zu gefährden. Der Widerstand gegen die A39 liege ihm doch schon schwer wie 100 Wackersteine im Magen, behauptete „Rotkäppchen“. Dem widersprach der Ministerpräsident: „Die A39 ist absolut erforderlich.“ Denn ohne Autobahnanschluss wäre die gesamte Region vom vereinten Europa abgehängt, begründete er seine Ansicht.

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„Rotkäppchen“ schenkt Ministerpräsident Christian Wulff die Brille ihrer Oma für einen besseren Durchblick beim Thema A39. Er bedankt sich, betont aber, durchaus den Durchblick zu haben: „Die A39 ist absolut erforderlich.“ Foto: t&w

Nach dem märchenhaften Empfang durch „Rotkäppchen“ traf Wulff auf Martin Zackariat, den Chef der Wassermühle, der gleichzeitig auch Kreisvorsitzender des Dehoga (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband) ist. Er begrüßte den prominenten Gast, kritisierte aber auch das Nichtraucherschutzgesetz.

Wulff räumte ein, dass es in der Anfangsphase zu Problemen kommen könne. „Aber die Nichtraucher sind zu schützen“, betonte er. Außerdem werde sich die Situation beruhigen. „Die Erfahrung aus anderen Ländern zeigt, dass die Umsätze in der Gastronomie sogar steigen werden, weil die Gäste lieber rauchfreie Gaststätten besuchten, ist er sicher.

Zuvor legte der Ministerpräsident einen Stopp beim Werk von Lünekartoffel in Südergellersen ein. Die Geschäftsführer Michael Kleinlein und Torsten Renken zeigten dem Politiker die Welt der Erdäpfel. Mit dicken Kartoffeln lasse sich viel Geld verdienen, meinten sie und zeigten Wulff prächtige 300-Gramm-Exemplare. Diese würden in Steakhäusern zum Stückpreis von vier Euro verkauft, berichtete das Duo.

Der Ministerpräsident erklärte, dass die jüngsten Preissteigerungen für landwirtschaftliche Produkte wie etwa Milch und Getreide richtig seien: „Wenn sie denn dann auch bei den Landwirten ankommen. Wir müssen aufpassen, dass der Handel nicht alles abgreift.“ Rüdiger Thenhausen, Geschäftsführer der Firma Hildebrand und Richter in Kirchgellersen, war der erste Gastgeber.

Er zeigte Wulff die Produktionsstätten für Spezialartikel aus Gummi, Kunst- und Schaumstoff des Familienbetriebes am Einemhofer Weg. Thenhausen bezeichnete die Firma mit ihren 50 Mitarbeiter als innovatives Unternehmen. Zum Beweis erhielt Wulff ein besonderes Geschenk: ein Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spiel aus Schaumstoff für die Badewanne oder das Schwimmbad.

Auch wenn die Elbmarsch weit von Gellersen entfernt ist, so nahm der Ministerpräsident auch zu zwei Themen Stellung, die die Menschen dort bewegen: der Pannenreaktor Krümmel und die Leukämiefälle. Bei der Aufklärung letzterer werde sorgfältig gearbeitet. „Wir schauen uns jedes Gutachten genau an.“ Das Atomkraftwerk dürfe nur wieder ans Netz gehen, wenn es 100 Prozent sicher sei. Dafür seien die Kieler Sozialministerin Gitta Trauernicht und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zuständig – nicht Niedersachsen, betonte der Ministerpräsident – und reiste weiter nach zwei Stunden Aufenthalt in der Samtgemeinde Gellersen weiter nach Celle.


8. August

Landeszeitung zur Teilnahme am Wettbewerb „Netzwerk Nachbarschaft“

Gute Nachbarn fürs Leben

Bürger aus Lüne und Moorfeld beteiligen sich an bundesweitem Wettbewerb

Die Nachbarschaft in den Lüneburger Ortsteilen Lüne und Moorfeld ist gut. Das zeigen die Bürger auf dem Fototermin zur bevorstehenden Teilnahme am Wettbewerb „Netzwerk Nachbarschaft“..
Foto: t&w

ca Lüneburg. Wenn die Theatergruppe Lüner Lampenfieber in der Schule am Domänenhof gastiert, freuen sich die Laienschauspieler über ein volles Haus. Im Dezember beteiligen sich Familien zwischen Kloster Lüne und Gut Olm am begehbaren Adventskalender. Der Stadtteilladen ELM ist ein beliebter Treffpunkt. Und auch gegen den Ausbau der Ostumgehung zur Autobahn oder den Bau der A 39 durch ihren Stadtteil machen viele Anwohner gemeinsam mobil - alles in allem beste Voraussetzungen, sich an dem bundesweiten Wettbewerb "Netzwerk Nachbarschaft" zu beteiligen.

Stefanie Becker, Claudia Kuchler und andere hatten die Idee, dort mitzumachen. Wie gut sich die Lüner und Moorfelder kennen, zeigte sich schon für den gemeinsamen Fototermin: Dienstag begann die Mundpropaganda, Mittwochabend waren trotz Urlaubszeit rund 100 Leute zusammengekommen - zur Belohnung gab's Pflaumen aus Kuchlers Garten.

