Diskussion:Presseberichte Oktober 2008: Unterschied zwischen den Versionen

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Bei der Ostumgehung Lüneburg handelt es sich wohl dem Querschnitt, nicht jedoch der Funktion{{Lzq|Kommentar}} nach um eine autobahnähnliche Staße.<br>Der Niedersächsische Minister für Wirtschaft und Verkehr, 18.01.1980}}
 
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Version vom 14. Oktober 2008, 13:46 Uhr

11. Oktober

Kommentar:
Das freie Spiel der Kräfte
Von Malte Lühr
Bei der Ostumgehung Lüneburg handelt es sich wohl dem Querschnitt, nicht jedoch der Funktion

Kommentar

nach um eine autobahnähnliche Staße.
Der Niedersächsische Minister für Wirtschaft und Verkehr, 18.01.1980

Landeszeitung zum Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens (1)

Bund billigt die Linienführung

Planer der umstrittenen A 39 wollen nun ins Detail gehen

nt/lni Uelzen - Der Bund hat die vom Land Niedersachsen vorgeschlagene Linienführung für die Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg im Wesentlichen genehmigt.

Nun könne die Detailplanung in sieben Abschnitten beginnen, teilte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Uelzen mit. Eine Planfeststellung für die ersten Abschnitte soll 2013 vorliegen. "Es kamen sehr viele Prüfaufträge aus dem umweltfachlichen Bereich", sagte A-39-Projektleiterin Annette Padberg. So habe das Bundesumweltministerium beispielsweise einen größeren Abstand der Trasse zum Schutzgebiet "Vogelmoor" bei Ehra (Kreis Gifhorn) gefordert.

Nacharbeiten müssen die Planer etwa auch bei der Querung der Ilmenau-Niederung bei Lüneburg. Noch nicht geklärt ist, ob die Hansestadt den geforderten Lärmschutzdeckel für die Ostumgehung bekommt. "Es ist eine Variante, die wir prüfen", sagte Dirk Möller, Geschäftsbereichsleiter Lüneburg der Landesbehörde.   Dreieck.png  Seite 3



Landeszeitung zum Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens (2)

Detailplanung für Lüneburg angelaufen

A-39-Planer stellen Abschnitte in Uelzen vor

pet Uelzen -
Dirk Möller, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg, stellte in Uelzen die sieben Abschnitte für die Detailplanung der Autobahn 39 (Grafik rechts) vor. Anwesend waren rund 200 Vertreter aus Politik und Verwaltung. Foto: t&w

Die Linie ist bestimmt, die weitere Planung für die Autobahn 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg liegt auf dem Tisch - und doch sind gestern in der Stadthalle Uelzen viele Fragen offen geblieben. Ob die Lüneburger Ostumgehung einen Deckel erhält und wie viele Abfahrten weiter genutzt werden können, wird erst die Detailplanung ergeben.

A 39
Lüneburg - Wolfsburg
Abschnittskonzept
M = 1:500.000

Zuvor hatten die Bundesministerien für Verkehr und Umwelt bei der Linienbestimmung den Trassenvorschlag der Landesplanerischen Feststellung gebilligt. Für die Feinplanung wechselt die Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr nun den Maßstab: von 1:25 000 auf 1:1000. Leiter Dirk Möller stellte in Uelzen 200 Vertretern von Verwaltungen, Kommunen und Verbänden die sieben Planungsabschnitte vor.

Zum geforderten Lärmschutzdeckel für die Ostumgehung sagte Möller: "Es ist eine Variante, wir werden das prüfen." Offen ist auch die Zahl der Abfahrten zwischen den "gesetzten" Anschlussstellen Lüneburg Nord und Ost. Weitere Abfahrten würden erst festgelegt, wenn die Ergebnisse einer Verkehrsuntersuchung bis 2025 in diesem Bereich vorliegen.

Zudem hat das Bundesumweltministerium den Planern konkrete Prüfaufträge erteilt: Einer betrifft die Querung der Ilmenau im Bereich Lüneburg, die noch einmal genau unter die Lupe genommen werden soll.

