Presseberichte Dezember 2020: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 23. Mai 2021, 11:20 Uhr

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14. Dezember 2020

Lz-logo.gif

Landeszeitung auf der Titelseite ganz oben: Radfahren statt Autobahn

Radfahren statt Autobahn

Mehr als 280 Radler folgten am Sonnabend dem Aufruf des Klimakollektivs Lüneburg und nahmen an einer besonderen Demo teil: Dafür wurde die Lüneburger Ostumgehung über Stunden für den Autoverkehr gesperrt.

lz Lüneburg -
LZ 2020-12-14 1.jpg


Lz-logo.gif

Landeszeitung zur Fahrraddemo am 12. Dezember

Radfahrer erobern Ostumgehung

Schnellstraße wurde für den Kfz-Verkehr gesperrt. Die Radler freuten sich riesig, manch Autofahrer verlor die Nerven

Dennis Thomas Lüneburg -
Auch die Initiative „Radentscheid Lüneburg“ demonstrierte am Wochenende.Foto: t&w
Auch die Initiative „Radentscheid Lüneburg“ demonstrierte am Wochenende.Foto: t&w

Mehr als 280 Fahrradfahrer folgten am Sonnabend dem Aufruf des Lüneburger Klimakollektivs und verdrängten mit ihrer Fahrrad-Demo zeitweise den Autoverkehr auf der Lüneburger Ostumgehung in Fahrtrichtung Süden. Der Autoverkehr von der A 39 kommend wurde zur Mittagszeit bei Lüneburg-Nord abgeleitet. Dadurch kam es über Stunden zu Staubildung in Richtung Innenstadt, das führte bei Autofahrern zu wütenden Reaktionen. Auch online regte sich Unmut. Die Radfahrer hatten indes die Schnellstraße zwischen Adendorf und Bilmer Berg für sich, um gegen den Klimawandel und für eine schnellere Verkehrswende zu demonstrieren. Am Sonntag folgte die nächste Aktion auf der Bockelmannstraße, diesmal initiiert von der Gruppe „Radentscheid Lüneburg.“

Initiative plant ein Bürgerbegehren

Die verschiedenen Fahrrad-Demos waren nicht miteinander koordiniert. Am Sonntag trafen sich noch einmal mehr als 35 Radfahrer der Initiative Radentscheid Lüneburg für eine Fotoaktion an der Bockelmannstraße. „Es geht darum, der Öffentlichkeit klarzumachen, wie viel mehr Platz Autos brauchen im Vergleich zu Fahrrädern“, sagte Sprecher Markus Zender auf LZNachfrage. Die Initiative plant im Frühjahr 2021 ein Bürgerbegehren, um der Stadt Lüneburg mehr Raum für den Radverkehr abzuringen. Die Foto-Aktion wirkte nach den Ereignissen des Vortags fast überflüssig: Denn die Rad-Demo des Klimakollektivs´hatte den unterschiedlichen Flächenbedarf der Verkehrsmittel viel eindrücklicher gezeigt, als unter Polizei-Eskorte mehr als 280 Radfahrer vom Bahnhof zur Schnellstraßen-Auffahrt Adendorf rollten, um danach über die Ostumgehung zu fahren. Zender hatte an der Rad-Demo ebenfalls als Gast teilgenommen. Er sagt: „Die Aktion des Klimakollektivs hatte ihre Berechtigung.“ Allerdings verfolge die Initiative Radentscheid eine etwas andere Philosophie. Zender: „Wir wollen nicht die Konfrontation mit den Autofahrern suchen, sondern fordern die Gleichberechtigung der verschiedenen Verkehrsteilnehmer.“

Bunt gemischtes Teilnehmerfeld

Das Teilnehmerfeld am Sonnabend war von Familien mit Kindern über Studenten bis Senioren bunt gemischt. Startpunkt war am Lüneburger Bahnhof. Ursprünglich hatte Versammlungsleiterin Merle Hagemeier die Demo für 100 Teilnehmer angemeldet. Es wurden deutlich mehr, aber die Polizei ließ die Radler, die sich zumeist an die Mundschutzpflicht hielten, gewähren. Offiziell schätzte die Polizei anfangs die Teilnehmerzahl auf 200. Allerdings schlossen sich unterwegs immer mehr Menschen an. Beispielsweise Sebastian Dietz aus Adendorf, der mit anderen an der Kreuzung zur Erbstorfer Landstraße auf die herannahende Radler-Traube wartete. Auch er wollte ein Zeichen für die dringende Verkehrswende setzen. Schließlich radelten mehr als 280 Teilnehmer über die Schnellstraße.

Jubel auf der einen Seite, Wut auf der anderen

Laut Studentin Hanne Hold vom Klimakollektiv sollte die Demo an den fünften Jahrestag des Pariser Klimaschutzabkommens erinnern. Ihre Mitstreiterin Maike Bischof machte deutlich, dass auch vor Ort mehr getan werden müsse für die Förderung des Radverkehrs. Zudem sprachen sich die Aktivisten energisch gegen den Weiterbau der A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg aus. Mit lautem Jubel und Geklingel fuhren die Radfahrer schließlich auf die Schnellstraße, vorbei an wartenden Autofahrern. Auf der Ostumgehung herrschte unter den Radlern eine fröhliche Stimmung, von Anhängern schallte Musik über die Fahrbahn. Auf der von Autos befahrenen Gegenseite der Ostumgehung hupten einige den Radlern wie zum Gruß zu. Andere zeigten sich gereizt: In der Stadt wieder angekommen bepöbelte an der Dahlenburger Landstraße ein wütender Autofahrer die Radlermenge: „Geht doch nach Hause, Ihr ...!“ Die Wut schlug sich auch in den rund 700 Kommentaren zum Thema auf der LZ-Facebook-Seite nieder. Schließlich sei ausgerechnet am verkaufsstarken Sonnabend der Verkehrsinfarkt provoziert worden. Und ein Nutzer schrieb beispielsweise: „Wer sowas genehmigt, muss früher Balljunge beim Squash gewesen sein.“ Die Stadt hatte die Genehmigung für die Demo ursprünglich verwehrt. Jedoch erhielten die Veranstalter nach einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg am Freitagnachmittag grünes Licht für ihre Demo-Fahrt auf der Ostumgehung.



8. Dezember 2020

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ZDF zur Autobahn GmbH

Frontal 21: Das Debakel um die Autobahn GmbH

Wie Scheuer scheitert

' ' - Die Jahresmiete in der Hauptstelle in der Berliner Friedrichstraße beträgt 2,3 Mio €, nach dem Umzug in die Europa-City werden es 6,4 Mio € Jahresmiete, ca. 900 € monatlich pro Mitarbeiter/in. Honorar-Beratungen mit bisherigen Kosten von 130 Mio € (Landeszeitung: 38 Mio €) waren wenig effektiv. Das technische Chaos beim Zusammenführen der unterschiedlichen Softwaresysteme bleibt, erst für Ende 2023 ist ein einheitliches IT-System geplant. Die jährlichen Verwaltungskosten der Autobahn GmbH sind mit 1,4 Mrd. € veranschlagt. Hinzu kommt ein verfassungsrechliches Problem: Straßenbau ist Ländersache, unzulässige Mischverwaltung, bereits an die DEGES vergebene Aufträge müssten neu ausgeschrieben werden.

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Hinweise zur Autobahn GmbH


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