Der Wettbewerb, der vom Baufinanzierer BHW unterstützt wird, steht unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. Stichworte sind ein Miteinander von Jung und Alt, kulturelle Angebote, gemeinsame Aktionen für Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern. Einsendeschluss der Unterlagen ist der 15. August. Den Gewinnern winken insgesamt 16 000 Euro. Den Wettbewerb gibt es seit 2004, bis heute haben sich nach BHW-Angaben mehr als 600 Initiativen beworben. Ob Bewohner aus Lüne und Moorfeld schließlich einen Preis gewinnen, ist offen. Die gute Nachbarschaft ist schon jetzt ein Gewinn.

Landeszeitung führt Interview mit Oberbürgermeister Ulrich Mädge

Jede Klage verzögert die Autobahn

Oberbürgermeister Ulrich Mädge zur A 39, zu Schlieffenpark, Etatsanierung und neuen Werbefeldzügen für die Heide

Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge blickt lächelnd in die Zukunft.
·
Karriere:
Mädge (SPD) wurde 1991 ehrenamtlicher Oberbürgermeister der Stadt Lüneburg, seit 1. Dezember 1996 ist er hauptamtlicher OB. Der Verwaltungschef hat viele Ämter, ist Aufsichtsratsvorsitzender der Lüwobau, Aufsichtsratsmitglied der E.ON Avacon, stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsausschusses der Sparkasse Lüneburg, Mitglied des Haupt- sowie des Finanzausschusses des Deutschen Städtetages und Vize-Präsident des Niedersächsischen Städtetages.

Foto: t&w

as Lüneburg. An welchem Rad auch immer die große Politik dreht, die Kommunen wie die Stadt Lüneburg müssen meist die hehren Ideen im Kleinen in die Tat umsetzen oder unter den Folgen leiden. Als kleinstes Rad im politischen Getriebe bleiben sie oft genug auf der Zeche sitzen oder ihre Bedenken finden kein Gehör. Das ist beim Disput um die richtige Autobahntrasse so, das wird beim neuen Klima- und Energieprogramm nicht anders werden. Kein Wunder, dass Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge nicht alles schmeckt, was da kommt. Schon gar nicht jetzt. Er hat sich zusätzliche Arbeit aufgehalst, ist zurzeit in Personalunion auch Kämmerer und der nächste Etat ist in Arbeit. Und er wird im Rathaus wichtige Personalentscheidungen fällen. Die LZ sprach mit dem OB.

Herr Mädge, die Gegner der Autobahn in Lüneburg haben das Gefühl, die Trasse für die geplante A 39 auf der alten Ostumgehung sei nun ein ausgemachtes Ding. Die Stadt gebe klein bei. Sie sind zwar für die Autobahn, aber waren immer gegen eine Stadt-Trasse. Bleibt es bei der Linie?

Mädge: Ja, wir plädieren weiter für eine westliche Trasse, müssen aber nach Stand der Dinge davon ausgehen, dass sie über die Ostumgehung gehen wird. Wenn es so kommt, ist unsere Forderung zum Lärmschutz ein Deckel, der von der Abfahrt Adendorf bis zur Schlieffenkaserne gehen sollte. Wird diese Forderung nicht erfüllt, werden wir nach dem Planfeststellungsverfahren entscheiden, ob wir in die Klage gehen. Das ist unser Signal ans Land und an die Kreise: Jede Klage verzögert den Bau der Autobahn.

Die ungewisse Autobahn-Trasse behindert auch massiv die Planung für das größte Bauprojekt der Stadt. Der Schlieffenpark mit 83 Hektar wurde als "stadtnah wohnen mit viel Grün" gepriesen. Sollte die A 39 doch über die Ostumgehung führten, bedeutet das mehr Verkehr und Lärm für das Neubaugebiet. Wie ist der Stand?

Mädge: Richtig weiterarbeiten können wir erst, wenn mit Abschluss des Raumordnungsverfahrens die Trasse steht. Verhandlungen mit Bund und Land über Verkauf, Ausgleichsflächen und Lärmschutz laufen aber schon. Und wir haben sozusagen einen Bebauungsplan für den ersten Abschnitt schon in der Schublade. Steht die Trasse fest, können wir den ersten Bauabschnitt planreif machen, sodass im nächsten Sommer Grundstücke verkauft und gebaut werden könnten und parallel die Erschließung erfolgt.

Wenn der Zeitplan Schlieffenpark so in Verzug ist, hat das auch finanzielle Folgen?

Mädge: Wir hängen ein Jahr hinterher, das hat nur geringe Auswirkungen bei der Grundsteuer. Allerdings stand dadurch nur Baufläche im Neubaugebiet Rosenkamp zur Verfügung.

...

Bei dem guten SPD-Listenplatz für ihre Fachbereichsleiterin Andrea Schröder-Ehlers bei der Landtagswahl müssen Sie vermutlich auch den Posten neu besetzen. Oder wird die Verwaltung umstrukturiert?

Mädge: Auch diese Stelle wird neu besetzt, weil die Bereiche Umwelt und Verkehr auch in Anbetracht der Klimaschutz-Diskussion nicht nebenbei zu machen sind. Da die Verwaltung inzwischen stark verschlankt ist, wäre es auch keinem Mitarbeiter zuzumuten, diese Aufgaben mit zu übernehmen.

...


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