Werner Pfeiffer aus dem Wirtschaftsministerium in Hannover betonte die Bedeutung der A 39: "Die Verkehrsleistung auf den Straßen wird stark zunehmen." Die großen Verkehrsachsen A 1 und A 7 seien bereits heute überlastet.

An der 105 Kilometer langen Trasse sind die Planungen im 7,6 Kilometer langen Abschnitt zwischen Lüneburg Nord und Lüneburg Ost am weitesten vorangeschritten. Dort hatte schon im September 2007 das Ausschreibungsverfahren für externe Ingenieursleistungen begonnen, Vorarbeiten für die Entwurfsplanung sind bereits angelaufen. Fast parallel sind im Oktober 2007 Planungsarbeiten für den siebten Abschnitt bei Wolfsburg ausgeschrieben worden.

Der weitere Zeitplan:

  Dreieck.png  Bis Ende November 2008 sollen die vorbereitenden Arbeiten zur Entwurfsplanung für alle sieben Abschnitte der A 39 aufgenommen sein.

  Dreieck.png  Die technische Entwurfsplanung im Maßstab 1:1000 für erste Abschnitte der A 39 soll Ende 2011 abgeschlossen sein.

  Dreieck.png  Für die ersten Abschnitte der A 39 könnten bis Ende 2013 Planfeststellungsbeschlüsse vorliegen - Baureife wäre erreicht.

"Ich gehe von weiteren fünfeinhalb bis sechs Jahren Planungszeit aus", prognostizierte Möller. "Das ist ein ambitionierter Zeitplan", ergänzte er.

Eckehard Niemann, Sprecher des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39, sprach von "gigantischer Vergeudung von Steuermitteln". Die Pläne würden zugunsten der Küstenautobahn A 22 "doch in der Schublade landen". Er zweifelt zudem die Höhe der Baukosten von 620 Millionen Euro für die A 39 an. Zu erwarten sei eine Kostenexplosion wie bei der A 14 von Magdeburg nach Schwerin. Letzte Schätzungen ergaben einen Anstieg um 503 Millionen auf 1,28 Milliarden Euro. Baupreissteigerungen seien in der Kalkulation für die A 39 berücksichtigt, versicherte Möller.


Leserbrief in der Landeszeitung zum strittigen Nutzen der A39

Mail.png Peter Weerda
Lüneburg
"Alle warten auf den Bund", LZ vom 30./31. August

Nutzen der Autobahn hinfällig

Die Einstufung der A 22 Küstenautobahn im "Weiteren Bedarf" des Bundesverkehrswegeplans zeigt, dass das Land Niedersachsen auf dieses Projekt keine Priorität gelegt hatte. Mit der im Frühjahr 2004 gefallenen Entscheidung für Wilhelmshaven als Standort für den neuen Tiefseehafen änderte sich dies und die Planung der A 22 beschleunigte sich auf derart erstaunliche Weise, dass der Planungsstand der A 39 inzwischen "überholt" wurde.

Gleichzeitig torpediert Hannover die von Hamburg gewünschte Vertiefung der Elbe. . . Warum die Elbe vertiefen, wenn der Jade-Weser-Port ab 2011 das Frachtaufkommen für Schiffe ab 13,5 Meter Tiefgang und damit ein erhebliches Frachtaufkommen des Hamburger Hafens aufnehmen kann? Damit wäre auch das Argument für die A 39 als Hinterlandanbindung für den Hamburger Hafen endgültig vom Tisch.

Erinnern wir uns aber an den im April 2003 vorgestellten Referentenentwurf des BVWP 2003. Der A39-Abschnitt Lüneburg-Uelzen wurde in den "Vordringlichen Bedarf" aufgenommen. Der Abschnitt Uelzen-Wolfsburg war wegen des fehlenden verkehrlichen Bedarfs nur für den "Weiteren Bedarf" (LZ 10.05.2003) vorgesehen. Die daraufhin entbrannte Lobby der A 39 mündete darin, dass unser MdB Hedi Wegener den damaligen Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe zu einem Besuch in der IHK veranlasste. . . Dadurch haben wir also eine A 39 im "Vordringlichen Bedarf", die da nicht hineingehört. War der Bedarf vorher bereits fraglich, mit dem nach Wilhelmshaven umgeleiteten Frachtaufkommen fehlt die Daseinsberechtigung völlig. Warum wurde noch kein Kosten/Nutzen-Verhältnis ermittelt. Würde der von Aktion Lebensberg ermittelte Wert von 1,89 % bestätigt und sogar noch unterschritten? Es wird endlich Zeit, dass unsere Politiker aufhören, unsere Steuermilliarden auch in dieses Projekt zu versenken und die Planungen sofort zugunsten wichtiger regionaler Projekte einstellen.



Hamburger Abendblatt zum Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens

AUTOBAHN    ALLEIN DIE PLANUNG VERSCHLINGT 70 MILLIONEN
Entscheidung: So verläuft die neue A 39
105 Kilometer lang wird die A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg (s. Karte, unten rechts). In Lüneburg wird die Ostumgehung zur Autobahn.

Die Trasse der A 39 ist beschlossen, Baustart 2013. Ob der „Autobahndeckel“ kommt, ist aber noch unklar.

Dirk Möller (l.), Anette Padberg (Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Lüneburg) und ihr Wolfenbütteler Kollege Bernd Mühlnickel stellten die Linienführung der A 39 vor.
FOTO: SCHNEEFUSS

Elke Schneefuß Uelzen - Die Linienführung der geplanten A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg steht fest. Die zuständigen Verkehrsministerien in Berlin und Hannover haben der von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr vorgeschlagenen Trasse zugestimmt: „Das ist ein entscheidender Schritt“, sagt Dirk Möller von der Landesbehörde. In der Uelzener Stadthalle stellten die Planer das Ergebnis ihrer bisherigen Arbeit vor: Die A 39 verläuft im Osten der Stadt Lüneburg, auf dem Stadtgebiet wird die bisherige Ostumgehung zur Autobahn. Gegen den Verlauf der A 39 durch die Wohngebiete Moorfeld und Lüne hatte es immer wieder heftige Proteste gegeben: Mit zahllosen Aktionen brachten Anwohner ihren Widerstand zum Ausdruck.

Am Trassenverlauf hat sich bisher dennoch nichts geändert – ob der von Stadt und Landkreis befürwortete „Autobahndeckel“ in Gestalt einer Untertunnelung in Höhe Kloster Lüne auf dem Stadtgebiet kommen wird, steht noch nicht fest: „Der Deckel wird im weiteren Verlauf der Entwurfsaufstellung geprüft“, sagt Werner Pfeiffer, Referatsleiter des Wirtschaftsministeriums in Hannover.

Die Behörden werden jetzt eine Feinplanung der Trasse vornehmen: „Die 105 Autobahnkilometer werden in sieben Planungsabschnitte aufgeteilt“, sagt Dirk Möller. „In den nächsten zwei Jahren wird die Trasse metergenau mit allen technischen Details im jeweiligen Abschnitt erarbeitet.“

Die ersten Kraftfahrzeuge rollen erst viel später: „Mit einem Baustart rechnen wir ungefähr im Jahr 2013“, sagt Jens Thilo Schulze, Pressesprecher der Straßenbaubehörde. Die von Gegnern immer wieder bezweifelte Finanzierbarkeit der A 39 macht Werner Pfeiffer vom Wirtschaftministerium noch keine Sorgen: „Die Landesregierung hat einen Sondertitel in den Haushalt eingestellt, um die Planungskosten abzudecken“, sagt er.

Rund 70 Millionen Euro werden es voraussichtlich sein, die allein die Planung der Autobahn kostet – damit ist aber noch kein einziger Autobahnkilometer gebaut: „Die Finanzierung der A 39 muss auch erst 2014 gesichert sein, wenn der erste Spatenstich erfolgt“, sagt Pfeiffer. „Die Diskussion darüber müssen wir jetzt nicht führen.“

Für ihn ist der Bau der A 39 ein für den Norden absolut erforderliches Projekt mit hoher Priorität: „Häfen und Straßen sind die Schlagadern der Wirtschaft.“ Dass das Vorhaben unbezahlbar werden könnte, glauben die Planer nicht: „Wir rechnen nicht mit Kostensteigerungen wie bei der A 22“, sagt Dirk Möller.

Quelle